Archiv für Dezember 2008

2009

es scheint, als sei über die feiertage auch auf blogsport ruhezeit verordnet. viele haben sich sogar offiziell abgemeldet, andere schreiben einfach so gerade nichts mehr. eigentlich wollte ich, wie schon hier und hier nochmal auf das kommende jahr, bzw. anstehende aktivitäten hinweisen, aber das hat nun rockstar schon übernommen. „vergessen“ hat er den naziaufmarsch am ersten mai in hannover und den neuanlauf zum „antiislamisierungskongress“ am 9/10.. mai in köln
bis nächstes jahr und guten rutsch! ;-)

25c3

der 25. chaos communication congress steigt die tage in berlin und hier gibts eindrücke aus dem bcc am alex…

nightswimming

antideutsch und antisexistisch – da bekommen die großen und kleinen gsp-freunde sicher gleich doppelt magenschmerzen… ;-)

Unterm Klebeband

Ein Plädoyer für einen Feminismus in der antideutschen Gesellschaftskritik.

von Antifaschistischer Frauenblock Leipzig (Afbl)

p.s.: in bierteig frittierte schockoriegel sind der hammer!

manga-marx

debauchery berichtet über den neuen kapital-manga
wenns denn weiterhilft! ;-)

geile scheiße!

mein weihnachten war bis jetzt extrem geil. ich bin erst kurz vor 18 uhr aufgestanden und dann erstmal in die badewanne gegangen, während der meisterkoch schon seit stunden am werklen war. zum frühstück gabs dann erstmal ein glas sekt, um die wartezeit bis zum luxus-menü zu überbücken. als wir dann endlich vollzählig – soll heißen zu dritt – waren, konnte es losgehen. bewaffnet mit einem glas rotwein, sekt oder wasser machten wir uns an dern ersten gang – doppelte hirschreduktions-suppe oder so. die genauen fakten mit bildern und rezept(?) gibst die tage auf dem anderen blog – ich kann hier nur stümperhaft erläutern…
weiter gings mit dem hauptgang – mini-kartoffeln mit rotkohl an einer rotweinreduktion, sowie feinste ente mit soße und preiselbeeren. zum nachtisch gabs dann in bierteig fritierte apfelscheiben auf vanille- und schockosoße mit pfeffersahne. unglaublich lecker!
damit das alles nicht gleich ansetzt, gings danach zur traditionellen weihnachts-reclaimthesparkasse-party. weil es probleme mit dem strom gegeben hat, mußte zwar in eine anderer filiale umgezogen werden, aber bis auf die dann etwas kleinen räume wars trotzdem wieder sehr cool. bilder und videos werden sicher in den nächsten tagen folgen. nun wird noch ein bischen vorgeglüht und dann gehts aber zu der party des abends!

so sieht das ganze getanze in ner sparkasse in etwa aus…

offtopic

(film-)zitate

gabs hier zwar noch nie, aber paßt grad so gut – ein filmzitat:

„du bist jetzt einer von uns – würde hat nicht das geringste damit zu tun.“

und dann noch das hier aus der wg:

a: „wie lange gibts menschen denn eigentlich?“
b: „lange.“
a: „aah- man lernt ja nie aus!“

c: „was war die frage? wie lange gibts was?“
b: „deine mutter!“

ROSEN AUF DEN WEG GESTREUT AUSGABE08

die neue rosen-ausgabe ist nun auch digital als pdf verfügbar. die themen sind:

„Chronik
1000 Menschen bei Antifa-Demo // VVN-BdA
Heinersdorf: Rassistische Hetze floppt // EAG
Schulstreik in Berlin // Rosen-Kollektiv
Bildungsproteste in Italien // APB
Diese Armut kotzt uns an // Jusos Nordost
Finanzkrise – Mach meinen Banker nicht an // ASV
Nazis im Speckgürtel Nr3 – Oranienburg // AGO
Wo die wilden Kerle wohnen // Esther Lehnert & Vivien Laumann
Vom Teufelsglauben zur Verschwörung // ASV
Interview: Deutsche Friedensgeselschaft // APB
Verfolgung der Sinti & Roma im NS // Bündnis „Kein Vergessen“
Aktuelle Situation der Sinti & Roma in Europa // APB
Rassismus erkennen und überwinden // Bernau
Lach- und Sachgeschichten aus Heinersdorf // EAG
Interview: Hände weg vom Mellowpark // ASV
Pankow * Normal * Feindseelig // Rosen-Kollektiv
Interview: Beatsteaks // APB
Fragebogen: Deine Noten für die „Rosen“
Termine & Links
Erich Mühsam – Freiheit in Ketten“

ganz aktuell zur finanzkrise gibts nen recht lesenswerten beitrag der gruppe asv:

Finanzkrise – Mach meinen Banker nicht an!

