Archiv für November 2008

alte… #17

„blogst du noch oder lebst du schon?“

die letzten tage waren sehr witzig – immer 8 stunden arbeiten, nach hause kommen, was kiffen, ein paar stunde mit netten leuten tv glotzen und sich fargen, ob man einfach nur total drauf ist, oder das da grad wirklich alles passiert und dann irgendwann (immer vor 1 uhr) total durch ins bett gehen (oft ohne zu bloggen)… ;-)
morgen muß ich disen kreislauf das erste mal durchbrechen und nach der arbeit noch fitt auf ein wichtiges treffen gehen – mal gucken ob das was wird?!
aus akteullen anlaß – nein, nicht meine arbeitswoche – gibts nen neuen i*m*v-untertitel:
es müßte immer so weiter gehen- weiter gehen – weiter gehen!

nur noch 10 monate!

gerade eben war es soweit – der große moment des abschieds. nun wird sie die nächsten monate von kontinent zu kontinent hüpfen und hoffentlich eine menge spaß haben. zum abschied gabs geschenke – aber nicht für sie – sondern für uns, für die hiergebliebenen. ich habe u.a. einen becher bekommen, der mich nun immer an den kurzen frühling der anarchie erinnern wird. kreuz und quer stehen da begriffe, die diese zeit in worte fassen und alle sind miteinander verbunden, leihen den jeweils anderen ihre buchstaben:
DREITAGEWACH
ELECTRO
LUXUS
FESTSAAL
ABSINTH
XTCBOY
JAEGER MEISTER
PESTO
DUSCHE
KNUTSCHORGIE
GLITZER
DRUFF
DRUFF
DRUFF
DRUFF
FREI

machs gut große – viel spaß!!!
und du, blöde welt, nimm dich in acht…

antifa heißt…

…jedes wochenenede action – zumindest in berlin. in den letzten beiden tagen startete der sog. „antifa-monat“ völlig ohne „rücksicht“ ;-) auf die immer weitere kreise ziehende diskussion über oder auch anläßlich des lea-textes im aktuellen aib. nach der konferenz „kein vergeben – kein vergessen – perspektiven linksradikaler erinnerungspolitik“ am sonnabend, stand heute die traditionelle demo in moabit auf dem programm:
moabit2008
hier ein blid, das die transparente von fels, fdj, ana, top und aim zeigt… die top hat mit ihrem dabei übrigens an den beitrag in der diesjährigen aim-zeitung angegnüpft und das „gedenkjahr 2009“ ins visir genommen.

weiter geht der „antifa-monat“ mit „siempre antifascista!“ vom 11.-16.11. inklusive einer demo am 15.11. in pankow. und am gleichen wochenende kann noch anläßlich des „volkstrauertages“ in neukölln gegen nazis und revisionisten demontsriert werden – btw. wird mit einem der unterirdischsten antifa-flyer der letzten monate mobilisiert. wer dann nach fünf tagen lohnarbeit noch mehr antifa machen will, kann am freitag zur silvio-meier-mahnwache gehen und einen tag später in lichtenberg gegen nazis demonstrieren. nach so viel action gibts dann aber auch mal ein wochenende frei (es sei denn es passiert was ganz wichtiges, was eine spontane aktion nötig macht.) und erst am 6.dezember heißt es wieder „antifa-event statt nazi-advent!„…
in diesem sinne: hoch die – nieder mit – kampf dem – oder so! wir sehen uns… ;-)

3 days awake

da ich mit meiner mitleidsgeschichte nur hohn und spot geerntet habe, versuch ich das erlebnisgeile publikum mal wieder mit nem billigen alten youtube-video ruhig zu stellen und bitte ausdrücklich um entschuldigung, dass ich hier mal ein paar tage nichts geschrieben habe ;-) !

und morgen – egal wie lange ihr (nicht) geschlafen habt – ab zur demo:
9.11.

lost vs festsaal

etwa 40 minuten war ich grad außer haus. eigentlich wollte ich nämlich zur jungle-world-finanzkrisen-veranstaltung im festsaal. doch das lustige schild am eingang, was „3 euro unkostenbeitrag“ einforderte, war dann der endgültige sargnagel für dieses vorhaben. als alter ossi konnte ich einen gedanken einfach nicht aus meinem kopf verbannen: warum zum teufel soll ich für die nun schon vierte veranstaltung in zwei wochen in berlin mit u.a. michael heinrich auf dem die finanzkrise implizit oder explizit eine rolle spielt drei euro (immerhin 6 mark, oder? ;-) ) zahlen?! dazu kam, dass am eingang nur die jungle world von letzter woche rumlag und ich die letzten 30 stunden nicht geschlafen hatte.
ich hatte nämlich gestern die geile idee den abend mit ein paar lost-folgen der (ebenfalls) vierten staffel ausklingen zu lassen und hab dann irgendwie doch die ganze staffel geguckt. das führte v.a. zwischen 6 und 8 uhr zu absurden begegnungen mit meinen mitbewohner_innen, die nicht einem solchen lotterleben wie ich fröhnen und um diese uhrzeit richtung schule oder job das haus verlassen und vorher natürlich durchs wohnzimmer kommen. belustigte bis neidvolle blicke waren die folge meiner lostmanie und ich hatte zugegebenermaßen ein klitzekleines schlechtes gewissen. allerdings nur, bis ich kurz vor ende der letzten folge einen anruf bekam. ich sollte überraschender weise nur eine stunde später auf arbeit erscheinen und als „prekär beschäftigter“ mußte ich dieser „bitte“ natürlich auch nachkommen.
lange rede kurzer sinn – meine aufnahmefähigkeit für die veranstaltung war eh extrem gering und so habe ich mich statt fürs 3-euro-zahlen-mit-option-auf-einschlafen-und-damit-verbundene-peinliche-momente für die pro7-version entschieden – um 20.15 uhr kommt ja schließlich auch noch desperate housewives
yes i can!

