antifa heißt…

…jedes wochenenede action – zumindest in berlin. in den letzten beiden tagen startete der sog. „antifa-monat“ völlig ohne „rücksicht“ ;-) auf die immer weitere kreise ziehende diskussion über oder auch anläßlich des lea-textes im aktuellen aib. nach der konferenz „kein vergeben – kein vergessen – perspektiven linksradikaler erinnerungspolitik“ am sonnabend, stand heute die traditionelle demo in moabit auf dem programm:
moabit2008
hier ein blid, das die transparente von fels, fdj, ana, top und aim zeigt… die top hat mit ihrem dabei übrigens an den beitrag in der diesjährigen aim-zeitung angegnüpft und das „gedenkjahr 2009“ ins visir genommen.

weiter geht der „antifa-monat“ mit „siempre antifascista!“ vom 11.-16.11. inklusive einer demo am 15.11. in pankow. und am gleichen wochenende kann noch anläßlich des „volkstrauertages“ in neukölln gegen nazis und revisionisten demontsriert werden – btw. wird mit einem der unterirdischsten antifa-flyer der letzten monate mobilisiert. wer dann nach fünf tagen lohnarbeit noch mehr antifa machen will, kann am freitag zur silvio-meier-mahnwache gehen und einen tag später in lichtenberg gegen nazis demonstrieren. nach so viel action gibts dann aber auch mal ein wochenende frei (es sei denn es passiert was ganz wichtiges, was eine spontane aktion nötig macht.) und erst am 6.dezember heißt es wieder „antifa-event statt nazi-advent!„…
in diesem sinne: hoch die – nieder mit – kampf dem – oder so! wir sehen uns… ;-)


22 Antworten auf “antifa heißt…”


  1. 1 ♥Tekknoatze 10. November 2008 um 1:27 Uhr

    also einer der unterirdischsten ist dieser flyer wohl kaum, da gibt es wesentlich schlimmere exemplare ;)

    ♥Tekknoatze

  2. 2 schildkröte 10. November 2008 um 12:21 Uhr

    der flyer wurde ja wirklich viel diskutiert, ich find auch, dass der absolut das schönheitsideal reproduziert. aber was an dem unterirdisch sein soll…

  3. 3 Arschdemokrat 10. November 2008 um 14:40 Uhr

    völlig ohne “rücksicht” ;-) auf die immer weitere kreise ziehende diskussion über oder auch anläßlich des lea-textes im aktuellen aib.

    Genau, da der eben völlig ab von der Realität ist, zumindest keine anwendbare Alternative anbietet, wird zwar gern auf blogs mit ebenso realitätsfernen GSPlern tagelang darüber gestritten, aber auf die Praxis hat es folgerichtig keine Auswirkung, kann es auch nicht.

  4. 4 ♥Tekknoatze 10. November 2008 um 15:20 Uhr

    Argument? Wo siehst du denn in dem Text »keine anwendbare Alternative«? Bzw. was ist die anwendbare Alternative?

    ♥Tekknoatze

  5. 5 Arschdemokrat 10. November 2008 um 15:33 Uhr

    Wieso soll ich mir jetzt eine anwendbare Alternative ausdenken? Ich habe nichts gegen Demokratie.

  6. 6 ♥Tekknoatze 10. November 2008 um 15:41 Uhr

    Dann fehlt immer noch eine Form von Argument, Schätzchen.

  7. 7 im*moment*vorbei 11. November 2008 um 8:52 Uhr

    @♥tekknoatze
    was ist denn deiner meinung nach aktuell der unterirdischste flyer?

    @schildkröte
    das bild hat einfach null bezug zum thema – also garnicht! es wird nichtmal der sonst übliche weg gewählt und der geilen frau noch eine knarre in die hand gedrückt, mit der sie dann „gegen nazis“ sein könnte. was ist das denn bitte, wenn nicht unterirdisch? wobei ich jetzt auch nicht so an dem begriff hänge… ;-)

    @arschdemokrat
    ein letztes mal zu dir, da du ja offensichtlich eh nicht ernsthaft diskutieren willst. meinst du wirklich vor „der antifa“ gab es in diesem land keine linksradikalen bewegungen? und meinst du echt auch gerade gibts keine „anwendbare alternative“ zu dem quatsch? und kannst du eigentlich lesen und (gegen)argumentieren?
    „die gegnerschaft zu nazis wird zum ausdruck der eigenen affirmativen stellung zur bestehenden gesellschaft, die nazis nur die abweichung von der demokratischen norm vorwirft. ganz so, als wäre man zur verteidigung des demokratischen staates gegen eine faschistische minderheit angetreten, statt aus einer feindschaft gegen den bürgerlichen staat und die kapitalistische gesellschaft den schluss zu ziehen, auch jene zum Ziel der praxis machen, die für eine politische verhärtung von staat und gesellschaft und die radikalisierung ihrer alltäglichen zumutungen einstehen.(…)
    das bedeutet, die schädigungen, die sich aus dem gesellschaftlichen prozess ergeben, zu skandalisieren und mit der beseitigung ihrer gründe auch die änderung der gesellschaft selbst ins auge zu fassen. das vorkommen von nazis ist dafür eine praktische hinderung und der grund für eine reale schädigung anderer leute, der ohne frage auszuräumen ist.“ (lea im aib)

  8. 8 Arschdemokrat 11. November 2008 um 9:55 Uhr

    Du verwechselst ganz offensichtlich Kapitalismus und Demokratie.

  9. 9 ♥Tekknoatze 11. November 2008 um 13:14 Uhr

    imv:der.
    Ich teile deine Kritik am Berlinderdings aber insofern, als dass das Layout nichts mit keine Träne für Deutschland zu tun hat.
    Arschdemokrat: es geht doch nicht um demokratische entscheidungsformen im sinne die mehrheit entscheidet über den willen der mehrheit hinweg. das ist die momentane konstitution des bürgerlichen staates. kommunismus kann aber nicht die macht der mehrheit über die mindertheit meinen, sondern die abschaffung der macht. deswegen kann wer kommunist_in ist ncht demokrat_in sein.

    ♥Tekknoatze

  10. 10 Arschdemokrat 11. November 2008 um 17:20 Uhr

    Ist doch schick der Flyer. This is what democracy looks like! :D

    Immerhin hat die junge Frau kurze Haare und zeigt ihre Muskeln. Eine richtig emanzipierte Frau braucht eben keine Hilfsmittel um mit Nazis fertig zu werden. ;) Ein heulender Nazi oder ähnliches Motiv hätte natürlich besser gepasst, andere hätten vielleicht wieder auf ein schickes Disney-Schneewittchen mit Wumme zurückgegriffen, das ist natürlich viel besser…

    @Tekknoatze
    Das heißt du plädierst für Konsensprinzip wenn Entscheidungen anstehen? Die Gesellschaft muss übrigens auch nach der Abschaffung des Kapitalismus irgendwie organisiert werden.

  11. 11 ♥Tekknoatze 11. November 2008 um 17:55 Uhr

    Call it like this. Ich bin mir durchaus der Nötigkeit einer Organisation bewusst, aber die sollte nicht hierachisch und in Gesetze eingemeißelt werden.

    ♥Tekknoatze

  12. 12 rockstar 11. November 2008 um 21:50 Uhr

    hm. vielleicht haben die die frau darauf gepackt, weil frauen ja, ums mal ganz normiert an zu gehen, so viel rumheulen. ^^

  13. 13 im*moment*vorbei 12. November 2008 um 23:18 Uhr

    @♥tekknoatze
    das ist nicht berlin… ;-)

    @arschdemokrat
    wenn dir während der diskussion nicht aufgefallen ist, dass es um bürgerliche demokratie geht, die mit ihrer entstehung und entwicklung untrennbar mit dem kapitalismus verbunden, dann weiß ich auch nicht. worüber hast du denn bitte diskutiert? und warum gehst du mit keinem wort auf meine anmerkungen zu deinem antifa-is-the-only-one-quatsch ein?

  14. 14 ♥Tekknoatze 13. November 2008 um 1:23 Uhr

    Sag das doch ;) . Außerdem, okay ich sehs ein, ist meiner nicht aus dem Bereich Antifa, ist ja noch nichtmal eine Antifafahne drauf.

    ♥Tekknoatze

  15. 15 blackone 13. November 2008 um 2:17 Uhr

    Zum Thema Unterirdische Flyer hab ich eben auch noch was entdeckt:
    http://antifa-laho.info/wp-content/uploads/2008/11/flyer_vader.jpg

  16. 16 Arschdemokrat 13. November 2008 um 6:54 Uhr

    1. Wenn man bürgerliche Demokratie mein, dann sollte man das auch so schreiben, und nicht einfach per se so tun als wäre Demokratie prinzipiell was ganz Furchtbares.

    2. Interessiert mich dein „Antifa-only-Quatsch“ kein Stück. Weil ich mich davon nicht angesprochen fühle. Ich bin mit Sicherheit nicht Antifafixiert. Dazu kommt, Antifas eine ganze Menge Blödsinn machen, meine Kritik fängt nicht mit irgendeinem konstruierten Demokratiebashing an.

    3. Hier noch was für eure moralische Empörung, von irgendwas müsst ihr ja diesen Tag zehren. Ja, ich finde die bürgerliche Demokratie immer noch besser als Faschismus oder Gulag, und das aus purem Eigennuutz.

  17. 17 Earendil 13. November 2008 um 9:53 Uhr

    @Arschdemokrat

    1. Demokratie IST bürgerlich und sowohl logisch als auch historisch die adäquate Regierungsform zum Kapitalismus.

    Mich würde ja mal interessieren, in welche Richtung denn deine Vorstellungen von nicht-bürgerlicher Demokratie gehen, dann könnte man die ggf. kritisieren, oder bestreiten, dass das so bezeichnet werden kann. (In dem Zusammenhang wäre auch interessant, was du überhaupt unter Demokratie verstehst.)

    3. „Ja, ich finde die bürgerliche Demokratie immer noch besser als Faschismus oder Gulag, und das aus purem Eigennuutz.“

    Toll, ich auch. Liegt vielleicht auch daran, dass ich bspw. nicht als Kind im Bergwerk arbeiten musste wie weiland die Arbeiterjugend in der Vorzeigedemokratie Großbritannien, aber sei’s drum. Aber was folgerst du jetzt daraus?

    Es hatte mal jemand (ein gewisser c0 im KF :-) ) überzeugend dargelegt, dass Cholera immer noch besser ist als Pest, von wegen höherer Überlebenschancen. Also sollten wir jetzt dringend für die Verbreitung der Cholera sorgen?

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