Archiv der Kategorie 'die wunderbare welt des www'

schonwieder jürgen…

nachdem ich euch schon hier und hier und hier und hier damit genervt habe, kommen nun über den hier und den hier neue – diesmal sogar gute – news zum thema jürgen elsässer. die daten-antifa hat offensichtlich zugeschlagen und passend zur geistigen umnachtung des alternden herren seine „weltnetzseite“ schwarz umgestaltet und zusätzlich noch ne kurze aber passende nachricht hinterlassen:
deface-jürgen
außerdem ist das plakat der besten derzeitigen berliner technopartyreihe durch intervention aus göttingen und münchen leider nur auf platz drei gelandet, aber göttingen war ja selbts in meiner top3 ganz oben – glückwunsch! ;-)

switch stauffenberg!

so, nochmal was dazu, weils hier irgendwie nicht mehr funktioniert und schon auch lustig ist und so…

finanzkrise aktuell!

ihr kennt das ja schon – seit diese finanzkrise unser allabendlicher begleiter in den nachrichten geworden ist, werden wir auch in „der linken“ mit veranstaltungen und texten dazu überhäuft. und ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich meine geneigte leser_innenschaft über das vorhaben bestimmter kreise informiere, nun auch mal eine große demo zu dem thema zu machen. als demo-motto wird ihnen sicher das hier helfen – einfach „finanzkrise“ eingeben und los…
slogan
wie auch immer – morgen ist mal wieder ne veranstaltung:

„Infoabend: Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt
Von der „Finanzkrise“ zum autoritären Staat

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in heller Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie die Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die „Plusmacherei“ (Marx) rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß die Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem generalisierten Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert, Geld, Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche Synthesis als vollendet negative. Das ist gewiß paradox: die unbedingte gesellschaftliche Einheit in der Form des totalisierten Atomismus; ein Paradox jedoch, das im Geld dingliche Gewalt annimmt und als „logisches Rätsel“ (FAZ) erscheint.

In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres eigenen Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer Form, die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik zu therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines paranoiden Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang beschwört und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach vorn anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den Ausnahmezustand, d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes ist der „Preis des Marktes“ als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols auf Leben und Tod erzwungene Opfer der Individuen.

Vortrag von Joachim Bruhn aus Freiburg, Mitglied der Initiative Sozialistisches Forum
Mittwoch, 26.11.2008, 20.00 Uhr
im tristeza

btw: passend dazu und überhaupt mal wieder der hinweis auf sowas!

p.s.: bekifft in der wanne liegend 80er hören ist noch besser als besoffen auf ner jugendantifaparty zu 80ern zu tanzen…

spam und so

aufgrund eines kleinen beitrages von mir, der eine ausufernde diskussion ausgelöst hat, bin ich auf meinen spam-filter aufmerksam geworden, den ich sonst eher vernachlässigte. neben einer handvoll kommentare zu eben diesem beitrag war da v.a. wirklicher spam zu meinen beiträgen mit englischsprachiger überschrift drin. auf platz eins „monday-friday“, auf platz zwei „i won‘t do what you tell me“ und dann noch der zu „ghb&gbl“… also ab sofort nichts mehr auf englisch! :-(
und sonst so? passend zu besagter diskussion auf meinem blog bringt schons einen beitrag zum gsp-catering, ultrassindia dokumentiert das engagement einiger st pauli-fans gegen „alkoholismus“ und revolution gibt nen überblick zum thema blogwelt&finanzkrise
so, nun ist aber schluß mit dem quatsch hier – ich kann ja nicht 24/7 bloggen. außerdem muß ich mich für den festsaal fertig machen.
xtc-ad

top10!!!

endlich – ich habs geschafft – ich bin in den top10. um genau zu sein auf platz 10 der blogsportcharts, aber top10 hört sich einfach besser an… ;-)
top10
die gründe dafür sind so vielfältig wie die inhalte dieses blogs:
da wären einmal die beiträge zum tod von kmer (r.i.p.) und dann noch die berichte von der schnitzeljagd und der marx-herbstschule.
p.s.: zur schnitzeljagd gibts auch wieder was neues.

