staat.nation.kapital.scheisse.

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wie auf der seite von fast forward hannover zu sehen ist, beginnt die antinationale ug-kampagne langsam konkretere formen anzunehmen, auch wenn die berliner veranstaltungen immernoch die einzigen zur zeit abrufbaren termine sind. auch schlaraffenland und aergernis haben schon darauf hingwewiesen. immerhin gibts schonmal ne sonderseite, die offensichtlich an die offizielle angelehnt ist.
und passend „Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!“ gibts hier noch nen song von k.i.z.


14 Antworten auf “staat.nation.kapital.scheisse.”


  1. 1 Keta Minelli 09. Februar 2009 um 18:14 Uhr

    Ich frage mich ja echt immer, wie diese Gruppe eigentich auf ihre tollen Slogans kommt.

  2. 2 ♥Tekknoatze 09. Februar 2009 um 23:14 Uhr

    War bestimmt Alk im Spiel. Ne Menge.

  3. 3 deadrat 12. Februar 2009 um 18:40 Uhr

    „Falsche Freiheit“?
    Die Freiheit ist leider eine sehr richtige und grade deswegen so scheiße!
    Ich würde mich freuen, wenn mir das mal jmd. erläutert,warum das so wichtig ist, nur weil sich da dieses Ding namens Deutschland ne Tanzveranstaltung macht, auf solch ein Thema einzugehen, statt auf so Evergreens wie den bürgerlichen Staat oder auf One-Hitwonder wie diese Finanzkrise (es gibt mehrere One-Hitwonder, kontinuierlich).

  4. 4 im*moment*vorbei 12. Februar 2009 um 22:03 Uhr

    welche tanzveranstaltung? was schreibst du da für wirres zeug? wie soll dadrauf eine_r antwoten können, ohne dem dadaismus zu verfallen?

  5. 5 Oompa Loompa 14. Februar 2009 um 21:22 Uhr

    er meint wohl die 60jahre freiheit und 20 jahre auch für ossis freiheit-feierlichkeiten, die sich so übers jahr erstrecken. und wenn ich immernoch richtig deute, was er so meinen könnt, dann wohl die frage, was es bringen soll dem staat bei seinem feiern kritisch hinterher zu laufen um fest zu stellen, was ja sowieso bekannt ist, dass die kultur halt eine der tragenden stützden des nationalismus ist?!

  6. 6 im*moment*vorbei 14. Februar 2009 um 22:38 Uhr

    „Die Kritik der Nation braucht zwar keine feierlichen Anlässe, bekommt sie aber 2009 in Serie.“ (http://einheit-und-freiheit.de/)
    man kann natürlich das ganze jahr und immer gegen statt und nation agitieren und auf die straße gehen. was nun aber wirklich die kritik daran sein soll, das auch und gerade an den tagen zu machen, wos besonders offensichtlich abgefeiert wird ist mir unklar. gehts hier um kritik der kritik wegen, oder spricht wirklich was dagegen, auch zum 23.mai, 9.november,… antinationale und antikapitalistische positionen auf die straße oder in den veranstaltungssaal zu tragen? und wie stellt sich ratte eigentlich politik machen und mehr werden vor? fragen über fragen!
    und was die kritik an der kritik von ug angeht bin ich mal gespannt, welche veröffentlichungen zum thema inhaltlich mehr überzeugen werden – die von ug oder die aus dem politischen zusammenhang der ratte… ;-)

  7. 7 Oompa Loompa 14. Februar 2009 um 23:54 Uhr

    hose runter, rausgeholt und so, ne ;)
    na zu kritisieren wäre an diesem hinterhergerenne schonmal, dass man ausgerechnet dann, wenn von staatswegen am offensivsten für die nation agitiert wird, man versuchen will, da mehr oder minder anzudocken und die eigenen inhalte zu vermitteln.
    die kräfte, die man da aufbringen muss, wären bzgl antinationaler agitation wohl wirklich effektiver eingesetzt, wenn alle welt davon redet, dass wir wegen der wirtschaftskrise und sonst-wieviel-milliarden paketen die gürtel enger schnallen sollen.