Die Finanzkrise ist in aller Munde. In diesem kurzen Beitrag soll es allerdings nicht um die Frage gehen, wie konkret „das alles passieren konnte“. Wir wollen stattdessen ein paar Anmerkungen zu Forderungen loswerden, die im Zuge der Krise laut geworden sind. Vor allem zu vermeintlich linken Lösungsansätzen und Kritikpunkten. Wer sich durch die Überschrift provoziert fühlt, ist genau deswegen eingeladen, weiterzulesen.
Ein Text der Antifaschistischen Schüler_innen Vernetzung [ASV]

Der aktuelle Hass gegen „die Manager“ und „die da oben“ ist nicht zufällig dem ähnlich, was sonst gemeinhin gegen so genannte „Sozialschmarotzer“ vorgebracht wird, die nicht arbeiten gehen wollen oder können. Während den „Spekulanten“ vorgeworfen wird, mit „Nichtstun“ mehr Geld zu machen, als der normal arbeitende Mensch von der Straße, wird „den Asozialen“ angekreidet, gar nichts zu machen und trotzdem Geld zu bekommen. Was da angeblich fehlt, ist die „Leistung“, ohne die es auch keinen Lohn geben darf. Wer so argumentiert, hat allerdings vom Kapitalismus nichts verstanden und bewegt sich außerdem in frappierender Nähe zu alten und neuen Nazis, die zwischen „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital unterscheiden und „natürlich“ nur dem „Schaffenden“ eine Existenzberechtigung zusprechen. Auch sie gingen und gehen mit aller Gewalt gegen Menschen vor, die der Lohnarbeit nichts abgewinnen können oder schlicht nicht dazu in der Lage sind, der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt standzuhalten. Dutzende Morde an Obdachlosen in den vergangen Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Dass solche Argumentationsmuster in der Regel auch noch „das Finanzjudentum“ mit der Finanzsphäre gleichsetzen, überrascht dann auch nicht mehr. Allerdings ist es nötig, sich an dieser Stelle von falschen „Verbündeten“ abzugrenzen, die in der aktuellen Debatte eine Parallele zur Verfolgung der Jüdinnen und Juden während der Zeit des Nationalsozialismus sehen (wollen). „Wer in Deutschland Millionen Euro Steuern zahlt, gegen den sollte man keine Pogromstimmung verbreiten.“ Mit diesen Worten bezog sich der niedersächsische Ministerpräsident vor wenigen Wochen auf die Finanzkrise und die Schuldzuweisungen an Manager und Spekulanten. Er sorgte damit erneut für Aufregung, denn bereits kurz vorher verglich auch der Präsident des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung die Kritik an Managern mit dem deutschen Antisemitismus der 1930er Jahre: „Während es nach der Weltwirtschaftskrise 1929 in Deutschland die Juden getroffen hat, sind es heute die Manager“. Nur 70 Jahre nach den deutschen Novemberpogromen, bei denen Synagogen, jüdische Wohnhäuser und Geschäfte brannten, tausende Jüdinnen und Juden von einem antisemitischen Mob gejagt, verprügelt und ermordet wurden und etliche tausend mehr in Konzentrationslager deportiert wurden, erlauben sich Christian Wulff und Hans-Werner Sinn solch relativierende Kommentare. Die Worte von Wulff und Sinn sind aber nicht nur geschmacklos, sie haben einen ganz konkreten Nutzen. Neben der beabsichtigten Diskreditierung antikapitalistischer Positionen allgemein, schwingt in solchen Vergleichen eine Schuldabwehr mit. Mit solchen Gleichsetzungen werden die Verbrechen des deutschen Täter_innenkollektivs relativiert.
Uns geht es hier dagegen um die Problematisierung einer verkürzten Kapitalismuskritik – einer Kapitalismuskritik also, die nicht an die Wurzeln des Problems geht, sondern konkrete Schuldige sucht und vermeintlich einfache Lösungen anbietet. Auch viele Linke machen für die aktuelle Krise einen entfesselten Finanzmarkt und „maßloses Gewinnstreben“ verantwortlich. Sie vergessen dabei, dass genau dieses Gewinnstreben der Grundgedanke des Kapitalismus ist. Sowohl in der Produktion als auch an der Börse geht es um nichts anderes als darum, mehr Geld zu machen. Die Regeln sind die gleichen und so ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Krise im einen Bereich auch immer Auswirkungen auf den anderen hat. Das heißt auf der einen Seite z.B. sinkende Aktienwerte, wenn ein Unternehmen nicht genug Umsatz macht und auf der anderen eben auch sinkende Verkaufszahlen etwa bei Opel, wenns in der Finanzsphäre kriselt. Es gibt einfach keine Produktionssphäre ohne Finanzsphäre und umgedreht. Ohne das nötige Kapital kann es keine Investitionen geben und die Produktion stagniert. Eine Kritik geht also am Problem vorbei, wenn sie diese beiden Seiten der gleichen Medallie zu trennen oder zu werten versucht. Obwohl die aktuelle Krise natürlich von ihrem Umfang her eine gewisse Besonderheit hat, muss auch festgestellt werden, dass Krisen ein fester Bestandteil des Kapitalismus sind – sowohl in der Realökonomie als auch der Finanzsphäre. Im Kapitalismus geht es eben nicht um Produktion zur Befriedigung der Bedürfnisse von Menschen, sondern darum, immer mehr Gewinn zu machen. Da können Überproduktion und ähnliches nicht ausgeschlossen werden. Deshalb greift auch eine Kritik am aktuellen Einschreiten des Staates zu kurz, denn genau das ist seine Rolle im Kapitalismus. Wenn alles halbwegs gut läuft (nicht für die Menschen, sondern für die Witschaft), ist der Staat dazu gehalten, sich nicht weiter einzumischen und alles vom Markt regeln zu lassen. Wenn allerdings eine wirkliche Gefahr für das große Ganze besteht, muss natürlich eingegriffen werden. Der Staat muss das System am Laufen halten – der Staat ist eben der „ideelle Gesamtkapitalist“. Ihm geht es nicht um die Einzelinteressen (z.B. eines Unternehmens), sondern um das Gesamtinteresse, um den Erhalt des Kapitalismus. Insofern können Ereignisse wie das fast unvorstellbar große Rettungspaket der Bundesregierung nur Anlass einer Kritik sein, nicht aber das Objekt derselben. Anders ausgedrückt: Wenn der Staat in der aktuellen Krise Milliarden um Milliarden
in Banken und Unternehmen pumpt, um den totalen Kollaps zu verhindern, sonst aber immer von leeren Kassen die Rede ist, so zeigt dies nur, dass etwas grundsätzlich falsch läuft. Da gilt es anzusetzen und den Kapitalismus an sich zu hinterfragen und nicht etwa die staatliche Kontrolle des Marktes oder geringere Gehälter für Manager zu fordern. Der Irrglaube, im Kapitalismus ginge es irgendwie um Gerechtigkeit oder das eine ließe sich mit dem anderen verbinden, muß nachdrücklich kritisiert werden. Das ist nicht so einfach und populistisch wie die Hatz auf vermeintlich Schuldige, aber dafür hat es auch wirklich Aussicht auf Erfolg – im Sinne einer wirklichen Emanzipation des Menschen jenseits des Kapitalismus.

