Archiv für April 2009

30.04. hannover

fast forward präsentiert:

Andere Liga, gleicher Sport – von demokratischem Nationalismus und faschistischer Ideologie.

Podiumsveransaltung mit Freerk Huisken, Bernard Schmid, Justin Monday und TOP B3RLIN. Moderieren wird Sebastian Winter.

30. April | 19h | Uni Hannover, Raum E001

Dieses Jahr findet am ersten Mai wieder einmal ein Nazi-Aufmarsch statt, dieses mal in Hannover.

Ebenso selbstverständlich wird es ein buntes Programm an Gegenaktivitäten geben: Vom »Fest der Demokratie« über die »große Umzingelung« bis hin zur direkten Aktion gegen den Aufmarsch reicht die Spannweite der Möglichkeiten die Nazigegner_innen rund um den ersten Mai zur Verfügung stehen. Doch der positive Bezug auf die demokratische Herrschaft und ihrem gemäßigten Nationalismus ist bei einem Teil der Gegenaktionen überdeutlich und wird diese vermutlich nach außen hin prägen. Eine deutliche Sprache spricht dabei auch das pluralistische wie unkritischen Über-Motto der Gegenaktivitäten »bunt statt braun«.

Unbeantwortet bleiben die Fragen, welche Grundlage der Nationalismus eigentlich hat, was die Freund_innen des guten Deutschlands dazu bringt gegen die Nazis auf die Straße zu gehen und was das überhaupt für eine Gesellschaftsordnung von Staat und Kapital ist, die da gegen die Nazis verteidigt werden soll.

Um Antworten auf diese Fragen zu finden veranstalten wir am Vorabend des Spektakels, dem 30.04., eine Podiumsdiskussion.

Referieren werden die Gruppe Theorie.Organisation.Praxis aus Berlin zum Thema Supergedenkjahr 2009 (60 Jahre BRD, 20 Jahre Mauerfall) und Kulturnationalismus, Freerk Huisken über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Demokraten und Faschisten, Bernard Schmid zu der Frage was für einen Staat eigentlich Nazis anstreben sowie Justin Monday über nationalistische Ideologie im allgemeinen und in Krisenzeiten im speziellen. Moderieren wird Sebastian Winter vom Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Leibniz Universität Hannover.“

umsganze.de

…ums ganze! zieht um – link ändern:
ug.de

antinationale zeitung für köln

nicht nur in berlin ist eine antinationale zeitung erschienen, auch köln hat eine rausgehauen. layoutmäßig spricht die mich ja nicht so richtig an, aber die inhalte sind ja auch das entscheidende:

“DE*NATIONALIZE”

Im Rahmen der Mobilisierung gegen den Anti-Islam-Kongress Nr.2“erschien die Antifa-Zeitung „DE*NATIONALIZE“ . Der Antifa AK Köln widmet sich in der Zeitung noch mal der Wirtschaftskrise und der Versuche die „Nation“ als Krisenlösung zu präsentieren.

Zudem gibt es einen Beitrag zum Islamismus in Köln und ein Interview mit der bundesweit bekannten Islamkritikerin Mina Ahadi.“

köln-zeitung

infos zum ersten mai…

in berlin gibts am montag gleich zwei infoveranstaltungen zum ersten mai – eine eher zu berlin und eine eher zu hannover:
„Infoveranstaltung zum 1.Mai

27.04. – 19.00 Uhr – JUP (Florastr. 84, nahe U- und S-Bahnhof Pankow)

Jedes Jahr nutzt die extreme Rechte den sogenannten „Tag der Arbeit“ für nationalistische, rassistische und antisemitische Propaganda und mobilisiert bundesweit mehrere tausend Neonazis zu ihren Aufmärschen. In der rechten Propaganda wird dem „fleißigen, deutschen Arbeiter“ der fremde, vornehmlich amerikanische „Spekulant“ gegenübergestellt und so zwischen vermeintlich „schaffenden“ sowie „raffenden“ Kapital unterschieden.