  8. 8 deadrat 15. Februar 2009 um 15:19 Uhr

    Ich halte eine Neuauflage Antideutscher Kritik einfach nicht für nötig.
    Nationalismus ist eine Ideologie und jeder Staatsbürger ist auf den Erfolg seines Staates im Vergleich zu anderen angewiesen (z.B. die Grundeinkommensfreunde, die den erwirtschafteten Profit unter den Deutschen verteilen wollen oder generell Menschen, die sich auf den Sozialstaat im Zweifel berufen, also mehr oder minder auch die Linke), deshalb entsteht Nationalismus. Ein Staatsbürger hat objektive Gründe, Fan seiner Nation zu sein, für Nationalismus gibt es Gründe. Der Staat ist lediglich noch dabei, dass großartig zu promoten, zu reproduzieren und schon haben wir da sowas wie die Ideologie. Punkt.
    Das ist keine neue Erkenntnis.

  9. 9 Oompa Loompa 15. Februar 2009 um 16:59 Uhr

    deadrat,
    aber wieso ist das dann eine neuauflage antideutscher kritik bzw. was is denn für diese so markant?
    dass die sich halt an dem freiheit-event 2009 abarbeiten ist doch im grunde nur die ideologiekritische variante der bewegungslinken. da gibts halt keine gipfel, die zu stürmen sind, sondern ein ganzes jahr, dem man etwas entgegen setzen muss.

  10. 10 im*moment*vorbei 15. Februar 2009 um 18:40 Uhr

    @ratte:
    das ist ne falsche erkenntnis. wenn eh jeder staatsbürger „objektive Gründe, Fan seiner Nation zu sein“ hat und die ausreichen würden, dann bräuchte es nationalismus nicht. nun gibt es aber seit beginn der ganzen scheiße die unterschiedlichsten begründungen für nationen, die mal religiös, kulturell, rassistsich, mit der sprache oder dem schlichten willen zur nation begründet werden. das ist natürlich alles quatsch, aber trotzdem ist es doch nicht verkehrt sich damit zu beschäftigen und immer wieder drauf hinzuweisen, das sich die nation im endeffekt mit sich selber begründet. kannst du mir eine nation nennen, die sich nur mit dem (im übrigen auch nur in konstruierten, wenn auch nicht weniger wirkmächtigen) zollverein begründet? ich denke nicht.
    aber mit ideologiekritik scheinste es ja leider eh nicht so zu haben.

    @rockstar:
    ja, du hast recht – auch und gerade in dieser albernen krisendebatte, in der auch viele linke an den staat apellieren oder ihn gerade für seine objektive aufgabe (konjunkturpakete,…) kritisieren, ist es wichtig ne grundlegende erklärung und fundamentale kritik des staates zu leisten.
    aber ich teile deine einschätzung nicht, das man „die kräfte, die man da aufbringen muss“ wenn man an offiziellen tagen einen kontrapunkt setzen möchte zwingend effektiver einsetzen kann. solche ereigenisse und offiziellen feiereien bieten doch gerade die chance ne öffentlichkeit herstellen zu können, die einem sonst verwehrt bleibt. und wenn das der einzige widerspruch sein soll, also ein rein strategischer, verstehe ich auch die aufregung nicht…
    p.s.: den verwies auf schwanzvergleiche kannste dir sparen. wenn jemand immer so tut als hätte er den längsten, kann man ja auch mal nachfragen, wies denn jetzt eigentlich aussieht, oder? das ist also eher ein punkt, den sich z.b. du, die ratte oder auch wendy reinziehen sollten.

  11. 11 Oompa Loompa 16. Februar 2009 um 1:34 Uhr

    1. bzgl. schwanzvergleich: das betrifft wohl nicht nur mich oder dich, sondern das betrifft wohl das ganze linke arrangement, dass sich gegenseitig immer wieder zeigen möchte, dass sie ja die cooleren transpis, formulierungen und aktionen überhaupt „gewuppt“ haben.