Lesetipps zum Thema Kapitalismuskritik:

„Grundlagen der Kapitalismuskritik“ von junge linke: http://www.junge-linke.de/kapital_und_lohnarbeit/grundlagen_der_kapitalismuskri.html

„Kritik der politischen Ökonomie.“ Eine Einführung von Michael
Heinrich. Für 10 Euro in jedem guten Buchladen.
ISBN 3-89657-593-7″

noch ne party, aber ne woche früher…

das ganze geschimpfe auf myspace wird spätestens dann gegenstandslos, wenn man so coole party-ankündigungen in seinem postfach findet – großartig! eine der schönsten mg-biografien, die ich kenne:

„Du steppst zwischen Stipp und Stopp und Weiter statt Deiner Füße bewegen sich die Worte heiter. Und formen Satzbrände aus Knetgummi, flipfloppend wie ein Discoflummi. Deine Texte sind mitunter Steinzeit, Ist das der alte Traum von Gleichheit? Und viel Papier klingt phrasenhaft, old school und osterhasenhaft. Doch zauberst Du ein stilles Lächeln, Wenn Bundeswehrfahrzeuge schwächeln. Und wenn das vierte Lichtlein brennt, dann glimmt im Arbeitsamt Advent. Und ist da eine Plätzchenfreude, über lichterlohe griechische Gebäude? Und über Karossen, die hell schimmern, und die Finanzkrise verschlimmern? Nee, so viele Autos niemals glommen, wie nun nicht mehr vom Fließband kommen, und Immobilien aus dem Nirgendwo, glühen auch nicht irgendwo. Was ist das eigentlich, die militante Grippe? Schunkelt sie am Ende in unserer Mitte? Jedes Herz hat eine revolutionäre Delle. Tanzt Du noch immer an der gleichen Stelle? Wenn ein Zündkerzlein brennt ist es ein Verbrechen. Wenn 1000 Zündkerzlein brennen – ein Versprechen? Und wenn ich dazu nicht tanzen kann, ist das nicht meine Party, Alter!“
24.12.

