Archiv für Februar 2010

plakat-abstimmung

endlich gibt es die abstimmung zum besten politischen plakat aus dem jahre 2009!
das mit abstand schlechteste ist meiner meinung nach übrigens das hier:
schlecht

in memoriam… ;-)

danke knut!

heute top-sause.

wer der top mal wieder auf den zahn fühlen will:

„Wir wollen raus aus den Schulden und haben Repressionskosten zu stemmen. Also:
(Bitte) Zahlt Für Unsere Krise!
und kommt vorbei zur Soli-Party ins Schreina Cafe (Schreinerstr. 47/Friedrichshain), 22 Uhr gehts los.
Mit Footloose DJ Squat (Three Decades Of Disco Trash).“
top-sause

kommunismus, totalitarismus und extremismus

in den letzten tagen haben zwei texte das licht der welt erblickt, die es verdient haben eine breite öffentlickeit zu erreichen. mit diesem posting will ich einen klitzekleinen beitrag dazu leisten. weiterverbreiten ist schärfstens erwünscht:

Gemeinsam gegen jeden Extremismus? Nicht mit uns!
Aufruf zur kollektiven Verweigerung politischen Unsinns
Das veränderte politische Klima unter der schwarz-gelben Koalition hat bereits erste Einschnitte zur Folge. So konnte man in den letzten Tagen in Dresden und Berlin sehen, was der Staat vom aktiven Engagement gegen Nazis und deren Gesinnung hält. Die Repressionen gegen Vereine und Initiative, die sich den Nazis entgegenstellen, zeigen wie der Staat auch in Zukunft mit solchem Engagement umzugehen gedenkt.
In Teilen der Öffentlichkeit zeichnet sich zwar Empörung gegen dieses Vorgehen ab. Gleichzeitig verweigern sich jedoch die Protestierenden der konsequenten Kritik des Extremismusbegriffs. Die Extremismusformel als legitimatorische Basis des Vorgehens von Politik, Staatsanwaltschaft und Polizei wird damit von den Kritiker_innen selbst reproduziert und ihre Konsequenzen werden billigend in Kauf genommen.
Hier deshalb unser Aufruf „Gemeinsam gegen jeden Extremismus? Nicht mit uns!“, in dem wir dazu auffordern sich endgültig vom Extremismusansatz zu verabschieden. Rückmeldungen / Mitzeichnungen bitte per mail(inex.at.linuxmail.org ) bis 20.2.2010.

Aufruf gegen jeden Extremismusbegriff 2010 (PDF, 95 KiB)

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Gespensterjagd – Zur Ideengeschichte des Antikommunismus

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen diese Gespenst verbündet“, schrieben Marx und Engels im Kommunistischen Manifest — und das ist im Gegensatz zu anderen Behauptungen in dieser Schrift eine ziemlich wahre Aussage. Hass auf und Furcht vor radikaler Veränderung der bürgerlichen Gesellschaft sind so alt, wie ihre revolutionäre Durchsetzung selbst.
Spätestens mit der Französischen Revolution, die nicht in religiöser Verkleidung agierte, wie die niederländische und englische Revolution, und die in ihrer theoretischen Begründung wesentlich radikaler war, als etwa die amerikanische, entstand die Furcht vor dem „roten Terror“ (übrigens bevor „La Grande Terreur“ 1793 wirklich losging). Im Folgenden geht es um eine Rekonstruktion von Bildern und Vorstellungen und um eine Darstellung der Veränderung des Antikommunismus.

weiterlesen!

das mobivideo 2009

mobivideos erfreuen sich ja schon länger einer gewissen beliebtheit. aktuell gibt es sogar mit der dresden-mobilisierung eine der größten wellen für ein einzelnes event, nach dem g8-gipfel in heiligendamm. von gut oder wenigstens engagiert gemacht, bis zu hier-ein-bild-da-ein-bild-und-dann-noch-mucke-drunter-gelegt ist alles dabei. all das gab es natürlich auch im letzten jahr und inspiriert durch den erneuten contest für das plakat des jahres, bin ich auf die gloreiche idee gekommen selbiges mal für mobivideos in angriff zu nehmen.
hier erstmal eine kleine sammlung von mir und natürlich seid ihr alle aufgefordert fleißig zu ergänzen! außerdem müßt ihr auch noch eure favoriten nennen, damit das mit der abstimmung was wird und so. is klar, oder?

erfurt – 22.01.09

münchen – 07.02.09

dresden – 13.02.09
1.)

2.)

osnabrück – 07.03.09

berlin&frankfurt – 28.03.09

strasborg – 01.-05. 04.09
1.)

2.)

berlin – 01.05.09
1.)

2.)

3.)

4.)

nürnberg – 01.05.09

hannover – 01.05.09

mainz – 01.05.09
1.)

2.)

wiesbaden&mainz – 30.04.&01.05.09
1.)

2.)

mainz, hannover und ulm – 01.05.09
1.)

2.)

köln – 08.-10.05.09

berlin – 16.05.09

berlin – 23.05.09

bundesweit – 17.06.09
1.)

2.)

berlin – 20.06.09
1.)

2.)

dortmund – 05.09.09

berlin – 2.-4.10.09

berlin – 07.11.09
1.)

2.)

göttingen – 14.11.09

münchen – 14.11.09

rostock – 14.11.09

erfurt – 22.11.09

wochenend-programm

freitag:
5.2.party

sonnabend:
6.2.party

sonntag:

Diskussionsveranstaltung mit Avanti – Projekt undogmatische Linke (No Pasarán!), ¡Venceremos! Antifa Dresden (Keine Versöhnung mit Deutschland) und TOP B3rlin

Der 13. Februar in Dresden hat Konjunktur: Die Stadt ist mittlerweile einer der wichtigsten Bezugspunkte für den deutschen Gedenknationalismus. Entsprechend divers ist das Spektrum derer, die an diesem Tag in Dresden deutsche Opfer betrauern: Tausende Nazis, die jedes Jahr auf dem europaweit größten Aufmarsch Stärke zeigen. Menschen aus ganz Deutschland, die in der Bombardierung Dresdens das passende Symbol für die „Leiden der Deutschen“ während des Zweiten Weltkrieges gefunden haben. Und schließlich diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die für einen (selbst)bewussten Umgang mit der deutschen Geschichte und Nation stehen, die an die europäischen Opfer erinnern und dabei sowohl gegen linken wie rechten „Extremismus“ sind.

In der radikalen Linken wird angesichts dieser Gemengelage seit Jahren diskutiert. Zentrale Fragen dabei sind immer wieder die nach der politischen Einordnung des bürgerlichen Gedenkens auf der einen Seite und des Naziaufmarsches auf der anderen Seite sowie nach Form und Ausmaß deren Verhältnisses zueinander. Ansatz und Richtung der Intervention leiten sich aus dieser Analyse ab und sind in der radikalen Linken ebenfalls umstritten.

Mit der Veranstaltung sollen ebendiese Diskussionen skizziert und anhand unserer Ansicht nach relevanten Fragestellungen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf Analyse, Praxisansätze und Perspektiven herausgearbeitet werden. Trotz aller möglichen inhaltlichen Differenzen liegt es in unserem Interesse – vor allem auch vor dem Hintergrund der aktuellsten Ereignisse – mit der Veranstaltung zu den Aktivitäten in Dresden zu mobilisieren.

07.02., Sonntag, 20 Uhr in der K9 (Kinzigstraße 9, U5 Samaritersstraße)