filme der letzten wochen

ich hab in den letzten wochen ne ganze menge filme geguckt und werd die hier jetzt einfach mal mit kurzen anmerkungen in eine perönliche top10 einordnen:

1.) Leg dich nicht mit Zohan an – großartiger film, solltet ihr auf jeden fall gucken.
2.) Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? – wirklich sehr gut und immer wieder überraschend, besonders als der eine hauptdarsteller einfach so erschossen wird und dann…
3.) Eagle Eye – Ausser Kontrolle – das ende nervt ein wenig aber sonst ganz gut gemachter „staatsfeind nr.1″-abklatsch ohne wirklich böse menschen.
4.) 39,90 – drogen, parties, werbung, billige konsumkritik und zwei verschiedene enden.
5.) The Dark Knight – trotz abgehype ein ganz guter film, solltet ihr aber auf jeden fall im kino gucken!
6.) Factory Girl - drogen, parties, kunst, billige stylekritik und ein nettes ende.
7.) Mirrors - für leute die auf so schockerfilme stehen sicher ganz cool. alle anderen fragen sich, warum der typ nicht nach der ersten nacht den job kündigt…
8.) Mensch, Dave! – richtig billige komödie mit super specialeffects – nichts für leute, die ohne alk und drogen filme gucken wollen. für alle anderen eventuell ein großer spaß.
9.) Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra – die größte enttäuschung in der runde. die nicht vorhandene story zieht sich bis zum abrupten ende. das gegenteil von reißerisch muß nicht langweilig sein, oder?
10.) Der Baader Meinhof Komplex – wie nicht anders zu erwarten ein krasser scheißfilm.

nochmal richtig gucken um mir ne meinung bilden zu können muß ich:
WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf

fundis und kein ende…

aufm maedchenblog gibts einen bericht über nen taz-artikel zu neue google-anzeigen, die z.b. bei der eingabe „abtreibung“ erscheinen. da kommen dann als erstes „pro-life“-seiten christlicher fundamentalisten. wie diese am start sind, können sich jetzt dank brightsberlin auch leute angucken, die am sonnabend in berlin nicht dabei waren. außerdem wurde ein weiterer redebeitrag der gegenkundgebung online gestellt.

am kommenden sonnabend gibts übrigens wieder ne kundgebung gegen religiöse fundamentalisten – diesmal wieder gegen die alljährliche al quds-demo auf dem kudamm in berlin. diesmal gibts zwar keine bündnis-seite, aber trotzdem einen aufruf:

Zusammen gegen den Al Quds-Tag – gegen antisemitische und antiisraelische Hetze

Seit 1979 rufen islamistische Organisationen jedes Jahr zum Ende des Fastenmonats Ramadan weltweit zu Al Quds – Aktivitäten auf. Dabei beziehen sich die VeranstalterInnen auf den Aufruf des damalige iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini, der seine Anhänger zur „Befreiung“ Jerusalems und zur Vernichtung Israels aufforderte. Dieser Tradition folgend wütet der derzeitige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seit Jahren gegen das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig unterstützt das Mullah-Regime mit finanziellen und materiellen Mitteln Aktivitäten radikaler, antisemitisch ausgerichteter Organisationen gegen Israel und seine Verbündeten.
In Berlin wird für den 27. September 2008, wie fast jedes Jahr seit 1996, zu einer Al Quds-Demonstration mobilisiert. Die Zielsetzung ist dabei klar: „Zerstörung des zionistischen Staates“. Dabei legen die Organisatoren besonderen Wert auf die Instrumentalisierung des Israel-Palästina-Konfliktes, um die antiisraelische, antisemitistische und antiamerikanische Ausrichtung zu kaschieren. Trotz unterschiedlicher Meinung zu den Konflikten im Nahen Osten rufen die Organisatoren, Unterstützer und Unterstützerinnen zu einer Gegenkundgebung auf. Diese richten sich gegen:
- die Delegitimierung des Staates Israels
- antisemitische, antiisraelische und antiamerikanische Hetze
- gegen jegliche Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime
- Diskriminierungen und Kriminalisierungen von muslimischen Menschen und anderen MigrantInnen
- die Verwendung von Religionen zur Mobilisierung, als Rechtfertigung und zur Ausübung von Gewalt und Krieg
- jede Art des Fundamentalismus
- jeden Versuch den Holocaust zu leugnen oder zu relativieren

Zeigt mit uns Euren Protest gegen den internationalen Al Quds-Tag am 27. September 2008 ab 13.00 Uhr auf dem Berliner Breitscheidplatz (Ausweichort: Schlüter-/ Ecke Kantstraße).
Wer die Vernichtung Israels fordert, kann nicht für Frieden eintreten!“

use condoms!


extrem billig gibts kondome übrigens bei eis.de. da könnt ihr auch gerade kostenlos nen vibrator, loveballs und nen penis-ring bestellen. (schleichwerbung ende!)

außerdem hab ich mal wieder den untertitel geändert. der neue paßt einfach besser zu dem ganzen christenquatsch, zu dem ich in letzter zeit recht dominant gepostet habe… ;-)
der alte:

„kommunikation ist das a und o…“

indymedia-dokumentation II

ich habe in meinen gestrigen beitrag zu den aktionen gegen christliche fundamentalisten am 20.9. in berlin auch einen indymediabeitrag verlinkt, der sich kritisch mit der am gleichen tag stattfindenden friedensdemo beschäftigt. wie nicht anders zu erwarten (deshalb hab ich ihn auch gleich kopiert), hat die indymedia-moderation diesen beitrag schon wieder gelöscht und mein link läuft somit ins leere. obwohl der zensierte beitrag wirklich schlecht geschrieben ist und, die argumentation insgesamt viel zu kurz kommt und die vergleiche wiedermal total übertrieben sind, dokumentiere ich hier einmal mehr einen „versteckten“ indymedia-artikel. viel spaß!

No Support For Fascists – Keine 20.09 Demo

Autonömchen 08.09.2008 21:35 Themen: 3. Golfkrieg Antifa Militarismus Weltweit
Image

Am 20. September ist es wieder so weit: Wie auch im letzten Jahr findet in Berlin(neben Stuttgart) eine Demo statt, die den sofortigen Abzug der Bundeswehr und aller Streitkräfte aus Afghanistan fordert.
Anders als im letzten Jahr soll es diesmal auch einen „antikapitalistischen Block“ geben, unter anderem organisiert von Gruppen wie der Antifaschistischen Linken Berlin, ARAB, Libertad! Berlin und dem Soli-Bündnis für die Beschuldigten im mg-Verfahren.
Angesichts mit was für Gruppen gemeinsame Sache gemacht werden soll, mit was für Begründungen zur Teilnahme aufgerufen wird, läuft es uns kalt den Rücken runter.

Deshalb rufen wir dazu auf, dieser Demo explizit fern zu bleiben, den antikapitalistischen Block ganz fix abzusagen und sich emanzipatorischeren Aufgaben zu widmen.

Bilder des Grauens – Die Afghanistandemo 2007

Vor fast einem Jahr trafen sich in Berlin die Widerwärtigkeiten, die die deutsche Linke zu bieten hat: Fast jede stalinistische, trotzkistische, maoistische,… Sekte entrollte ihre Fähnchen, gläubige Christen buhlten mit der „Zionismus ist Faschismus“-Fraktion um Aufmerksamkeit. Deutsche AntiimperialistInnen störten sich nicht weiter an den Hisbollah-Fahnen, die Antinationalen hatten kein Problem damit unter so ziemlich allen Nationalfahnen, die von diesem Spektrum als gut angesehen werden zu marschieren und dass auch deutsche Nazis mitliefen ist dann kein qualitativer Sprung mehr.

Besser wird es nicht – Die Afghanistandemo 2008

Dieses Jahr wird dieses Ensemble des Schreckens noch durch einen antikapitalistischen Block angereichert, anonsten bleibt alles beim alten.
Den Aufrufen zu der Demo, ob von Friedens-Inis oder antiimperialistischen Autonomen, ist gemein, dass in ihrer Analyse so Begriffe wie Taliban oder Al-Kaida fast nicht vorkommen. Für das Demo-Bündnis sind sie schlicht nicht existent, sie erwähnen sie im Aufruf noch nicht einmal, damit versuchen sie den Eindruck zu erzeugen, nur der Angriffskrieg der Amerikaner sei schuld; Afghanistan wäre ohne diesen Krieg ein friedliches, demokratisches Land. Daher auch der unglaublich naive Glaube, ein Abzug würde etwas in diesem Land zum Besseren wenden. Wohl wissend, dass wenn schon ein Bündnis der mächtigsten Armeen der Welt es nicht schafft, die Taliban zu zerschlagen, dass eine auf sich allein gestellte afghanische Regierung keinen Tag an der Macht halten wird. Man kann es auch anders formulieren: Den Friedensfreunden ist ein faschistisches Regime, für das Steinigung unter Freizeitaktivität fällt, allemal lieber als ein Krieg der USA, der versucht diese Zustände zu beenden..
Um es deutlich zu sagen: Wir bringen so viel Menschenverachtung, so viel Zynismus nicht auf.

ALB goes „10-Euro-für-den-Widerstand“

Die Radikaleren in diesem Bunde sind weniger plump, dafür aber umso perfider. Sie arbeiten die Existenz der Taliban durchaus in ihre Aufrufe ein, um dann aber ihre Bedeutung abzuschwächen und plötzlich wird der Widerstand zu einer Ansammlung von „fortschrittlichen und sozialistischen Kräften“. Wir möchten nicht bestreiten, dass es dort auch möglicherweise Einäugige unter Blinden gibt, sie haben sich allerdings der Weltöffentlichkeit noch nicht präsentiert. Und selbst wenn es dort auch progressive Kräfte geben sollte, dann sind sie dermaßen marginal, dass es vollkommen irrelevant ist. Die Behauptung dient nur eurer Legitimation dafür gegen diesen Krieg zu sein. Zwar war Afghanistan 1979 das fortschrittlichste Land im Nahen Osten; die progressiven Kräfte wurden allerdings von denen, die ihr jetzt supportet, nach ihrer Machtübernahme liquidiert.
Dieser Widerstand, den ihr „legitim“ findet, wird nach der Machtergreifung wieder das tun, was er früher schon tat, die wenigen Kommunisten hängen, Homosexuelle steinigen und unter die Burka gezwungene Frauen, die sich mit einem Mann treffen das gleiche angedeihen lassen. Wenn das euer „Antikapitalismus“ ist, dann gute Nacht.

Was ihr nicht sehen wollt, ist, dass der Antikriegsprotest früherer Jahre einen fundamentalen anderen Hintergrund hatte als heute. Der Widerstand gegen den Vietnam-Krieg war gleichzeitig Unterstützung für ein sozialistisches, und damit zumindestens ein als progressiv angesehenes, Land. Jeder Widerstand in den Metropolen war ein Schritt hin zum Sieg des Sozialismus im Trikont. Heute hat der Trikont aber nur den Sieg des Klerikalfaschismus im Angebot. Deshalb taugen eure Antworten aus den 1970ern nicht mehr. Das zumindestens könntet ihr in eure Analyse mal einbeziehen.

Was tun?

Die radikale Linke hat leider nicht die Stärke internationale Brigaden zu schicken und das Potential an emanzipatorischen Kräften weltweit ist seit dem Zusammenbruch der UDSSR absolut marginalisiert. Ein Beziehen auf einen „Widerstand“ kommt deshalb nicht in Frage, da er keinen Deut an Verbesserung bedeutet. Vielmehr wäre es an der Zeit, die Situation grundlegend zu analysieren und sich Positionen zu erarbeiten, die nicht eine bloße Kopie des Antiimperialismus der 70er Jahre darstellt.

Und hier konkret: für alle die, die es unvereinbar finden in der einen Woche gegen die Faschisten der NPD vorzugehen und in der nächsten die Faschisten in Afghanistan zu unterstützen: zu Hause bleiben und für´s nächste Jahr mal eine Verhinderung dieses Auflaufs in Angriff nehmen!

Kein Fussbreit den Faschisten, nicht hier und nicht in Afghanistan!
Den Antikapitalistischen Block absagen!
Neue Ansätze und Analysen entwickeln, die der Situation gerecht werden!

P.S. Eine emanzipatorische Aufgabe, die man sich schon am 20.9 vornehmen könnte wäre die Verhinderung des Aufmarschs der „Lebensschützer“ in Berlin!

nippes

nazifilme und linke plakate…

„guckt ihr heute schon die nazifilme von morgen?“

außerdem – nein, das hat überhaupt nichts mit dem zitat zu tun – bin ich bei politischesplakat über folgendes gestolpert und hab mich kurz gefragt, woher ich das motiv kenne:
schons-plakat
es ist mir aber recht schnell eingefallen – einer der beiträge von schons in der kategorie „so jung – so cool“;-)

google-referers

als gläserner bolg will ich euch heute mal meine google-referers der letzten tage und die entsprechenden beiträge präsentieren:

seit einer ewigkeit auf platz eins ist der begriff „feuchtgebiete“ mit verschiedenen zusätzen.

wegen meines gestrigen beitrages gab es auch recht viele mit „Offener Brief Partisanen Litauen“ in verschiedensten variationen.

nicht so oft aber immerhin gab es auch nochmal „flatrave party“, sowie „paul pott“ und „ihr hurensöhne“ – warum auch immer man sowas googelt…

meine beiträge zur volksgesundheit haben „mindestalter für Piercings“ und „rauchverbot im coffeeshop“ zu verantworten und auch „brigitte pick“ und „brokdorf kessel urteil“ wurden gegoogelt.

etwas lustiger wirds bei „technoschnitzeljagd“, denn diesem beitrag habe ich auch „klassensprecher sfe“ zu verdanken.

die „Ringelnattern in Magdeburg“ sind wohl eine kombiantion aus dem und dem hier, während „Whitest Kids – Hitler Rap“ wieder recht eindeutig ist.

auf platz zwei war schließlich „ums ganze bündnis köln“ oder auch „paradise now umsganze“ und ich freue mich schon auf weitere referers.

indymedia-dokumentation

seit tagen habe ich referers von indymedia-seiten, die immer wieder ins „versteck“ führen. nun weiß ich warum – denn dieser hier wurde heute über einen verteiler geschickt:

„“Bandbreite“-Artikel auf Indymedia?
Stefan Gerber 23.08.2008 15:30 Themen: Antifa

