morgen: basso teil zwei

hoffentlich wirds besser als beim letzten mal – wobei das auch echt nicht schwer ist…

Keine Nation in meinem Namen – Vom Kampf gegen die nationale Repräsentation

organisiert von TOP Berlin
mit den Gruppen Alexandertechnik (stellvertr.: Alice Creischer) und Max Klebb

23. April 2009, 19:30 Uhr, Basso, Köpenicker Straße 187/188 (U-Bhf. Schlesisches Tor)

Bereits seit dem letzten Jahr etablierte sich die Rede von der Kulturnation in Bundestagsdebatten, staatlichen Ausstellungseröffnungen und Feuilletons wieder als Schlagwort zur nationalen Identitätsbildung Deutschlands. Die scheinbare Ersetzung von politischer Gewalt durch kulturelle Repräsentation hatte in Deutschland stets Konjunktur. Derzeit schlägt aus Massen- wie aus Hochkultur die gesamte und neu bestückte Palette deutscher kultureller Alleinstellungsmerkmale, – sei es das Lernen aus Verfehlungen, das Exerzieren von Sekundärtugenden oder das Rückbesinnen auf Genien. In der Gegenwartskunst wurden und werden alle noch so abweisenden Bezüge auf Deutschland als produktive Kritik eingemeindet, in der öffentlichen Museumslandschaft geriert sich die deutsche Kultur als Exportschlager nach Außen, als Rückkehr des Preußentums und verspäteter Kolonialherrlichkeit nach Innen und in Funk und Fern werden deutsche Winter- und Sommermärchen ergänzt von schaurigen Wiederaufführungen wie die der Varusschlacht im Sommer 2009. Da das nationale Motto des Jubiläumsjahres die Feier der deutschen Geschichte als Weg zur Freiheit ist, soll die Veranstaltung deren nationale Gesinnung und politische Wege gegen sie diskutieren.

Wie kollektiviert man sich in der Kultur gegen das nationale Kollektiv?

Eingeladen sind die zwei Berliner Gruppen Alexandertechnik und Max Klebb. Alexandertechnik setzt sich aus KünstlerInnen, KritikerInnen und anderen KulturproduzentInnen zusammen, die Aktionen, Veranstaltungen und Produktionen gegen das im Schloß geplante Humboldt-Forum starten möchten. Stellvertretend für die Gruppe werden Alice Creischer und Susanne Leeb referieren.
Max Klebb besteht zur antinationalen Kollektivierung im Produktionszweig Kunst. Die Gruppe hatte im Mai ein erstes Treffen aus 150 ProduzentInnen und KritikerInnen einberufen, in dem neben einer gegenseitigen Vorstellung der künstlerischen Arbeiten eine erste Diskussion um die zeitgenössische Bestimmung des Nationalismus und die Möglichkeit gemeinsamer Organisierung gegen die nationale Kulturalisierung geführt wurde, die nun fortgesetzt werden soll.“


1 Antwort auf “morgen: basso teil zwei”


  1. 1 classless Kulla Trackback am 23. April 2009 um 23:50 Uhr

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