Archiv für Juni 2010

der rest ist karaoke

vom tubebox-song zur fusion-hymne 2010. „und davon handelt dieses lied…“. wahrscheinlich schon jetzt der größte sommerhit, den es jeh gab:
frazy von synapsenkitzler

buchtipp des tubebox-djs: masse und macht

auf gehts, ab gehts…

kein bund fürs leben!

die sdaj ist zwar ne reaktionäre gurkentruppe, aber hier haben sie mal ein paar witzige sachen zusammen geschnitten:

und wem die „kritik“ am ende des filmchens zu billig ist, dem sei ein blick hierrauf empfohlen!

die provinz und die nazis…

ein recht lesenswerter artikel in der zeit:

„Antisemitismus in Sachsen-Anhalt – Angriff auf Noam

In einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt wird ein jüdischer Junge an einer Bushaltestelle verprügelt. Warum werden die Hintermänner von vielen Menschen im Ort gedeckt?

Als Noam Kohen am 16. April mit dem Regionalzug aus Naumburg zurückkehrt, ist sein Leben in Deutschland noch in Ordnung. Es ist 18 Uhr, er kommt vom Friseur, alles sieht nach einem ganz gewöhnlichen Abend aus. Ein paar seiner Schulfreunde sitzen an der Bushaltestelle vor dem Bahnhof in Laucha, Sachsen-Anhalt. Noam setzt sich zu ihnen. Kurz darauf kommt Alexander P. vorbei. Er ist 20 und trägt Glatze. Ohne Warnung schlägt er Noam ins Gesicht und brüllt: »Geh zurück, wo du hergekommen bist. Du Judenschwein!«
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Noam versucht zu fliehen, rennt die Straße hinunter. Alexander P. verfolgt ihn, zerrt an der Jacke des Jungen, wirft ihn zu Boden, schlägt und tritt ihn. Sechs Zeugen sehen dabei zu, sie versuchen den Täter stoppen – »verbal«, wie es später im Polizeideutsch heißen wird. Sie greifen nicht ein. Bis ein Autofahrer anhält und Noam rettet.

Noam ist vor acht Jahren mit seiner Mutter und seinem Bruder aus Israel nach Laucha gezogen. Seine Mutter hatte sich während eines deutsch-israelischen Sportleraustausches in den Deutschen Olaf Osteroth verliebt. Noam ist nicht der richtige Name ihres Sohnes, den echten will sie nicht in der Zeitung lesen. Noam ist 17. Und seine Mutter hat Angst um ihn.

Olaf Osteroth, Noams Stiefvater, sitzt in seinem Jeep vor dem Bahnhof und zeigt auf den Tatort. Es regnet, graue Häuser säumen die Straße. Menschen sind nicht zu sehen. Laucha liegt an der Unstrut, mitten im Weinanbaugebiet, die Landschaft ist lieblich. Osteroth will gerade weiterfahren, als ein Auto vor seinem Jeep stoppt. Ein Mann in einem blauen Arbeitsanzug steigt aus. Der Elektromeister von Laucha. Der Mann kommt auf Osteroth zu und beginnt zu reden, klagt über zu wenig Arbeit, zu wenig Aufträge, zu wenig Geld. Den Angriff auf Osteroths Stiefsohn erwähnt er mit keinem Wort. »Hast du gehört, was passiert ist?«, fragt Osteroth ihn schließlich. »Ja«, sagt der Elektriker und schaut weg. Er kennt die Familie des mutmaßlichen Täters schon lange, einmal hatte er einen Auftrag von einer der Töchter. »Die hat die Rechnung sofort bezahlt, da kannste nicht meckern«, sagt er. Darauf wird geachtet in der Kleinstadt. Dass alles ordnungsgemäß läuft. Osteroth sieht irritiert aus. Für ihn hat sich alles verändert, für den Elektromeister ist alles gleich geblieben. Seit eine israelische Zeitung über den Angriff auf Noam berichtete, klingelt bei Osteroth zu Hause andauernd das Telefon. Verwandte seiner Frau aus Israel fragen, was in Deutschland los sei. Warum sie dort blieben.

Wie sollen Osteroth und seine Frau erklären, dass in Deutschland im Jahr 2010 ein Junge auf der Straße verprügelt wird, weil er Jude ist?

»Lutz Battke«, sagt Osteroth. Immer wieder fällt dieser Name in Laucha: Battke. Alexander P., der Name des mutmaßlichen Täters, rückt dabei fast in den Hintergrund. Für Osteroth ist Battke die heimliche Hauptfigur im Ort. Der Mann, der ein Klima geschaffen hat, in dem der Angriff auf Noam möglich wurde.

Lutz Battke ist Bezirksschornsteinfeger und sitzt als Parteiloser für die NPD im Stadtrat und im Kreistag. Die NPD kam bei den letzten Kommunalwahlen 2009 in Laucha auf 13,5 Prozent, das beste Ergebnis in ganz Sachsen-Anhalt.

Außerdem trainiert Battke die Fünf- bis Siebenjährigen beim Lauchaer Fußballklub BSC 99, auch Alexander P. spielte für den Verein. Osteroth zieht eine direkte Verbindung zu Battke: »Die Saat ist aufgegangen.«

Auf der Internetseite des Klubs halten mehrere Spieler eine Fahne in Rot, Weiß und Schwarz hoch. Es sind die Farben des Vereins – und der Reichskriegsflagge. Auf der Fahne steht das Wort audorea , lateinisch für Sieg. Zweimal pro Woche hat Alexander P. bis vor Kurzem im Klub trainiert, am Wochenende hatte er Spiele. Alexander P. gehörte gemeinsam mit Battkes Adoptivsohn zur ersten Mannschaft.“ (weiterlesen!)

Dokumentation:Mannschaftsfoto Saison 2006/07
laucha
Dokumentation:
Pleitz GmbH Heizung-Klima-Sanitär-Rohrleitungsbau

rebel audio society

about blank

ak hitler

In Baden-Württemberg sorgt ein Kreisverband der Jungen Union mit stramm rechten Parolen für Wirbel. Die örtliche CDU lehnt eine Distanzierung ab. Die „Überfremdung“ koste Milliarden, die gleichgeschlechtliche Ehe sei „falsch und unsinnig“ und der Ausbau von Krippenplätzen „marxistisch“.

gaza-aktivisten nahmen geiseln

derstandard.at:

„Der Libanese Andre Abu Khalil, der für den katarischen Fernsehsender Al Jazeera von Bord des türkischen Schiffes Mavi Marmara berichtete, bestätigte am Donnerstag, dass „Free Gaza“-Aktivisten israelische Soldaten als Geiseln nahmen.

Abu Khalil berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, dass es den mit Stöcken und Eisenstangen bewaffneten Aktivisten gelang, die ersten Soldaten, die an Bord kamen, zu überwältigen. Die vier Israelis, die laut Angaben des Kameramanns offene Knochenbrüche hatten, wurden auf das unterste Deck des Schiffes gebracht.

Kurz darauf landete die zweite Angriffswelle auf dem Oberdeck. Khalil berichtet, dass die Soldaten nach zehn Minuten das Feuer eröffnet hätten. Er habe aus nächster Nähe gesehen, wie ein Aktivist in den Kopf und ein anderer am Hals getroffen wurden. Schließlich sei es einem arabischstämmigen Knesset-Abgeordneten gelungen, eine Verhandlungslösung zu erreichen. Die Israelis versprachen, sich um die Versorgung verwundeter Aktivisten zu kümmern, im Gegenzug kamen die Geiseln frei.“

außerdem in der taz:

„Märtyrer an Bord
Wer sich als Passagier auf ein Aktivisten-Schiff begibt, sollte sich besser vorher informieren, wer die Organisatoren der Reise sind. Dies sei auch den Medien angeraten.“

friedlich oder militant…

Wahn:
Der Angriff auf einen humanitären Hilfskonvoi, auf unbewaffnete MenschenrechtsaktivistInnen, auf JournalistInnen und ParlamentarierInnen, auf Intellektuelle und auf ZivilistInnen ist ein Angriff auf die gesamte Zivilgesellschaft – weltweit. Auf uns alle! Und wenn wir uns nicht wehren, wird es immer schlimmer.

„Um gegen diese militärische Aggression des israelischen Staates gegenüber Menschenrechts- und Friedensaktivisten zu zu protestieren rufen linke, antifaschistische und internationalistische Gruppen hingegen dazu auf sich am Dienstag Abend um 19 Uhr am Berliner Alexanderplatz zu einer Demonstration zu versammeln.“

„Die israelische Armee griff den Transport in internationalem Gewässer an, eröffnete das Feuer, und verletzte und erschoss mehrere Mitglieder der teilweise noch schlafenden und unbewaffneten Besatzung.“

„Für die Tötung der Angegriffenen bei diesem völkerrechtswidrigen Akt der Piraterie beansprucht Israel inzwischen das „Recht auf Selbstverteidigung“. Mit dem gleichen Recht könnte jeder beliebige Mörder oder Einbrecher ein solches Recht geltend machen, wenn er bei der Ausübung seines Verbrechens denjenigen umbringt, der sich ihm in den Weg stellt. „

Realität: