Archiv der Kategorie 'die wunderbare welt des www'

kacke is back!

die kackbratze is back und steigt wieder mit steilen thesen in die blogsportdisku ein.
deshalb hier mal ne klitzekleine zusammenfassung, was bisher so zu ihm veröffentlicht wurde:

via bauhaustapete

kacknazi
via lederniercri

hat noch wer was besseres? los gehts: kackbratze mobben!

solidarität muß praktisch werden…

alle die sich irgendwie mit der aktuellen situation im iran beschäftigen bzw. beschäftigt haben können nun mal was ganz praktisches machen und eventuell bringt das sogar irgendwas…

„Heute bekommen. Klingt gut. Wer sich damit auskennt, nur zu!

Falls ihr einen Twitter-Account besitzt, besitzen wollt, oder damit leben könnt einen zu besitzen: Geht auf die Settings Seite und stellt eure Zeitzone auf GMT +3.30 und den Ort auf Teheran um bzw. ein. Die iranischen Sicherheitskräfte sind auf der Jagd nach Bloggern, indem sie den Zeitzonen- bzw. Ortsangabenfilter verwenden. Desto mehr Leute sich in dieser Zeitzone befinden, desto mehr Schwierigkeiten haben sie dabei, die Internetverbindungen der (bloggenden) Iraner zu unterbrechen.

Bitte leitet diese Nachricht an möglichst viele Leute weiter!

Übersetzungen in andere Sprachen erwünscht!

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Passed on from a friend-If you have a Twitter account, set your location to Tehran and your time zone to GMT +3.30. Security forces are apparently hunting for bloggers using location/timezone searches. The more people at this location, the more of a logjam it creates for forces trying to shut down Iranians‘ access to the internet. Cut, paste and please pass it on to everyone you know. By the way it takes two minutes to create an account.

Please translate this into your language(s)!“

außerdem sollte man mal siemens in die fresse boxen!
für den kommunismus!

bdv. schmidt. pur. scheisse.

pink rabbit am 23.mai in berlin:

PUR, Bratwurst, Grundgesetz….Teil 1

PUR, Bratwurst, Grundgesetz – Teil 2

(via)

„(…) ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Freiheit.“

Henkel: Linksradikale demonstrieren gegen Republikgründung – CDU-Fraktion bekräftigt Forderung nach Rundem Tisch gegen Linksextremismus

Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank HENKEL, erklärt:

„Die Ankündigung von radikalen Linken, am 23. Mai gegen den 60. Jahrestag der Gründung der Republik Deutschlands protestieren zu wollen, ist unerträglich. Dieses Vorhaben verurteilen wir aufs Schärfste. Denn unser Land garantiert jedem ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Freiheit. Es ist heuchlerisch, einerseits Nutznießer dieser Vorteile zu sein, und andererseits gegen unser bewährtes System anzukämpfen.

kotti
Foto von Frank Henkel

Innensenator Körting und Polizeipräsident Glietsch haben insbesondere durch die unzähligen Anschläge auf das Eigentum anderer und ihrem Versagen am 1. Mai dazu beigetragen, dass die radikale Linke wieder zu ihrer zerstörerischen Kraft zurückfinden konnte. Sie haben zugelassen, dass sich immer mehr rechtsfreie Räume bilden konnten, und in Kauf genommen, dass die Sicherheit und die Freiheit der Berlinerinnen und Berlin massiv eingeschränkt wurde.

Mit Körtings Verharmlosungsstrategie muss endlich Schluss ein. Wir bekräftigen daher unsere Forderung an den Innensenator, einen Runden Tisch gegen Linksextremismus einzurichten. Denn gegen Linksradikalismus und Linksextremismus muss genauso entschieden vorgegangen werden, wie gegen derartige Auswüchse auf der rechten Seite des politischen Spektrums.“
(leicht veränderte dokumentation der pm)

23. mai: no-go-areas für demokraten!

ach ist das schön:

„Linke demonstrieren gegen 60. Jahrestag der Republikgründung

Berlin (ddp-bln) Ein Bündnis aus 30 linksradikalen Gruppen und Initiativen will nach eigenen Angaben am 23 Mai zum 60 Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland in Berlin gegen «Staat, Nation und Kapital» protestieren.

Berlin (ddp-bln). Ein Bündnis aus 30 linksradikalen Gruppen und Initiativen will nach eigenen Angaben am 23. Mai zum 60. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland in Berlin gegen «Staat, Nation und Kapital» protestieren. Nach Angaben der Veranstalter vom Dienstag steht die Demonstration unter dem Motto «Etwas besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit». Die sogenannte antinationale Parade soll um 18.00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte beginnen und zur Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg führen. Laut Polizei rechnet der Veranstalter mit 1100 Teilnehmern.

Der Fraktions- und Landesvorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, sagte, die Ankündigung von radikalen Linken für eine Demonstration zum 23. Mai sei «unerträglich». Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Polizeipräsident Dieter Glietsch hätten unter anderem mit ihrem Versagen am 1. Mai dazu beigetragen, dass die radikale Linke «wieder zu ihrer zerstörerischen Kraft zurückfinden konnte». Henkel bekräftigte die Forderung der CDU-Fraktion, einen Runden Tisch gegen Linksextremismus einzurichten.

Die Bundesregierung lädt die Bürger für den 23. Mai aus Anlass der Verabschiedung des Grundgesetzes vor 60 Jahren zu einem Bürgerfest rund um das Brandenburger Tor.“ (quelle)


(rockstar)

umsganze.de

…ums ganze! zieht um – link ändern:
ug.de

radikales world wide web

während aktuell dran gebastelt wird, das internet nicht nur per razzien, sondern auch technisch per filterlisten zu zensieren, möchte ich etwas verspätet anlässlich des 20 jahrestages der geburtsstunde des www an das wohl erste transparent auf einer linksradikalen demo erinnern, auf dem eine internetadresse stand. heute ist das ja was alltägliches: gruppen, kampagnen oder selbst offene zusammenhänge haben ne mail-adresse und ne internetseite oder wenigstens nen blog. die werden dann natürlich auch auf sämtliche veröffentlichungen, wie flyer, plakate und eben auch transparente gepackt, denn man will ja das die dem projekt geneigten menschen mit einem kontakt aufnehmen oder sich schlicht weiter informieren können.
das erste transparent auf einer linksradikalen demo (und wahrscheinlich auf einer demo überhaupt) mit einer internetseite drauf wurde am 16.12.95 durch hamburg getragen. anlass der demo waren u.a. hausdruchsuchungen und verhaftungen gegen menschen, denen vorgeworfen wurde an der erstellung und verbreitung der linksradikalen zeitschrift radikal beteiligt gewesen zu sein. auf dem transparent waren dann für die meisten anwesenden eher unverständliche hieroglyphen zu lesen und es dauerte ne weil, bis sich rumgesprochen hatte, das es sich dabei um ein „internetadresse“ handelt, unter der die letzten ausgaben der bösenbösen radikal angeguckt werden können – wenn man denn einen computer und zugang zu diesem ominösen internet hat. es handelte sich somit auch um ne ganz praktische aktion gegen die durchsuchungen, denn so wurden die verbotenen inhalte, die ja auslöser der staatsaktion gewesen waren, weiter verbreitet und dem zensurvorhaben ein schnippchen geschlagen:
radikal-transparent
die demo selber war mit 5000 leuten gut besucht und weil die cops auch damals schon die innenstadt absperrten und damit die demo extrem einschränkten wurde sie kuzerhand aufgelöst und mehr als 1000 menschen machten rabatz in der weihnachtlichen innenstadt. immer wieder formierten sich kleinere spontandemozüge mit bis zu 200 teilnehmer_innen, die dann auch ab und an aufeinandertrafen und eine kurze strecke zusammen mit dann bis zu 500 menschen zurück legten, bis sich wieder zerstreut und an anderer stelle wiedergetroffen wurde. die cops waren damit total überfordert und es ging auch einges kaputt in der glitzerglitzerwelt der einkaufsstraßen.
ein weiterer teil der recht ansehnlichen antirepressionsarbeit zu diesen verfahren bestand dann auch in einer neuen zeitung, die regelmäßig über den stand der dinge informierte. der name war passender weise „radikale zeiten„…

jappy?

immer nur flyer auf der straße verteilen ist irgendwie blöde – v.a. wenn es regnet. eine gute alternative bietet da die digitalen propaganda. nun muß man natürlich gut überlegen wo es sich lohnt aktiv zu werden. bei blogsport ist das ja wie bei so linken foren eher ne familien-geschichte – man schreibt für und diskutiert mit der wahlfamilie (also der „linken“ szene) natürlich inklusive der nicht besonders geliebeten schwager und den cousinen dritten grades. ne andere möglichkeit sind diese ganzen vz-geschichten: normale menschen erreicht man über meinvz, studis über studivz und die jugend über schülervz (wobei die bei „extremistischen“ inhalten auch schnell mal löschen). die eher musikorientierten treiben sich, wie auch viele andere dann eher bei myspace rum und dann gibts da auch noch jappy – eine mischung aus großraumdisko und vormittagstalkshow. wenn man ne gute toleranzschwelle hat kann das ganz unterhaltsam sein und für alle die sich das noch nie selber reingezogen haben hier mal ne kleine zusammenfassung einer jappy-userin, die uns zeigt was sie in 3 wochen bei jappy so erlebt hat:

„rd 1050 profilaufrufe, rd 175 gästebuch-einträge

260 erhaltene nachrichten, 1 nachricht beantwortet

„würdest du dich trauen, mir mit deinen schuhen auf meinem gesicht rumzulaufen? also draufstellen und drüberlaufen?“
„hi, bin öfter mal in berlin. haste lust auf was spontanes?“
„du liebst sicher schwänze. so wie du aussiehst.“
„lust auf kommen. ficken. gehen?“
„schlagsahne oder schokosauce?“
„welch eine geile sau“
„selten sowas geiles gesehen.“
„was bist du n für ne olle? denkst du etwa, du kannst die kerle geil machen?“

standardnachrichten: hallo, na wie gehts, was machst du so

meine betitelungen: bunny, chica, schickse, geile sau, sweety, hure, etc.

gb-analyse:
165 mal kiss
26 mal rosen
24 mal „schönen tag“, …-wünsche
23 mal halbnackte frauen (aber nur drei halbnackte männer)
18 mal „gb back?“
20 mal kleine kätzchen, hündchen, etc
9 mal herzen
5 mal kuscheltiere
3 mal kleine kinder
2 mal einhörner

jenny sagt danke!
____________________

beliebtes nickname-zubehör:
namenszusätze (styler, rambo, …nator, bull…, chill…), besondere beachtung der groß-und kleinschreibung (stYyler, KiLlER,…), zahlenkombinationen (vorname+zahlenkombination), gebrauch von satzzeichen, vermischung der deutschen sprache mit englischen wortfetzen (empfehlung: „deutsch for sale“, spiegel vom 02.10.06)

typischer jappy-mann:
darstellung mit sonnenbrille (siehe auch schlagersänger heino), kapuzenpullover (bevorzugt werden streifen-optik, neonprächtige farben und sinnlose grafische muster), oft ist nur eine gesichtshälfte zu sehen (mögliche verdeckung einer fazialisparese), hat seine kamera so lieb, dass sie gleich mit aufs foto musste (vermutung liegt auf materialfetischismus), beliebt sind kopfbedeckungen wie, kapuze, cappy, etc. (es war ein strenger winter), ernstes gesicht (siehe auch catwalk), gelfrisur (vorbild ist der igel)“

planetcopy

wer heut schon aufm planeten war, wird hier nichts überraschendes finden!

pflichtpost – „schläger in uniform – polizeigewalt wird kaum verfolgt“:

viaviaviaviavia

endlich lösung im nahostkonflikt – thx!:

da hat wohl einer von forrest gump geträumt:

aka die, wo gerade angesagt sind…

in der banausenrepublik wurde sich die frage gestellt, wo „wo sich die Szene “trifft““ und gleich noch ne technische antwort gegeben, damit wir alle nicht mehr „den kompletten Planeten durchzuscrollen“ müssen um das rauszufinden. damit auch ich nun zu den „Obercheckern der community“ gehöre, hab ich „dieses trendy web 2.0 feature“ in meinen blog integriert und dafür den code benutzt:




danke!!! ;-)

gegen die herrschaft der falschen freiheit!

nachdem die erste veranstaltung der top-reihe zu „kultur. ideologie. nation.“ hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier teilweise zu recht kritisiert und diskutiert wurde, gibts bei der top nun einen neuen lesenswerten text zum thema:

Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

Antinationale Kampagne des ›…ums Ganze!‹-Bündnisses gegen das Superjubiläumsjahr 2009

Überall Freiheit
Im Jahr 2009 feiert sich Deutschland anlässlich seiner beiden großen Jubiläen – 60 Jahre Grundgesetz und 20 Jahre Mauerfall – als freie und geeinte Nation. ›Freiheit‹ und ›Einheit‹ sind die Leitmotive nationaler Selbstvergewisserung, die durch Presse, Zivilgesellschaft und Kulturindustrie ausgestaltet werden. Selbst die globale Krise des Kapitalismus liefert weitere Argumente für das ›Modell Deutschland‹. Denn hier soll der Kapitalismus unter dem Ordnungsmodell der ›sozialen Marktwirtschaft‹ eingehegt werden. Sie soll Lohnabhängige, Unternehmer und alle Übrigen in gemeinsamer Arbeit für Deutschland zusammenführen.

Überall Freiheit?
Das vergleichsweise gute Image der Berliner Republik wirkt plausibel im Kontrast zur staatlichen Vernichtungsmaschinerie des Nationalsozialismus und zum piefigen Sozialismus der DDR. Werden diese noch gleichgesetzt in der Rede von “den zwei deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts”, erscheint die Bundesrepublik tatsächlich als der liberalste Gewaltmonopolist, der jemals deutsche Pässe ausgegeben hat. Doch damit fängt die Arbeit der Kritik erst an. Denn zu kritisieren ist die real existierende Gesellschaftsordnung des demokratischen Nationalstaats. Krisen, Armut und Existenzangst entstehen in demokratischen Staaten nicht durch falsche Politik oder die Gier irgendwelcher Manager, sondern viel grundsätzlicher durch die Art und Weise, wie diese Gesellschaft ihre Menschen organisiert. Dass inmitten staatlich garantierter Freiheit ständig drückende Abhängigkeit und Ohnmacht entstehen, zeugt nicht von schlechter Politik, sondern von den verselbständigten Zwängen der kapitalistischen Produktionsweise, deren Verwaltung seit 200 Jahren Aufgabe der Politik ist. Allgemeine Ohnmacht durch allgemeine Freiheit – das ist das Paradox und Kennzeichen der Welt von Staat und Kapital.

Risiken und Nebenwirkungen der falschen Freiheit
Dass gerade staatlich garantierte Freiheit die Quelle von Unfreiheit und Ohnmacht sein soll, ist erklärungsbedürftig. Schließlich beansprucht der bürgerliche Staat ja gerade, mit seinem allgemeinen Recht die Freiheit jedes Einzelnen mit der Freiheit aller anderen zu versöhnen und so insgesamt größtmögliche Freiheit zu verwirklichen. Die staatliche Garantie allgemeiner Freiheit bewahrt diese ›Einzelnen‹ nicht nur vor unrechtmäßigen Übergriffen. Die allgemeinen Gesetze, das bürgerliche Recht, befreite die Menschen aus persönlicher Herrschaft. Doch unterjocht wurden sie einem viel umfassenderen Zwang: dem unaufhörlichen Zwang zur gesellschaftlichen Konkurrenz als vereinzelte Individuen, dem Zwang zur Selbstverwertung und zur Ausnutzung anderer. Die allgemeinen Gesetze – die des Rechts und die der Warenproduktion – entfalten als unpersönliche Herrschaft einen stummen Zwang, der dem freien Menschen zur zweiten Natur wurde.

Freiheitlich-demokratische Grundordnung und soziale Marktwirtschaft bestätigen vor jeder sozialpolitischen Wohltat zuallererst die gesellschaftliche Konkurrenz der Menschen als Privateigentümer, die auf eigene Rechnung und eigenes Risiko wirtschaften. Gesellschaftlich stiftet die kapitalistische Produktionsweise einen für alle Menschen unmittelbar lebensbestimmenden Zwang, dem sie sich eigenverantwortlich unterwerfen müssen, einen endlosen Zwang zum Selbstzwang. In der Konkurrenz der Lohnabhängigen um Arbeitsplätze, der Unternehmen um Marktanteile und der Standorte um Investitionen verwirklicht sich der kapitalistische Verwertungszwang global als unpersönliches Prinzip gesellschaftlicher Herrschaft. Weil die Menschen nicht nach Bedürfnis und Plan produzieren dürfen, sondern mit ihren jeweiligen Leistungen am Markt als Konkurrenten gegeneinander antreten müssen, bleibt ihre Lebensgrundlage den blinden Marktmechanismen unterworfen. Die gegenwärtige Rezession offenbart das, was immer gilt, in grellen Farben: Krisen sind im Kapitalismus keine Betriebsunfälle, sondern ein wiederkehrender Effekt der privaten Konkurrenz, in denen sich diese Gesellschaftsordnung erneuert.

Nationale Schicksalsgemeinschaft
Die globale Konkurrenz trifft die ökonomischen Subjekte nicht unvermittelt. Konkurrenzchancen sind von Erfolg oder Misserfolg der nationalen Reichtumsproduktion in der Weltmarktkonkurrenz abhängig. Denn im unbestechlichen Weltmarktvergleich der Leistungen und Potentiale eines Standorts entscheidet sich täglich aufs neue, ob und in welchem Umfang dieser auch zukünftig als Verwertungszone des Kapitals in Frage kommt. Bevölkerung und Staat bilden damit eine reale nationalökonomische Gemeinschaft in der Weltmarktkonkurrenz. Gefühl und Gewissheit nationaler Zusammengehörigkeit sind also keine bloßen Hirngespinste. Sie sind Ausdruck der ganz realen Abhängigkeit des Individuums vom ökonomischen Schicksal ›seines‹ Staates.

Gegen die wiederkehrenden Bedrohungslagen gesellschaftlicher Konkurrenz entwickelt sich die Ideologie nationaler Schicksalsgemeinschaft klassenübergreifend als vermeintlich vorpolitische und außerökonomische Anspruchsgrundlage auf Solidarität und staatliche Fürsorge in der Not. Paradox ist dieser Impuls, weil der Staat die Rahmenbedingungen der Konkurrenz sichert und zugleich das Gegengift zum Konkurrenzzwang liefern soll. Im nationalen Appell ans gemeinsame Schicksal soll der Staat genau das gewährleisten, was seine Gesellschaftsordnung ständig in Frage stellt: ein Leben ohne Angst und Mangel.

Nationale Identitätsarbeit
Die strukturellen Bedrohungen des verstaatlichten Individuums spiegeln sich in versichernden Imaginationen kollektiver Identität wider. Als Substanz nationaler Einheit wird ein selbstverständlicher, ursprünglicher Zusammenhalt vorgestellt. Für das nationale Identitätsbegehren ist es zweitrangig, wie dieser Zusammenhalt inhaltlich begründet wird, ob in natürlicher Anlage, Kultur und Geschichte, oder in einem völlig diffusen ›Gefühl‹ und ironisch gebrochen. Entscheidend ist der ideologische Ertrag der nationalen Identitätsarbeit: der Anspruch und die Gewissheit unverbrüchlicher Zusammengehörigkeit. In wiederkehrenden Ritualen nationaler Kommunion (von Nationalfeiertagen bis zu Fussballländerspielen) inszeniert und genießt sich diese Gewissheit und befriedigt die Sehnsucht nach schützender Identität. Deshalb ist dieser vitalen Imagination mit Einsicht kaum beizukommen, deshalb auch ist es beinahe egal, welches ›Kulturerbe‹ als nationale Referenz geltend gemacht wird, ob Otto der Große, Volkswagen oder Graf Stauffenberg. Entscheidend ist die ideelle Überwindung der realen gesellschaftlichen Spaltung.

Die gegenwärtige Rede von den ›Herausforderungen der Globalisierung‹ ist der Imperativ, der zur ständigen Selbstaktivierung der nationalen Gemeinschaft aufruft. Jedem droht jederzeit das Urteil der Untauglichkeit fürs nationale Projekt. Je brüchiger der tatsächliche Zusammenhalt, desto dringlicher wird die Rückversicherung auf die nationale Identität und desto gnadenloser der Hass auf die, die dem nationale Fortkommen im Weg stehen.

Etwas besseres als die Nation
Die Unsicherheit und Verzweiflung, die die kapitalistische Konkurrenz tagein tagaus produziert, und die stumpfen, armseligen Entschädigungen, die sie bietet, lassen nur einen Schluss zu: Es lohnt sich nicht, die Welt von Staat und Kapital zu reformieren. Das Ding ist verkorkst. Wo die Grundlage der Gesellschaft, die Produktion des gesellschaftlichen Reichtums, als feindliche Konkurrenz der Privateigentümer und der Standorte organisiert ist, erscheinen Leistungszwang, Hierarchie und nationale Identität als naturwüchsige Bestimmungen des Menschen. In Wahrheit aber sind sie nur Ausdruck der systemischen Zwänge kapitalistischer Verwertung. Nichts garantiert, dass diese Zwänge jemals durchbrochen werden. Doch was sich da gegen die Menschen verselbständigt, bleibt Menschenwerk. Es kann durch eine Ordnung überwunden werden, in der private und nationale Konkurrenz keinen Sinn mehr haben, weil der gesellschaftliche Reichtum solidarisch erarbeitet wird.

Das schöne Leben ist nur gegen die herrschende Gesellschaftsordnung zu verwirklichen, gegen den Verwertungszwang des Kapitals und gegen den Staat, der die falsche Freiheit garantiert und das allgemeine Glück verhindert. Die Freiheit, die wir meinen, heißt Kommunismus. „

außerdem gibts auch nen neuen blog zum thema „falsche freiheit“

überall rosa häschen…

während mitte februar der pink rabbit von nfj die mohrenstraße umbenannt hat, gibts da noch dieses andere rosa häschen;-)
videos zum berliner original via helen m.:

kommunismus ist trendy!

„Auf blogsport macht sich eine Seuche breit. Die Seuche des sexy Kommunismus. Selten hat ein Projekt in so kurzer Zeit eine solche Beliebtheit erreicht. Mindestens 10 Beiträge sind der Jury mittlerweile bekannt.“

mit diesen worten startete heute der neue blog http://sexykommunismus.blogsport.de/ und zur zeit sinds schon etwa 20 beiträge… da hier von „jury“ die rede ist, wirds wohl demnächst ne entscheidung geben, aber erstmal noch der hinweis auf die bisherigen teinehmer_innen und den ursprung bei schlaraffenland:
biber, stalker1, wendy, lampe, ärgernis, aftershow, tekknoatze, schildkröte, wendy2, dorfdisco, stalker2, bluntknife, idep, dontpanic ganymed, rockstar, f*cking queers und narodnik.
ach ja, und dit is meins:
che is trendy
wer mitmachen will – hier gibts ne vorlage! ;-)
edit: und es geht weiter, weiter, weiter, weiter, weiter, weiter, weiter

außerdem hat die prinzessin angeregt durch die veranstaltung gestern (was war da eigentlich los?) zwei „nette“ werbespots gepostet. während place2be auch nur den von pfanni gepostet hat, leg ich mal mit dem vw-ding nach, das gestern auch schon thema war, weil die 60 und 70 nicht unterscheiden können:

ich widme das mal lampe und ne version mit mehr „gemeinsam“-text gibts hier.

„paralleluniversum blogsport“ oder „geh mal schlafen i*m*v!“

alle denen zu recht scheißegal ist, wer wendy ist und was der so macht oder warum ich mit wem digitalen stress habe, mögen bitte am ende dieses satzes aufhören zu lesen und beim nächsten posting wieder reinschauen… ;-)
so, du bist noch dabei und hast bock auf einen kurzen blick in die abgründe eines klugscheißers, der zwar gerne austeilt, aber bei etwas kontra zum hosenscheißer mutiert und leuten mit methoden begegnet, die er selber noch kurz davor strikt abgelehnt hat? here we go!
ja, es geht um wendy - diesen sympathischen menschen, der selber von sich behauptet nur kurz auf diesem blog hier zu verweilen um mich zu beleidigen. das dieser wendy ne leseschwäche hat oder schlicht nicht weiß was ne drohung ist, hat er in der vergangenheit schon hier beweisen, aber offensichtlich nichts draus gelernt. deshalb gehts nun richtig rund, aber fangen wir mal von vorne an. wendy regte sich auf seinem blog über den „linken pöbel“ auf, der es gewagt hatte den hack der seite von elsässer zu dokumentieren oder gar klammheimliche freude darüber kund zu tun.
wendy meinte, das dieses vorgehen zeigen würde, das die leute die das gemacht haben oder gut finden „lieber draufhauen, verbieten und hacken anstatt eine Kritik zu formulieren“. dazu gabs dann einiges hin und her, aber wendy blieb dabei, dass es nur ums argumentationslose „mundtot machen“ des politischen gegners gehen würde – was er angeblich ablehnt. schon hier wird deutlich, das der arme wendy keine ahnung hat, wie das web in dem er ja selber aktiv ist funktioniert. der elsässer hat natürlich nicht nur eine seite, sondern noch genug andere stellen um seinen reaktionären mist zu verbreiten. bei dem hack handelt es sich also ganz offensichtlich um eine symbolische aktion. darüber hinaus wird auch durch dieses posting hier von mir nochmal deutlich, das es nicht ohne weiteres möglich ist den politischen gegner „mundtot“ zu machen, weil der dann vielleicht gelöschte kommentare einfach bei sich rein stellt. denn im weiteren verlauf der debatte bei wendy kam es zu unschönen szenen, die im löschen eines meiner kommentare und einem peinlichen statement wendys dazu, ihren vorläufigen höhepunkt fanden. was war passiert? die debatte plätscherte so vor sich hin, als wendy wenig überraschend mich und andere als arschloch oder auch antifa-spasti bezeichnete. meine reaktion darauf wurde dann von ihm als „linksdeutsche moral“ abgetan und dann kam was, was den armen wendy total aus der bahn geworfen zu haben scheint. mein antwortkommentar auf den moralvorwurf wurde mit den worten „Deutschland halts Maul! – Die Schriftleitung“ gelöscht. zuerst hab ich gelacht, dann hab ich mich gefragt ob dieses „die schriftleitung“ nur mich an altermedia erinnert und schließlich war ich fest davon überzeugt, dass der arme wendy gehackt wurde. wurde er natürlich nicht. statt dessen schob er eine „begründung“ hinterher, die bei mir berechtigte zweifel an seinem geisteszustand aufkommen lassen. eine erklärung warum er nun das macht, was er noch zuvor in der gleichen debatte strikt abgelehnt hat, blieb er zwar schuldig, dafür fantasierte er in gewohnt ausfallender sprache über „drohungen“ und die „linke volksgemeinschaft“ aus der er sich durch mich und meinen kommentar wohl ausgeschlossen fühlt. aber lassen wir ihn mal selber zu wort kommen:

„Warum muss ich mich eigentlich nach so einem Beitrag und 50 Kommentaren schon wieder von einem merkbefreiten, linksdeutschen Zombie wie “im*moment*vorbei” bedrohen lassen?
Ich finde es interessant, dass einen schon die Verwendung des Wortes “konterrevolutionär” zum Quasi-Gulag-Wärter macht, während die handfeste Hatz auf ex-linke Szene-Verräter (den Hacks ist ja ein Überfall auf eine Veranstaltung zuvorgegangen) niemanden zu stören scheint.
Und wenn man sich nicht vor jeder Äußerung erstmal von Elsässer kritisiert, dann ist man schon ein “Bruder im Geiste”.
Mein Blog ist mir zu schade, als dass ich von besinnungslosen Deutschen wie “im*moment*vorbei” vollgespammt sehen will. Den letzten Kommentar, der sich weder in den Rechtschreibfehlern noch in der erklärten Weigerung, ein Argument als ein solches anzuerkennen und darüber zu diskutieren, sondern nur in einer wirren Drohung von den anderen unterschied, habe ich dementsprechend gelöscht. Ich denke, so werde ich in Zukunft weiterverfahren. Ich hab’ mir ja hier mehrmals die Mühe gemacht, inhaltlich auf ihn einzugehen.
Das der Ausschluss eines Individuums aus der linken Volksgemeinschaft die theoretische Vorarbeit zur realen Jagd auf sie darstellt, hat die Gruppe “Waffe der Kritik” bekanntlich schon länger aufgeführt.
Das Geplapper von “im*moment*vorbei” verliert in diesem Kontext seine kindhafte Banalität. Wie man seiner Meinung nach mit Ex-Linken wie Elsässer zu verfahren hat, hat er hier ja lang und breit beschrieben.“(die links in seinem beitrag las ich mal weg, geht halt bei bedarf rüber und klickt euch da durch.)

nur am rande – es waren nicht „hacks“, sondern einer (oder hab ich was verpaßt?) und der angriff auf besagte veranstaltung richtete sich offensichtlich gegen die anwesenden neonazis und antisemiten, aber egal…
warum nun diese ganze aufregung und das geschwafel von „besinnungslosen Deutschen“ und „einer wirren Drohung“ wird sich der geneigte leser und die geneigte leserin nun fragen, wenn das ganze nicht eh schon als äußerst durchsichtiges und verkommenes manöver erkannt wird. auf wendys blog bleibt die frage offen, denn der hat den kommentar ja gelöscht – vermutlich damits nicht ganz zu albern wird. deshalb nun hier – exklusiv auf http://immomentvorbei.blogsport.de die abschrift des kommentars aus meinem gedächtnis. ich kann natürlich nicht für jedes wort meine hand ins feuer legen, aber zeimlich genau das hier hatte ich beim armen kleinen bedrohten wendy geschrieben:

„nenns moral oder auch nicht – wobei ich mich frage was „linksdeutsch“ nun schon wieder damit zu tun haben soll. (mach ma den projektor aus, oder siehste dann garnichts mehr?)
auf jeden fall hab ich keine lust mit leuten zu diskutieren, die aufgrund (post?)pubertärer hormonschübe in jedem dritten kommentar mit blöden beschimpfungen um sich werfen. ja, du bist der geilste und hast es voll drauf. alle anderen (außer dem gsp) sind arschlöcher, spastis oder saudumm. aber du wirst schon sehen, was du und deine genossen von diesem stil haben werden. alle anderen wissen es eh schon… ;-)

wendys reaktion auf diese zeilen zeigen, das er nicht nur sich, sondern auch mich um längen überschätzt. selbst wenn man seine interpretation des gelesenen teilt und nicht einfach denkt „stimmt, wer leute als spasti bezeichnet und immer nur die eigenen argumente auch als solche zählen läßt, wird einfach nicht mehr ernst genommen und mit dem will auch keiner mehr diskutieren oder was zu tun haben.“, bleibt die frage wie ich das alles umsetzen sollte, was er mir da vorhält. wer diesen blog hier sieht, weiß das ich technisch nicht in der lage bin wendys blog zu hacken. wer mich sieht weiß das ich nicht in der lage bin ihm auf die mütze zu hauen und ne kleine privatarmee hab ich leider auch noch nicht. und wer wendy kennt, weiß das er diesen aufwand auch garnicht wert wäre.
bleiben zwei erkenntnisse: wendy ist ungefähr so souverän wie diese kleinen kinder aufm spielplatz, die immer die anderen ärgern und dann laut rumschreien und sich beschweren gehen, wenn mal einer entsprechend reagiert. und ich hab ein eindeutiges schlafproblem, was ich schnell in der griff bekommen sollte, denn mein aktueller schlafrhytmus läßt sich mit den standartlohnarbeitszeiten einfach nicht vereinbaren. gute nacht! (2.55 uhr) ;-)

links ausmisten…

nachdem dort schon länger nicht viel mehr als die obligatorischen bergahinflyertexte gepostet wurden, ist die crisco connection nun offensichtlich ganz im nirvana verschollen. das hat mich dazu gebracht mal wieder die linkliste auszumisten. auch gender-killer, graffiti hates germany und edelranz sind dabei rausgeflogen, weil die seiten schlicht tod zu sein scheinen. doch keine angst – zumindest der pferdeflüsterer von der cc kann das bloggen nicht lassen. wobei er ab und an das gute keta mit koks zu verwechseln scheint und dann im völligen rausch sogar so frech ist auf dem besten derzeitigen berliner blog über die beste derzeitige berliner technopartyreihe zu lästern… wer sehen will, was er nun sonst noch so macht, sollte einfach mal hier vorbeiklicken.
außerdem seid ihr alle angehalten hier mal ein paar vorschläge zu posten, wer die frei gewordenen plätze in meiner linkliste ausfüllen sollte – los gehts!