Wir wollen Euch die letzten Infos zu Aktionen von Neonazis und der antifaschistischen Gegenmobilisierung liefern. 2009 sind unter anderem die Städte Hannover, Dresden, Neubrandenburg und Berlin in Planung. Unter anderem haben wir eine Referent_in des Berliner Vorbereitungsbündnisses für die Gegenproteste zu Besuch. Außerdem wird es von der Antifaschistischen Jugendaktion Kreuzberg letzte Infos zur revolutionären 1. Mai-Demonstration am Abend in Kreuzberg geben. Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Schüler_innen-Vernetzung im Rahmen des Info Café Montag.“

und

Montag, 27.04.2009 – 19.00 Uhr – Baiz: Infoveranstaltung
Mobilisierungsveranstaltung: „1. Mai – Naziaufmärsche verhindern“. Die rechte Szene hat anlässlich des 1. Mai in verschiedenen Städten Aufmärsche angemeldet. Die wohl wichtigsten Aufmärsche dürften die in Hannover und Berlin sein. Zum einen weil Hannover als zentraler 1.-Mai-Aufmarsch der Freien Kräfte gehandelt wird und weil der Aufmarsch in Berlin aufgrund des derzeit desolate Zustandes der Berliner NPD, mit großer Wahrscheinlichkeit einen Kleinst-Aufmarsch mit lokaler NPD-Prominenz zur Folge hat. Ideales Spiel also für eine aktive Verhinderung.
In der Veranstaltung wird der thematische Schwerpunkt bei den Protesten in Hannover liegen. Referent_innen der Antifa Aktion Hannover (AAH) werden über den derzeitigen Stand ihrer Mobilisierung und ihre Gegenkonzepte berichten. Für alle Neugierigen gibt es ein kurzes Update aus der Berliner Vorbereitung. Wir sehen uns am 1. Mai auf der Straße! In Berlin und Hannover!“

strassen aus zucker statt deutschland

nun is sie da… ;-)

Antinationale Zeitung erschienen!
Dieses Jahr wird ein deutsches „Superjubiläumsjahr“, denn am 23. Mai wird der 60. Geburtstag des Grundgesetzes gefeiert und rund um den 9. November an den 20. Jahrestag des „Mauerfalls“ erinnert. Außerdem wird im Sommer der Varusschlacht vor 2000 Jahren als „Geburtsstunde der Deutschen“ gedacht und im September steht schließlich die Wahl des neuen Bundestages an.

Um dem nationalen Taumel etwas entgegenzusetzen, erschien gerade die Zeitung „Straßen aus Zucker“. Neben einer gepfefferten Kritik an Staat, Nation und Kapital gibt es Artikel zu Schulkritik, Lohnarbeit, Krise und Playstation, zur Bundeswehr, sowie ein Interview mit Maxim von der Rap-Combo K.I.Z.! Die Zeitung kann kostenlos bestellt und natürlich im Netz gelesen werden.“

zucker-banner

morgen: basso teil zwei

hoffentlich wirds besser als beim letzten mal – wobei das auch echt nicht schwer ist…

Keine Nation in meinem Namen – Vom Kampf gegen die nationale Repräsentation

organisiert von TOP Berlin
mit den Gruppen Alexandertechnik (stellvertr.: Alice Creischer) und Max Klebb

23. April 2009, 19:30 Uhr, Basso, Köpenicker Straße 187/188 (U-Bhf. Schlesisches Tor)

Bereits seit dem letzten Jahr etablierte sich die Rede von der Kulturnation in Bundestagsdebatten, staatlichen Ausstellungseröffnungen und Feuilletons wieder als Schlagwort zur nationalen Identitätsbildung Deutschlands. Die scheinbare Ersetzung von politischer Gewalt durch kulturelle Repräsentation hatte in Deutschland stets Konjunktur. Derzeit schlägt aus Massen- wie aus Hochkultur die gesamte und neu bestückte Palette deutscher kultureller Alleinstellungsmerkmale, – sei es das Lernen aus Verfehlungen, das Exerzieren von Sekundärtugenden oder das Rückbesinnen auf Genien. In der Gegenwartskunst wurden und werden alle noch so abweisenden Bezüge auf Deutschland als produktive Kritik eingemeindet, in der öffentlichen Museumslandschaft geriert sich die deutsche Kultur als Exportschlager nach Außen, als Rückkehr des Preußentums und verspäteter Kolonialherrlichkeit nach Innen und in Funk und Fern werden deutsche Winter- und Sommermärchen ergänzt von schaurigen Wiederaufführungen wie die der Varusschlacht im Sommer 2009. Da das nationale Motto des Jubiläumsjahres die Feier der deutschen Geschichte als Weg zur Freiheit ist, soll die Veranstaltung deren nationale Gesinnung und politische Wege gegen sie diskutieren.

Wie kollektiviert man sich in der Kultur gegen das nationale Kollektiv?