top-rezension

rockstar bloggt über die gruppe theorie.organisation.praxis b3rlin und das …ums ganze!-bündnis.

jahresendsause

also ich werd ja über silvester wie im letzten jahr schon nicht in berlin sein, sondern mich irgendwo im nirgendwo vergnügen. allen anderen sei aber eine party ans herz gelegt, die lastunicorn schon beworben hat und die auch auf diesem blog schon eine weile als cooler banner präsent ist. seit neustem gibts auch eine myspace-seite zu der neuen partyreihe – also werdet freunde und geht am 31. schön tanzen:
31.12.lokal
ich finde übrigens, das dieses letzte plakat des jahres 2009 auch das beste und damit sicher was für politischesplakat.blogsport.de ist! ;-)

kmer – „im namen der dose“

nach berichten auf diversen blogs, bei myspace, an anderen stellen und u.a. bei mir, gabs gestern einen ganz annehmbaren artikel zum tod von kmer alias miran im tagesspiegel. eingebettet ist das ganze in viele fakten und infos zum thema graffiti allgemein und so kommen cops und aktive genauso vor, wie blöde schadensstatistiken und storys nächtlicher streifzüge…
das schönste daran ist aber sicherlich das mrn-r.i.p.-wc:
mrn-tagesspiegel

Graffiti-Sprüher in Berlin – Im Namen der Dose
Sie observieren nächtelang, wann der Wachmann seine Runde dreht, wo die Lichtschranken sind, die Bewegungsmelder und die Kameras. Und wenn alles stimmt, krabbeln die Graffiti-Sprüher aus dem Dunkel auf die Bahnsteige Berlins wie Krebse an Land. Manchmal ist am Morgen danach ein Mensch tot.

Erst flirren die Gleise, ganz leise nur. Dann ist ein fernes Rauschen zu hören, sanft wie eine Brise an der See. Und dann ist er plötzlich da: der Zug. Donnernd jagt er am Berliner S-Bahnhof Wartenberg vorbei, Herbstlaub aufwirbelnd, und noch bevor die bunten Blätter sich wieder gelegt haben, ist er verschwunden am Horizont.

Ein kurzer, jäher Augenblick wie dieser reichte, und Miran W. war tot.

Ein Zug erwischte seinen Körper und schleuderte ihn ins Gebüsch. Der Lokführer merkte es nicht mal. Es war sicher dunkel, Miran W. war immer im Dunkeln an den Gleisen. Drei oder vier Tage lag seine Leiche dort, vielleicht länger, so genau weiß die Polizei das nicht. Sie teilte vor ein paar Wochen nur mit: „Beamte der Bundespolizei fanden gegen 15 Uhr 55 in Hohenschönhausen einen toten Mann im Gleisbett.“ Es handele sich um einen „als Graffitisprayer bekannten 31-Jährigen“.

In ganz Deutschland bekannt

In Sprüherkreisen hat die Nachricht schnell die Runde gemacht, Miran W. war in ganz Deutschland bekannt. „Er war einer der aktivsten Sprüher, die Berlin je hatte“, sagt einer, der das auch selbst ist, Sprüher, aktiv. Ein anderer meint: „Miran war einer der ‚King of Trains’.“

Von ihm, dem König der Züge, kannte man nicht den Vor- und auch nicht den Nachnamen, nicht seinen Job, nicht sein bürgerliches Leben. Man kannte ihn als „Kmer“. Das war sein Sprühername in seiner Sprüherwelt. Er stand auf Fernzügen, die an die Küste rollten oder nach Dortmund, auf U- und S-Bahnen, die sich durch Berlin schlängelten, und das war es, worauf es ankam. Mit seinen Zeichen vorkommen, das ist die Währung in dieser Welt, die sich irgendwo versteckt, die ihre eigenen Gesetze hat und ihre eigenen Helden.

So bekannt wie „Kmer“ war auch „Fräsk“, und auch der ist tot. Seinen Namen sah man an irrwitzigen Stellen, doch plötzlich war er weg, verreckt im Gleis auch er. Jedes Jahr ein Toter im Land, ein Toter aus dem Untergrund. Gestorben ist in diesem Jahr auch: ein Bundespolizist, der die Sprüher gejagt hat.