    2. das ist nicht nur ein strategischer, sondern im zuge dieser strategie auch noch ein inhaltlicher punkt. zwar schafft man es vielleicht am rande eines artikels über die deutschlandfeierlichkeiten erwähnt zu werden, dann doch in der regel aber nicht damit „dass die veranstalter einer gegendemo eine radikale kritik an staat und nation“ vermitteln wollten, sondern eher damit, dass es da gegner der veranstaltung gab, die randaliert haben. und damit agitiert man nun die leute eher weniger. im besten fall legen die die randale/demo dann als kritik an übertriebenem nationalismus aus. der eigene inhalt fällt da vollkommen hinten runter.

  12. 12 deadrat 16. Februar 2009 um 22:24 Uhr

    @i*m*v: Den hämischen Satz am Ende kannst du dir sparen. Ich kann dir keine Nation nennen, die dass nicht machen würde. Da geh ich ja d‘accord. Jut, die Nation veranstaltet das und was folgt daraus? Da steht ein Gewaltapparat, der die Konkurrenzökonomie sichert und reproduziert, die Menschen halten das meist für richtig, weil so eine Form von Gesellschaft ja bei „dem Menschen, der nun mal für die Konkurrenz geschaffen ist, dass sieht man ja schon bei…“ ja die adäquate ist. Das ist für mich die Ideologie, nämlich die Bürgerliche, zu sehen bei jenen Philosophen. Jene haben natürlich auch eine Idee der Nation ins Rennen gebracht und nichtsdestotrotz gibt es selbst ohne Ideolgogie einen ziemlich mächtigen Gewaltapparat, der selbst ohne allzugroße Zustimmung seiner Bürger (die aber aktuell vorhanden ist) sich das Gewaltmonopol nicht aus den Händen nehmen lässt.
    Verkehrt im eigentlichen Sinne sind diese Aktionen nicht 8anders als Antifaschismus), aber es gibt aus meiner Sicht (die ich grade versucht habe, zu begründen), wichtigere Dinge, nämlich den Bürgerlichen Staat, der sich großer, Ideologischer Zustimmung erfolgen. Im Übrigen bin ich sehr für Demokratiekritik und Kritik bürgerlicher Ideale zu haben, wenn das mal keine Ideologie ist!!! Ich werde auf den Veranstaltungen der TOP zugange sein, mir die Inhalte reinziehen, „prüfen“ und kritisieren od. zustimmen. Der Teil des Kampagnentitels „Gegen die Herrschaft der Falschen Freiheit“ lässt mich allerdings aufhorschen.
    P.S.: Ratten haben einfach die längsten und dicksten Schwänze, selbst wenn sie tot sind. Sei hier nur mal so gesagt.

    @rockstar: Antideutsche Kritik dahingehend, dass man nun offensichtlich nach dem sich das Lager, dem die TOP ohne deren besonders großes Zutun immer noch hinzugerechnet wird, in den letzten Jahren ziemlich dämlicher Pampflehte entledigt hat, eine Neuformulierung auf Höhe des Gegenstandes anstrebt. Moralischen 6 Millionenpathos ein wenig entledigt, gehts um Freiheit, Frieden und Kultur. Mit ein wenig Wissen, wie Gesellschaft eingerichtet ist, wird ich sowas aber nicht zum Hauptfeld meiner Agitation machen, sondern lediglich in meine Kritik an kapitalistisch verfasster Gesellschaft miteinfließen lassen.

  13. 13 im*moment*vorbei 18. Februar 2009 um 3:01 Uhr

    @ratte:
    irgendwie bist du jetzt so zurück gerudert bzw. hast dir selber widersprochen, das ich garnichts mehr dazu schreiben muß…

    @rockstar:
    ein strategischer widerspruch wird nicht zu nem inhlatlichen, nur weil man die eigene strategie als geeigneter empfindet die inhalte zu transportieren. abgesehen davon, gehts natürlich in erster linie weder um riot noch um bürgerliche presse, sondern darum wen und was man konkret mit den aktionen/veranstaltungen/… erreicht und da verstehe ich immernoch nicht, warum etwa das angekündigte podium anlässlich des 60 jahrestages der brd ungeeignet sein soll.

  14. 14 deadrat 18. Februar 2009 um 21:13 Uhr

    Scön, dass du das wenigstens rausliest.

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