finanzkrise aktuell!

ihr kennt das ja schon – seit diese finanzkrise unser allabendlicher begleiter in den nachrichten geworden ist, werden wir auch in „der linken“ mit veranstaltungen und texten dazu überhäuft. und ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich meine geneigte leser_innenschaft über das vorhaben bestimmter kreise informiere, nun auch mal eine große demo zu dem thema zu machen. als demo-motto wird ihnen sicher das hier helfen – einfach „finanzkrise“ eingeben und los…
slogan
wie auch immer – morgen ist mal wieder ne veranstaltung:

„Infoabend: Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt
Von der „Finanzkrise“ zum autoritären Staat

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in heller Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie die Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die „Plusmacherei“ (Marx) rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß die Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem generalisierten Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert, Geld, Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche Synthesis als vollendet negative. Das ist gewiß paradox: die unbedingte gesellschaftliche Einheit in der Form des totalisierten Atomismus; ein Paradox jedoch, das im Geld dingliche Gewalt annimmt und als „logisches Rätsel“ (FAZ) erscheint.

In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres eigenen Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer Form, die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik zu therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines paranoiden Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang beschwört und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach vorn anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den Ausnahmezustand, d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes ist der „Preis des Marktes“ als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols auf Leben und Tod erzwungene Opfer der Individuen.

Vortrag von Joachim Bruhn aus Freiburg, Mitglied der Initiative Sozialistisches Forum
Mittwoch, 26.11.2008, 20.00 Uhr
im tristeza

btw: passend dazu und überhaupt mal wieder der hinweis auf sowas!

p.s.: bekifft in der wanne liegend 80er hören ist noch besser als besoffen auf ner jugendantifaparty zu 80ern zu tanzen…


4 Antworten auf “finanzkrise aktuell!”


  1. 1 sauerkraut 26. November 2008 um 10:43 Uhr

    wirklich wundervoll.
    «Das Leben ist schön mit Kommunismus!.»
    «Mit Kommunismus! weiss man was man hat.»
    «Kommunismus! und es geht weiter.»

  2. 2 last*unicorn 26. November 2008 um 12:34 Uhr

    die gefahr bei sowas zu ertrinken ist nicht gerade gering und ich hab keinen bock deinen nassen schwammigen körper zur straße zu schleppen um dich abholen zu lassen!

  3. 3 ♥Tekknoatze 26. November 2008 um 15:50 Uhr

    Ich kenne niemanden, der von ein bißchen bekifft baden gehen in seiner Badeanne ertunken ist. ;)
    Und ’ne Demo zur Finazkrise? Hihi ich bin gespannt.

    ♥Tekknoatze

  4. 4 Mindestens in 1000 Jahren 26. November 2008 um 18:07 Uhr

    «ImMomentvorbei erreicht die Grenzen des guten Geschmacks.»

    kommt nicht von mir. Der sloganizer wars.

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