(…)

Wenn es dunkel wird, ziehen sich die Sprüher am „Yard“, der S-Bahnabstellanlage, ihre Kapuzen über den Kopf, manche tragen sogar Wollmasken, die nur die Augen freilassen. Keine der vielen Überwachungskameras hier soll ihre Gesichter filmen, sie erkennbar machen. Auch die Ohren verschwinden hinter dem dicken Stoff.

Den letzten Zug hat Miran W. nicht gehört.“

(den ganzen artikel im tagesspiegel vom 15.12.2008)

alte… #18

den neuen hab ich irgendwie bei sauerkraut geklaut…

es müßte immer so weiter gehen – weiter gehen – weiter gehen!

berlin is calling for bar25!

ich war gestern endlich mal berlin calling gucken – guter film und sehr gute musik!
einige szenen wurden in der bar25 gedreht und diese steht ja bekanntlich auf der liste der bedrohten projekte in berlin. deshalb hier mal deren mehr oder weniger gelungener aufruf zu ihrem offenen brief – unterstützen is aber schon zu spät:
„Aufruf für die Bar25
Es ist soweit: Wir brauchen Unterstützung!
Unser Vermieter, die stadteigene BSR, will, dass wir am Jahresende die Bar25 abgebaut und besenrein übergeben haben. Damit würde eine neue Brache, eine kahle Betonwiese wie am alten Yaam oder eine triste und öde Fläche wie am Palast der Republik entstehen. Wir sind die Zwischennutzer, die gern als Aushängeschild für das besondere Berlin von diversen Politikern gebraucht werden. Wir stehen dafür, wie wahnsinnig bunt und aufregend, unkonventionell, hip, liberal, kreativ und offen für das Ungewöhnliche unsere schöne Hauptstadt doch sei. Wir stehen für das in den Medien gepriesene Berlin und reißen daher unser Maul weit auf! Die Bar25 steht für die bunten Berliner und all die Freidenker, die vielen Menschen, die aus den erstaunlichsten Regionen des Landes und der Welt ausgerechnet in diese Metropole gekommen sind, um sich zu entwickeln, auszuprobieren, um zu feiern, sich auszuleben und so lange wie notwendig das Gefühl haben zu dürfen, nicht genau zu wissen was man will oder muss. Wir sind stolz darauf, etwas Eigenes erschaffen zu haben und sind dankbar dies in dieser Stadt tun zu dürfen, wo es möglich war, mitten in der City ein kleines sensationelles Dorf zu bauen.
Wir gehen erst wenn ein Investor das Gelände gekauft hat. Wir als funktionierender wirtschaftlicher Betrieb sind bereit zum Gespräch mit unserem Vermieter und haben deshalb ein Recht darauf, dass die BSR sich mit uns auseinandersetzt!
Wenn Du das genauso siehst dann unterschreib den offenen Brief.
Dann hörst Du uns auch im nächsten Jahr wieder laut und bunt und schräg durch die Stadt rufen!
Ja, ich unterstütze den Offenen Brief mit meinem Namen!
Die Antwort bitte bis zum 12. Dezember an uns schicken:
Fax: +49 (0) 30 27 58 32 09
Post: Bar25
Holzmarktstrasse 25
10243 Berlin“

cop-videos III

nach griechenland und frankfurt, numal ein kurzer blick nach berlin, denn auch hier haben es cops gerade mal wieder geschafft sich bei ihren alltäglichen schweinereien filmen zu lassen:

und so ließt sich das bei den cops selber:

Eingabe: 12.12.2008 – 12:55 Uhr
Ermittlungen gegen Polizeibeamten
# 3905

Die Berliner Polizei hat gestern Kenntnis von einem im Internet veröffentlichten Video erhalten, das beim Fußballspiel BFC Dynamo gegen Tennis Borussia am vergangenen Wochenende aufgenommen wurde und den Angriff eines Polizeibeamten auf einen Besucher des Fußballspiels dokumentiert. Bei dem Polizeibeamten handelt es sich um einen Hundertschaftsführer der Bereitschaftspolizei.
Das Geschehen auf dem Video begründet den Verdacht einer Körperverletzung im Amt. Ein entsprechendes Strafermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Über dienstrechtliche Konsequenzen ist auf der Grundlage der Ermittlungsergebnisse im Rahmen eines Disziplinarverfahrens zu entscheiden.
Der Hundertschaftsführer wurde bis zum Abschluss der Ermittlungen von seinen Aufgaben entbunden.