Der folgende Beitrag wurde bereits vier mal auf Indymedia gepsotet und jedes mal ohne Begründung gelöscht. Warum der Beitrag gegen die Moderationskriterien verstößt wurde nicht erklärt.
„Kunst darf alles!“ meint der Sänger der duisburger Hip-Hop-Band „Bandbreite“. So rechtfertigt er nicht nur einen verschwörungstheoretischen Song der Band, sondern auch einen homophoben Song in dem er sich über Hitler und andere Nazis „lustig“ macht. Trotz allem hat er natürlich den Anspruch ein „Linker“ zu sein und das macht ihn und die Band interessant für diesen Artikel.
Viele haben sicher schon von der Band Bandbreite und ihrem Song „Selbst gemacht“ gehört. In diesem Song geben sie bester verschwörungstheoretischer Manier ihre Sicht auf den 11.September zum Besten. Nicht etwa islamistische Terroristen haben demnach tausende Menschen ermordet, sondern „die Bush-Administration“. „Inhaltliche“ Rückendeckung holen sich die Jungs von der Bandbriete dabei von Filmen wie „Loose Change“ oder „Unter falscher Flagge“. Auch wenn die „Fakten“ dieser Filme oder ihre wahnsinnigen „Schlußfolgerungen“ schon unendliche Male widerlegt wurden, bringt das die Jungs von der Bandbreite nicht etwa zum Nachdenken. Im Zweifelsfall berufen sie sich einfach auf die Meinungsfreiheit und hauen so Sätze raus, wie „Jeder darf glauben was er will!“. Das sie sich damit regelmäßig jeder Kritik entziehen und denken durch glauben ersetzen kommt nicht von ungefähr. Das ist im Milieu der Verschwörungstheoretiker gängige Praxis und kann insofern nicht weiter überraschen.
Überraschen tut allerdings der umgang so mancher linker Gruppen und Initiativen mit diesen Gestalten. Auch hier scheint bei gewissen Themen jedes kritische Denkvermögen auszusetzen. So fand vor einigen Wochen im YAAM in Berlin ein „Festival“ der Verschwörer-Gemeinde statt und die sonst recht fortschrittliche Kampage „Wir Bleiben alle!“ trat als Unterstützer auf. Zu diesem Thema gibt es eine recht gute Zusammenfassung unter: http://immomentvorbei.blogsport.de
Nun haben sich auch die bürgerlichen Medien der Band „Bandbreite“ angenommen und neben einem Spiegel-Artikel gab es anläßlich eines Auftrittes der Bandbreite in Duisburg einen Artikel über deren Songs und ihre ungewollten Fans – nämlich Neonazis. Der Artikel mit dem dummen totalitarismustheoretischen Titel „Von rinks nach lechts“ dreht sich nämlich nicht nur um die Songs selber, sondern auch um deren Außenwirkung. Auf den Vorwurf, dass Neonazis den Song „Selbst gemacht“ abfeiern (wie übrigens auch die erwähnten Filme), kontert die Bandbreite messerscharf, das ja nicht alles was Nazis auch gut finden würden scheiße ist. Das stimmt natürlich, allerdings ist die entscheidende Frage, warum Neonazis was gut finden. Wenn der Grund inhaltliche Überschneidungen sind (wie im vorliegenden Fall), sollte das schon zu denken geben. Aber wer lieber glaubt, dem fällt das kritische Denken offenbar recht schwer.
Ein weiterer Punkt, der in dem besagten WAZ-Artikel angesprochen wird ist der „lustige“ Text des Songs „Kein Sex mit Nazis“. Da rappt die Bndbreite übder den angeblich schwulen Hitler und seine Beziehung zu Hess und „braune Löcher“. Das ganze ist an Stumpfheit kaum zu überbieten und der Bandbreite fällt dazu nur eins ein: „Kunst darf alles!“ Das sie sich mit disem Song nur wenig von homophoben „Schwuchtel“-Reimen anderer Rapper unterscheiden will den Jungs nicht einleuchten, das „glauben“ sie nicht. Doch wie ist es anders zu versthen, wenn man eine Person die man „dissen“ will als schwul barndmarkt und sich damit über sie lustig macht?

Natürlich ließ es sich die „Bandbreite“ nicht nehmen wiedermal eines ihrer berüchtigten „Statement“-Youtube-Videos zu veröffentlichen – hier läßt sich ihre „Argumentation“ gut nachvollziehen. Die „Systemwächter“ bewerfen sie mit Dreck, weil sie „die Wahrheit“ sagen. Wers glaubt wird selig:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com

Und auch eine der wichtigesten bundesdeutschen Neonazi-Seiten altermdedia berichtet über die Kritik an der „Bandbreite“ und die darauf folgende Solidaritäts-Kampagne:
de.altermedia.info

Mit emanzipatorischer Gesellschaftskritik hat der homophobe „Humor“ der „Bandbreite“ genauso viel zu tun, wie ihre „Wahrheit“ über den 11.September – nichts!

Zu dem ganzen Verschwörungs-Mist rund um die mörderischen Anschläge ist im übrigen das hier zu empfehlen – Screw Loose Change – Not Freakin‘ Again edition

edit: damits das layout nicht so zerhaut und wegen der besseren lesbarkeit, hab ich mal die links ordentlich eingebaut!

„Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus“

nur noch knapp einen monat bis es heißt „köln rocken!“. und in der tat sieht es so aus, als würden wir ein zweites hamburg erleben können – bundesweit gibt es unzählige informationsveranstaltungen, etliche blockadetrainings und auch die eine oder andere vorfeldaktion hat schon von sich reden gemacht.
auf der mobiseite wird außerdem berichtet, dass „die beiden momentan wichtigsten linksradikalen bundesweiten Organisationszusammenhänge das Umsganze Bündnis und die Interventionistische Linke nach Köln“ mobilisieren. und genau darum soll es hier gehen, genauer um die mobilisierung von …ums Ganze!. noch bevor deren aufruf online war, fühlten sich einge blogger_innen bemüßigt über das ug-plakat zu berichten. dabei wurde sich oberkritisch auf einen teil der parole “paradise now! für den kommunismus!” gestürtzt und mit der brücke über den gleichnamigen film z.t. sogar ein antisemitismus-vorwurf konstruiert. neben knes und cosmojl schlägt leider auch der sonst von mir sehr geschätzte schons in die gleiche kerbe. so richtig absurd wirds dann aber spätestens auf dem maedchenblog. eine person namens st_eve leitet den entsprechenden beitrag sinnvoller weise mit folgenden worten ein: „Alter Falter, ich pack’s nicht“. Dem kann ich nur zustimmen und meiner geneigten leser_innenschaft vor der eventuellen lektüre des beitrages den konsum von thc empfehlen, denn anders ist dieser quatsch nicht zu ertragen. nach einer kategorisierung des ug-büdnisses („eine passend zu ihren Schuhen und Sonnenbrillen gelayoutete Mobilisierungs-Kollektion“) gehts wirklich ums ganze: „peinliche Implikationen der Frauenfeindlichkeit und des Antisemitismus wie sie Ums Ganze… forcieren“. Das ist das Urteil und an diesem änderte sich auch nach ca. 70 kommentaren nichts, was wohl v.a. daran liegt, das st_eve´s ausführungen in erster linie einem „flauem Gefühl im Magen“ entspringen. dabei ist sein ganzes geschreibsel ungefähr so stimmig, wie der vorwurf des nationalismus an eine person, die ne deutschlandfahne verbrennt. kommentiert wurde das ganze auch schon recht passend von einblog.
was es sonst so im netz für beiträge und diskussionen zu den aktionen in köln gibt, könnt ihr hier checken. und die berliner_innen unter euch können sich schonmal den 10.9. vormerken – da gibts dann eine veranstaltung im rahmen der mobilisierung gegen den anti-islam-kongress unter dem motto „„Wir“ und die „Anderen“ – Islam, Mehrheitsgesellschaft und Rassismus in Deutschland“ von top-berlin und der gruppe soziale kämpfe.

paul pott bei viva

paul pott hat dank seiner telekom-werbung nun auch in deutschland den status eines superstars. ich hatte euch ja schon hier damit genervt und weil diese rührselige story gestern durch seinen surrealen auftritt bei viva wieder in mein gedächnis gerufen wurde, gibts nun nochmal das hier: