Archiv für Oktober 2009

„straßen aus zucker“2-release-party

Freitag, 30.10. Berlin: des rues de sucre > „Straßen aus Zucker“2-Release Party
mit Disco-Pop-Trash von Yoko Tsuno (Footloose DJ Squad), Electro vom Reducation-DJ-Team und von de_cay (sweatbox-crew), sowie Techno von Boy from School.
ab 22.00 Uhr in der K9 (Kinzigstraße 9, 10247 Berlin, U-Bhf Samariterstr.)
Infos: http://strassenauszucker.blogsport.de/ & http://myspace.com/strassenauszucker
saz2

Es gibt kein Ende der Geschichte!

Antinationale bundesweite Demonstration und Aktionswochenende gegen die Wendefeierlichkeiten der BRD und ihren selbst gebastelten Freiheitsmythos. Der Zusammenbruch des Ostblocks war kein »Ende der Geschichte«, sondern ein Aufbruch in den globalen Krisenkapitalismus. (Aufruf)
7.11.banner
31.10. 11-22 Uhr
Workshop-Tag zu Scheitern und Zukunft des Kommunismus.
********************************
6.11. 20.15 Uhr
Podiumsdiskussion an der HU
„Ausgerechnet Bananen!“ ********************************
7.11. 16 Uhr
Bundesweite antinationale Demonstration vom Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten.
Treffpunkt: Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)“

ab heute: 8000 MARK


via torsun…

diesen Freitag: love techno – hate germany 10

Freitag, 23.Oktober, 23:00

Lokal (Rosenthaler Straße 71, Berlin 10119)

DJ Katz und DJ Frühschicht & DJ Spätschicht

lt-hg10

„angemessene linksradikale Kritik an deutschen Zuständen“

am 20.10. gab es im fsk eine rund zweistündige sendung mit diskussionspartner_innen aus hamburg und berlin – u.a. waren leute von nfj-berlin, top-b3rlin und never going home dabei:

„9.11.2009: Deutschland feiert die „Wiedervereinigung“. In dieser Sendung diskutieren Einzelpersonen aus Hamburg und Berlin mit der t.o.p. Berlin, wie eine angemessene linksradikale Kritik an deutschen Zuständen auszusehen hätte. Diese Frage stellt sich gerade nach den Diskussionen um die Leipziger Demonstration „Still not lovin‘ Germany“ vom 10. Oktober 2009.“

das ganze gibts nun blitzschnell als mitschnitt bei freie-radios.net: teil1 & teil2

7.11.
07.11. Berlin: bundesweite antinationale Demonstration > „Es gibt kein Ende der Geschichte! – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!“ > 16.00 Uhr Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)

regionalgeld, tauschringe, schwundgeld

morgen ab 19.30 uhr in den räumen der rosa-luxemburg-stiftung:

Regionalgeld, Tauschringe, Schwundgeld
… und die gefährlichen Lehren des Silvio Gesell. Rosa-Luxemburg-Stiftung, Seminarraum 1, Franz-Mehring-Platz 1, Berlin
Inmitten wirtschaftlicher Krisen neigen die Menschen leicht dazu, nach einfachen Erklärungen und rettenden Auswegen zu suchen und geraten dabei häufig in die Fänge obskurer Heilslehren, spiritueller Spinner und antisemitischer Verschwörungstheorien.
Kein Wunder also, dass auch die umstrittene Freiwirtschaftslehre des Kaufmanns Silvio Gesell (1862-1930) in den herrschenden Zeiten der Krise reges Interesse erfährt. Dieser behauptete, alle Übel dieser Welt, insbesondere ökonomische und soziale, seien darauf zurückzuführen, dass Geldbesitzer Zinsen „hecken“. Gesells Vorschlag lautete, den Zins abzuschaffen und statt dessen so genanntes rostendes Geld, Freigeld oder Schwundgeld auszugeben, also Geld, das in regelmäßigen Abständen an Wert verliert, so dass es sich nicht lohnt, Geld zu horten. Die Utopie Gesells war – so ist in seinem Hauptwerk mit dem Titel „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ nachzulesen – ein ungehemmter „Manchesterkapitalismus“, in dem Frauen als Gebärmaschinen und reiche Männer als Samenspender fungieren sollten. Frauen sollten sich in einer Art seriellen Monogamie mit wirtschaftlich erfolgreichen Männern paaren, deren ökonomischen Erfolg er als Ausweis hervorragenden biologischen Erbguts deutete – und mit diesen möglichst viele Kinder zeugen. Die von ihm als minderwertig angesehenen Menschen würden verschmäht, ihr Erbgut im Lauf der Zeit ausgemerzt und dadurch eine „Hochzucht der Menschheit“ erreicht werden. Gesell pflegte also eine rassenhygienische und sozialdarwinistische, frauenfeindliche und antidemokratische Horrorutopie.
Zusammenfassend hat der Berliner Politik-Professor Elmar Altvater seine Lehre folgendermaßen charakterisiert: „Die Gesellsche Lehre von der ‚natürlichen Wirtschaftsordnung’ hat sich in der Geschichte als anschlussfähig für nationalsozialistisches und antisemitisches Denken erwiesen. Freilich haben der extreme Individualismus, die Vergötzung von natürlicher Auslese, Wettbewerb und Marktwirtschaft dazu beigetragen, dass sich Gesellianer nach dem Zweiten Weltkrieg zum Neoliberalismus bekannten.“
Es ist in Zeiten der neoliberalen Krise deshalb besonders wichtig sich mit der Lehre Gesells auseinanderzusetzen und auf ihre Gefährlichkeit hinzuweisen.“

ab heute: just!

just ist ab heute in der atm-gallery in mitte am start:

“ Der Berliner JUST gehört zu den bedeutendsten Fotografen der Grafitti- und Street-Art-Bewegung – seit rund 10 Jahren fotografiert er Künstler, die heute schon zu Ikonen geworden sind, und dokumentiert in brillianten Bildern die Höhepunkte urbaner Kultur. Zum ersten Mal präsentiert er jetzt in der Berliner ATM-Galerie eine Auswahl seiner besten Künstlerporträts und Street-Art-Fotografien.

Ob spektakuläre Interventionen von Brad Downey und Mark Jenkins, monumentale Wandarbeiten von Blu, FAITH 47 und NOMAD, radikale Performances von ZEVS, Doma und Dave the Chimp oder Galerie- und Museumsschauen von DAIM, D*Face und EVOL – JUST war dabei. Seine unkonventionellen Fotografien sprühen voller Energie und Leidenschaft, weil er selbst Teil der Szene ist, die er dokumentiert. JUST sprüht selbst seit über einem Jahrzehnt, kennt die Wände und Hausdächer von Berlin bis Bangkok, und die Protagonisten der Szene sind seine Freude – und genau diese Nähe und Intimität merkt man seinen Bildern an. Seine Fotografien sind lebendig: Sie symbolisieren die Freiheit auf den Hausdächern und die Ästhetik der Großstadt, sie riechen nach feuchter Farbe und dem Schweiß einer durchmalten Nacht und sie zeigen die Farbkrusten unter den Fingernägeln der Writer und die mit Farbe vollgesaugten Pinsel in farbenfroher Pracht. “ (mehr)

just-atm
via rebelart

klub 7

wieder sooo gut:

THE ABC 2009 // KLUB7 from KID CASH // KLUB7 on Vimeo.

hart wie kruppstahl, zäh wie leder und dumm wie stroh

da wird ja seit tagen für einen naziaufmarsch und natürlich entsprechende gegenaktivitäten mobilisiert und einen tag vorher lößt sich der vermeintliche grund der neonazis – nämlich gegen „linke gewalt“ zu demonstrieren – erwartungsgemäß in braune luft auf. die berliner polizei meldet einen fahndungserfolg und einen für spelunken wie den „henker“ wenig spektakulären grund für den brandanschlag: kneipeninterne streitereien…
das einzige was daran überrascht ist der zeitpunkt der polizeiaktion. denn das es sich bei dem brandanschlag nicht um eine antifaaktion gehandelt haben kann, da waren sich fast alle einig, wenn man von den neonazis selbst und einigen grenzdebilen journalisten absieht. wie soll auch der brandanschlag auf ein wohnhaus mit antifaschitischen inhalten gerechtfertigt werden? wer den tod von menschen bei sowas mindestens billigend in kauf nimmt, begibt sich statt dessen ja selber auf eine ebene mit neonazis, die in den vergangenen jahren und jahrzehnten dutzende menschen auf diese art und weise ermordet haben. da halfen auch vermeintliche bekennerschreiben auf indymedia nichts, dennen man schon am wlan-router ansah, das sie von nazis selbst gefakt wurden, um ihre kampagne gegen „linke gewalt“ zu untermauern. a propo faken – die kameradschaft frontbann24, die sich hauptsächlich im „henker“ trifft, hatte ja schon vor kurzem eine vergewaltigung als vorwand für einen neonaziaufmarsch erfunden und in einem prozess ende september wurde eine frau freigesprochen, die von zwei npdlerinnen der körperverletzung beschuldigt wurde. da werden erinnerungen an den unsäglichen „fall matti“ wach, der wegen ähnlicher aussagen von neonazis ganze 101 tage in u-haft sitzen mußte und am ende freigesprochen wurde… auch der vermeintliche überfall von antifabanden auf besucher eines dvu-festes im sommer war eigentlich nur bestandteil der eskalierenden gewalt zwischen verschiedenen rockergangs.
die berliner neonaziszene ist so zerstritten und irrelevant, das sie sich nach jedem strohhalm regt, der sich ihnen vermeintlich bietet. am liebsten wäre ihnen sicherlich gewesen, wenn der beim anschlag auf den „henker“ schwer verletzte neonazi schon längst gestorben wäre. dann hätte man die üblichen gewaltfantasien gegen „zecken“ endlich mit einer „ordentlichen“ begründung in die tat umsetzen können, aber nun ist alles irgendwie vorbei. allerdings wirklich nur „irgendwie“, denn wenn man eins über diesen zerstrittenen haufen von sich selbst auf die fresse haueneden pseudo-barunhemden weiß, dann das sie sich von diesem „rückschlag“ nicht abschrecken lassen und morgen trotzdem vom alex nach gott-weiß-wo demonstrieren werden um aller welt ihre merkbefreitheit vor augen zu führen…
in diesem sinne: für die freiheit – für das leben! keine nazis – nirgendwo!
oder lieber auf nach leipzig:
leipzig

little girl loves aphex twin

letztes wochenende war mal wieder partyterror angesagt – am freitag gabs gleich drei privatparties mit erscheinpflicht und -wunsch. angesichts dieses programms lief dann alles sogar ganz entspannt und ich hatte bei allen drei veranstaltungen richtig spaß. am ende war sogar noch zeit im abc vorbei zu schauen und auch da war noch richtig was los, als wir irgendwann nach 6 uhr morgens ankamen. alles in allem also eine richtig coole nacht. und wie das bei privatparties so üblich ist – irgendwann gehts in einem der räume mit der youtubedisco los und gipfelt zu später stunde darin, das alle mal ihr lieblingsvideos anmachen und vorstellen. eines dieser videos präsentiere ich euch hiermit:

erster todestag: r.i.p. kmer!

ein jahr ist es nun her, dass miran alias kmer von der mrn-crew von einem zug erfasst wurde und gestorben ist. den artikel von damals im tagesspiegel findet ihr hier andere blogeinträge hier und hier und sein myspaceprofil hier.
r.i.p. kmer
rest in peace miran!

pass this on…

vor ein paar tagen hab ich noch drüber gesprochen, das mir gerade aufgefallen war, das ich dieses tolle lied und das dazugehörige tolle video noch nie gebloggt hatte:

nun stolper ich bei torsun über einen beitrag zum neuen video der sterne, die ganz offensichtlich das von the knife gecovert haben. gefällt mir zwar musikalisch nicht so gut, aber ist ne witzige idee:

und außerdem sei nochml auf diese live-version von track und video hingewiesen:

und wenn wir schon dabei sind – kein video, nur musik:

die armen armen polizisten

pfeiffer, schönberg, heidel, baudach – totaler realitätsverlust und jammern auf hohem viveu:

via 1+1=3 und el3ktrolurch

freibier und frieheit sind nicht dasselbe

in der jungle world läuft seid letzter woche eine neue disko-reihe zum thema: „wie steht die deutsche linke zum mauerfall?“.
in der ersten ausgabe dazu vertrat angela marquardt die these „Der Fall der Mauer war ein Grund zum Jubel. Auch für Linke. Nicht der Mauerfall sollte daher im Zentrum der antinationalen Proteste in diesem Herbst stehen.“ während georg fülberth meinte, der „Mauerfall war nicht nur ein Grund zum Jubel. Das Bauwerk war ebenso wie die Besatzung Deutschlands eine Art Diktatur zur Erziehung der postfaschistischen Gesellschaft.“. nun meldet sich die gruppe top berlin zu wort:

Bei der Kritik an der deutschen Nation und beim Protest gegen die Wendefeierlichkeiten kann es nicht nur um Rassismus und Antisemitismus gehen. Auch die Herrschaft einer falschen Freiheit sollte kritisiert werden.

Disko von »Gruppe Top Berlin«

Mit den staatsoffiziellen Feierlichkeiten zu 20 Jahren politische »Wende« und »Mauerfall« geht der deutsche Jubiläumsnationalismus 2009 in die zweite Runde. Nach der Sause zum 60. Geburtstag der BRD erreicht im Herbst die geschichtsträchtige Inszenierung nationaler Selbstvergewisserung ihren Höhepunkt. Auf den Fanmeilen von Leipzig bis Berlin kann, darf und soll jeder mitmachen. Die Staatsbürger kuscheln sich ans »Wir« und hören, dass sie schon viel geleistet haben. Und noch viel mehr leisten müssen, um es auch in Zukunft besser zu haben als der Rest, jedenfalls im Durchschnitt.

Das Scheitern des Realsozialismus und die »friedliche Revolution« 1989 dienen dabei als historische Sinnstiftungen für die aktuellen Zwangslagen bürgerlicher Herrschaft. Nicht des Jubiläums wegen sind also auf die Wendefeierlichkeiten die Waffen der Kritik zu richten. Die staatsbürgerliche Erbauung zum kapitalistischen Hauen und Stechen nimmt im November die Form der Selbstbestätigung der Deutschen »als freiheitsliebendes« Volk an. “ (mehr)

edit: diskus zu den ersten beiträgen gibst schon bei useless und besserscheitern.