obama? obama!

ist heute son tag, wo man möglichst früh was zu obamas sieg schreiben muß? egal, ich geh jetzt mal schlafen…

nochmal festsaal und arbeit

bezugnehmend auf meinen anderen beitrag dazu, kann ich hier nochmal schreiben, was auch noch beschissener als arbeit ist, nämlich früh morgens da zu sein und feststellen zu müssen, das man an diesem tag garnicht arbeiten muß…
statt dessen kann man dann radio hören und festsellen, dass frittenbude es nach ihrem auftritt im festsaal auch auf fritz geschafft haben. dort gabs gestern nachmittag einen beitrag, der mit „acid“ musikalisch eingeleitet wurde und nach der kuzen bisherigen erfolgsgeschichte des trios (mit bezug auf egotronic und audiolith) mit „mindestens in 1000 jahren“ endete.
außerdem hatte ich zeit für hausarbeit – putzen war angesagt und damit nehme ich bezug auf die top-party im festsaal, bei der ein gleichnamiger track gespielt wurde. den wollte ich hier eh mal posten und nun ist mir helen m. schon zuvorgekommen, aber trotzdem:

gekreuzigter frosch in bozen und berlin

eine kunstwerk von martin kippenberger hat in den vergangenen monaten für einigen wirbel gesorgt. in einem museum in bozen (südtirol) wurde der gekreutzigte frosch ausgestellt und rief heftige proteste hervor. ein politiker war in den hungerstreik getreten selbst der papst soll den frosch zuvor scharf kritisiert haben. ende september war das alberne schauspiel dann erstmal vorbei, da die ausstellung beendet wurde. doch anfang oktober schwappte die protest-welle schließlich nach berlin – denn im „hamburger bahnhof“ wurde ein „frosch-bruder“ aufgehangen… ;-)

hier ein bericht dazu auf englisch:

„nie wieder deutschland!“

auch wenn das mit dem gästelistenplatz über scheckkartenpunk leider nicht geklappt hat, wars ein recht gelungener abend. frittenbude haben ja schon krass gerockt, aber wie die leute immer wieder bei egotronic abgehen ist echt unglaublich. die massen vor der bühne waberten im beat vor sich hin, auf den rängen wurde auch ausgelassen getanzt und überall immer wieder „nie wieder deutschland!“ skandiert. beim letzten lied wurde dann traditionsmäßig die bühne gestürmt und die neuen tracks sind auch echt cool. leider wars nach dem konzert relativ schnell recht leer. ich denke das liegt v.a. am echt geringen durchschnittsalter der besucher_innen. viele von denen sind nach den live-acts wohl direkt nach hause – nichts mit „lustprinzip“ und „afterhour“… ;-)
zusätzlich wurde wohl auch recht früh der einlaß geschlossen – warum? so mußten rampue und scheckkartenpunk vor halbleerem saal auflegen und mt dancefloor von saalschutz hab ich garnicht mitbekommen – gerockt hats trotzdem, auch wenns gegen 5 dort schon vorbei war.
besonders gefreut hat mich, dass der gute scheckkartenpunk seinen lapi mit einem meiner „émeute.électronique – love techno – hate germany“-aufkleber verschönert hat!
ach ja – offtopic aber witzig:

totesmeer

spam und so

aufgrund eines kleinen beitrages von mir, der eine ausufernde diskussion ausgelöst hat, bin ich auf meinen spam-filter aufmerksam geworden, den ich sonst eher vernachlässigte. neben einer handvoll kommentare zu eben diesem beitrag war da v.a. wirklicher spam zu meinen beiträgen mit englischsprachiger überschrift drin. auf platz eins „monday-friday“, auf platz zwei „i won‘t do what you tell me“ und dann noch der zu „ghb&gbl“… also ab sofort nichts mehr auf englisch! :-(
und sonst so? passend zu besagter diskussion auf meinem blog bringt schons einen beitrag zum gsp-catering, ultrassindia dokumentiert das engagement einiger st pauli-fans gegen „alkoholismus“ und revolution gibt nen überblick zum thema blogwelt&finanzkrise
so, nun ist aber schluß mit dem quatsch hier – ich kann ja nicht 24/7 bloggen. außerdem muß ich mich für den festsaal fertig machen.
xtc-ad