Eingeladen sind die zwei Berliner Gruppen Alexandertechnik und Max Klebb. Alexandertechnik setzt sich aus KünstlerInnen, KritikerInnen und anderen KulturproduzentInnen zusammen, die Aktionen, Veranstaltungen und Produktionen gegen das im Schloß geplante Humboldt-Forum starten möchten. Stellvertretend für die Gruppe werden Alice Creischer und Susanne Leeb referieren.
Max Klebb besteht zur antinationalen Kollektivierung im Produktionszweig Kunst. Die Gruppe hatte im Mai ein erstes Treffen aus 150 ProduzentInnen und KritikerInnen einberufen, in dem neben einer gegenseitigen Vorstellung der künstlerischen Arbeiten eine erste Diskussion um die zeitgenössische Bestimmung des Nationalismus und die Möglichkeit gemeinsamer Organisierung gegen die nationale Kulturalisierung geführt wurde, die nun fortgesetzt werden soll.“

taz bekommt preis für „nationale“ verdienste

eigentlich wollte die taz einen preis vergeben – für die beste linke kampagne oder so. eingeladen waren z.b. die front deutscher äpfel, genfeldbefreier und der pink rabbit von nfj. dieser bot mit seinen mitstreiter_innen nicht nur die beste show auf der taz-bühne, er versuchte auch dem „linken“ familienidyll den spiegel vorzuhalten und konfrontierte die taz bei ihrem eigenen kongress mit ihrem „Einschwören der Nation auf den Kosovo-Krieg“. das gefiel der jury zwar inhaltlich nicht, aber weil die pink-rabbit-show die beste war und sich so auch am besten aus der blöden situation kommen ließ, gewann der rosa hase trotzdem. nachlesen kann man das u.a. hier und angucken da:

den trailer gibts dann da nochmal zum richtig gucken… ;-)

pro reli? pro ethik?

pankow religion

Extra Antifa-Café: „Pro Reli“: Ausweitung der Kreuzzone?

Mo. – 20.04. – 19.00 – JUP (Florastr. 84, nahe U- und S-Bahnhof Pankow)

Wenn die Berliner Initiative „Pro Reli“ mit ihrem Volxentscheid am 26. April Erfolg hat, könnten theoretisch über 70 Religionsgemeinschaften Anspruch auf eigene Unterrichtsstunden an öffentlichen Schulen Berlins anmelden – plus dem Angebot „Ethik.“ Multikulti pur? Jeder nach ihrer Fasson? Den Intitiator_innen geht es offensichtlich eher um die Hegemonie religiöser – vor allem christlicher – Anschauungen im Schulalltag. Also, was will „Pro Reli“? Was steckt hinter Ethik? Und, was geht mich das an? Darum gehts an diesem Abend.

Auf dem Podium: Ein Vertreter der Gruppe „jimmy boyle berlin“ (www.junge-linke.de) sowie Klaus Lederer (Die Linke-Landesvorsitzender Berlin)

Eine Veranstaltung der Emanzipativen Antifaschistischen Gruppe

nen text zum thema von junge linke gibts hier und einen weiteren von freerk huisken gibts hier.

räumung #2

räumung boxen
das ist einfach zu gut…

jede räumung hat ihren preis…

…aber welchen hat diese?
wenn man die postings bei blogsport als maßstab nimmt, also quais als mediale randale, dann wird wohl die nächsten tage einiges los sein in erfurt, thüringen und dem rest der scheiss republik

DE*NATIONALIZE!

EUROPA. DEUTSCHLAND. KÖLN. ALLES SCHEISSE:

cooles mobi-video für den 8.-10.mai in köln – weiterverbreiten natürlich erwünscht!

heute im lokal

love techno – hate germany #5
etwas außerplanmäßig bereits wieder heute.
mit DJ kevin swanson (:// about blank / family guy), DJane plüschgeknister (:// about blank) und DJ Frühschicht & DJ Spätschicht.
lt-hg-11-4

ach ja – a.c.a.b.:

Eingabe: 10.04.2009 – 16:05 Uhr
Ruhestörung – Nicht genehmigte Musikveranstaltung beendet
Friedrichshain-Kreuzberg
In den gestrigen Abendstunden meldeten mehrere 110-Anrufer eine Musikveranstaltung in Kreuzberg, von der starker Lärm ausging. Die Anwohner aus der näheren Umgebung des Görlitzer Parks riefen mehrmals bei der Notrufzentrale an und beschwerten sich über die Lautstärke einer dort abgehaltenen „Techno-Party“. Ermittlungen der alarmierten Einsatzkräfte ergaben, dass es sich um eine nicht genehmigte Musikveranstaltung handelte. Die Veranstaltung wurde heute früh gegen 0 Uhr 40 mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei beendet. Die Polizisten stellten die Musikanlage sicher, da sich kein Eigentümer ermitteln ließ. Nach dem Entfernen der Anlage verließen die „Party-Gäste“ den Görlitzer Park.
Es wurde eine Anzeige wegen unzulässigem Lärm geschrieben.

hiphop: krieg oder promo?

im kato hats ein wenig geknallt und es stellt sich wiedermal die frage, ob das alles gute werbung ist oder die sich echt auf die fresse hauen. und ich ganz konkret frage mich schon die ganze zeit obs im kato eigentlich keine türsteher gab… ;-)

musik als droge…

lautet die überschrift eines artikels im CEE IEH – dem conne-island-newsflyer. es geht wiedermal um ghb/gbl und ist ganz nett geschrieben. lest einfach mal rein:

Musik als Droge
Oder: GBL ist kein Techno
Wiedermal kursiert das Gerücht, eine Drogenwelle überschwemmt die Leipziger Clubs und es wäre nur noch ein kleiner Schritt bis zur großen Katastrophe. Das Motiv ist alt, nur die Substanz, die offenbar das Partyvolk grenzwertig affiziert, ist neu: GBL bzw. GHB, besser bekannt als liquid ecstasy erobert den Markt und ruft ungeahnte Probleme hervor.
Ob dies stimmt, mag bezweifelt werden, schließlich ist GBL schon länger im Umlauf. Selbst der für die Leipziger Szeneschnösel als fester Termin eingeplante Tatort hatte das Thema vor mehr als zwei Jahren mit voller ideologischer Wucht durchdekliniert. Dies ändert nichts daran, dass es für die Clubs Handlungsdruck gibt, nicht zuletzt weil in [Bahnhof Rathen] den vergangenen Monaten einige Fälle von Atemstillstand bekannt wurden. Es gibt also gute Gründe, eine Kampagne zu starten: zum einen tut Aufklärung Not, schließlich ist GBL falsch dosiert und mit anderen „Drogen“ kombiniert kreuzgefährlich. Zum anderen kommen die Clubs in große Schwierigkeiten, wenn tatsächlich jemand liegen bleibt.
Das Ergebnis dieser Bemühungen können wir mittlerweile als Flyer bewundern, „Music is the only Drug“ ist der Aufmacher einer von der Distillery forcierten und von vielen Leipziger Clubs mitgetragenen PR-Offensive. Dabei ist schon der Slogan der Kampagne, der mit einem mehr als klassischen Motiv eines bewusstlosen oder toten Drogenkonsumenten auf dem Klo hinterlegt ist, durchaus problematisch. Freilich, die technophilen und vor allem euphorisierten Spezis mögen Musik im allgemeinen und Techno im besonderen als (vielleicht einzige) Droge verstehen und sich von ihr mit aller Konsequenz berauschen lassen. Dennoch: der Leitspruch der Kampagne ist nicht nur (ganz offensichtlich) kontrafaktisch, er verdeutlicht auch, wie schmal der Grad zwischen Aufklärung, Selbstschutz und Anti-Drogen-Ideologie ist. Es mag spitzfindig klingen, aber gerade wenn sich die Party-Locations an ihre Klientel wenden und in eine Drogendebatte eingreifen, ist Vorsicht geboten. Jenseits der körperlichen Risiken einer Überdosierung ist GBL auch (und vielleicht besonders) aus unternehmerischer Sicht problematisch: Es wirkt als Atemdepressivum und wird vor allem dann gefährlich, wenn es mit Alkohol gemischt wird, worauf der Flyer hinweist. Womit die Clubs ihr Geld verdienen und wo folglich auch ein (unternehmerisches) Problem im Umgang mit GBL liegt, bedarf keiner weiteren Klärung. Wenn Musik tatsächlich die einzige Droge wäre, hätten alle beteiligten Clubs (und alle übrigen ebenso) längst dicht gemacht.“
mehr!

skandal!

wendy hat mit hilfe von spiegel-online einen skandal aufgedeckt: juden sind rassistisch!
natürlich ist wendy nicht antisemitisch – er hat nur was gegen „antideutsche“ und ne krasse profilneurose, deshalb wohl dieser wichtige beitrag auf dem blogsportplaneten…