Archiv für August 2008

ex oder so

wenn man in ner linken kneipe sitzt, kann es manchmal fast so unterhaltsam sein, wie am wochenende u8 oder ringbahn zu fahren. z.b. wenn am nebentisch so durchgeschallerte jugendliche sitzen, die sich übers www oder beziehungen oder beides unterhalten. da kommen dann so sachen raus wie das hier:

„ey, du mußt unbedingt mal mit meinen ex-freundinnen chatten.“

p.s.: morgen gibts von mir übrigens nen kleinen beitrag zu köln und umsganze;-)

alte… #12

„natürlich sehr wahrscheinlich“

immomentvorbei plaudert aus dem nähkästchen

und wieder gibts eine neue kategorie – das nähkästchen!

„Die Redewendung „…aus dem Nähkästchen plaudern“ bedeutet etwas verraten oder jemandem etwas zugänglich machen, das ihm ansonsten verborgen bliebe, also Einblick in das Nähkästchen bieten.“ (wikipedia)

natürlich gehts dabei auf diesem blog nicht um irgendwas, sondern um politische ereignisse und schlagworte, mit denen die jüngeren meist nichts mehr anzufangen wissen. den anfang macht heute der „hamburger kessel“ und da kann uns auch wikipedia weiter helfen:

„Der Hamburger Kessel war ein rechtswidriger Polizeieinsatz am 8. Juni 1986 in Hamburg, der viel in der Öffentlichkeit diskutiert wurde.

Auf dem Heiligengeistfeld sammelte sich eine Demonstration, die von der Polizei eingekesselt wurde. Über 800 Personen wurden bis zu 13 Stunden lang innerhalb von Absperrketten der Polizei festgehalten.

Die verhinderte Demonstration war eine Reaktion auf das Verhalten der Polizei am Vortag, als ein Zug Hamburger Demonstrationsteilnehmer zum Kernkraftwerk Brokdorf im schleswig-holsteinischen Kleve angehalten wurde.

Die Einkesselung der Demonstranten begann kurz nach 12 Uhr mittags und endete erst lange nach Mitternacht, als die letzten Menschen abtransportiert und auf Polizeiwachen in ganz Hamburg verteilt waren. Während der Einkesselung wurde z.B. den Eingeschlossenen bis 17 Uhr der Gang zur Toilette verwehrt.

Im weiteren Verlauf des Tages kam es rund um das Heiligengeistfeld zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Sympathisanten der Eingekesselten und der Polizei.

Laut Innensenator Rolf Lange waren die Eingeschlossenen „Gewalttäter“, „polizeibekannte Sympathisanten der RAF“, „Leute aus der Hafenstraße und so genannte Autonome“. Nach anderen Darstellungen handelte es sich um einen völlig wahllos herausgegriffenen Querschnitt durch die politische Landschaft, überwiegend aus dem „gemäßigten“ Spektrum.

Der Polizeibericht dazu meldete insgesamt 838 Ingewahrsamnahmen und 22 Festnahmen, allerdings nur 15 eingeleitete Ermittlungsverfahren, 7 davon wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Der Hamburger Kessel war Auslöser zur Gründung des „Hamburger Signals“, einer Vereinigung Hamburger Polizisten, die sich öffentlich gegen diesen Polizeieinsatz aussprachen. Aus dem Hamburger Signal ging die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten e.V. hervor.

Das Verwaltungsgericht Hamburg erklärte den Einsatz später für rechtswidrig (AZ: VG 2442/86 Datum, 30. Oktober 1986) und sprach den Eingekesselten 200 Mark Schadensersatz pro Person zu, obwohl die Forderung der Anwälte nur 100 Mark betragen hatte. Die vier verantwortlichen Polizeiführer wurden vom Landgericht Hamburg wegen 861-facher Freiheitsberaubung verwarnt. Die Verurteilung zur Geldstrafe blieb vorbehalten. (Az.: 830 Js 182/86 des LG Hamburg vom 23. Oktober 1991)“

paul pott bei viva

paul pott hat dank seiner telekom-werbung nun auch in deutschland den status eines superstars. ich hatte euch ja schon hier damit genervt und weil diese rührselige story gestern durch seinen surrealen auftritt bei viva wieder in mein gedächnis gerufen wurde, gibts nun nochmal das hier:

scheiß zecken!

ich bin zurück in berlin und ich habs echt vermisst! nicht nur weil, da wo ich zwischendruch war so widerliche kleine tiere rumgekrochen sind, die einen im zweifelsfall angesprungen haben um blut zu saugen und schlimme krankheiten zu verbreiten. ja, ich hatte gleich zwei zecken…
da lobe ich mir doch die tiere in berlin:

„Eingabe: 11.08.2008 – 18:45 Uhr
Polizei fing Ringelnatter im Görlitzer Park
Friedrichshain-Kreuzberg
# 2414

Polizisten fingen am frühen Abend in Kreuzberg eine Ringelnatter ein, die im Görlitzer Park entdeckt worden war.
Drei Frauen alarmierten die Beamten gegen 17 Uhr 30 über den Notruf, als sie das Tier in einem Gebüsch entdeckten. Die Ordnungshüter fingen die Schlange ein und brachten sie zum zuständigen Abschnitt, wo eine Internetrecherche die Harmlosigkeit der Ringelnatter ergab. Ein fachkundiger Kollege entschied, dass das Reptil in einem geeigneten Gebiet, vorzugsweise wo Wald und ein Gewässer vorhanden ist, ausgesetzt werden kann. Eine Beamtin wird das Schuppenkriechtier nach Feierabend im Umland aus dem „Polizeigewahrsam“ entlassen.“

was wäre…

…campen ohne christen und wespen?

bloggen…

… ist garnicht so einfach ohne vernünftigen internetzugang. bauhaustapete hatte sich deswegen ja ne urlaubsvertretung zugelegt, die dann auch abgehauen ist und sich wieder ne vertretung gesucht hat… passend zu diesem neuen konzept des unfreiwilligen kollektivblogs, gibts jetzt auch neue bauhaustapete-aufkleber, wo die ganze redaktion drauf abgebildet ist – großartig!
ich muß mich hier irgendwo im nirgendwo nicht nur mit weltlichen problemen, wie dauerregen und sturmböhen auseinandersetzen, sondern auch noch mit nem sauteuren internetplatz, der ne „jugendschutz“sicherung eingebaut hat, die bei „keywords“ wie „white pride“ die seite sperrt und deshalb z.b. sowas hier nicht zuläßt. auf planet.blogsport kann ich nicht zugreifen, weil da das „forbidden keyword hakenkreuz“ auftaucht und mit diesem posting hier, säge ich am eigenen ast oder besser blog, denn der wird dann auch gesperrt.
deshalb müßt ihr auf die tollen geschichten von den schlauen möven und dem nervigen igel warten, bis ich was anderes gefunden habe und meine mitreisenden müssen sich damit abfinden, dass ich sie nun wieder die ganze zeit nerve und nicht ab und zu zum rechner verschwinde.
bis denne antenne!

krass!


via…

HURENSOHN(2008)

ich weiß nich ob ich lachen oder weinen soll, aber auf jeden fall soll ich dazu schreiben, dass mich p2b drauf aufmerksam gemacht hat…

köln rockt!

am 20. september will „pro köln“ einen „“anti-islam-kongress“ abhalten, bei dem bis zu 1000 rechtspopulisten und rassisten erwartet werden. aus diesem anlaß gibt es nicht nur am tag selber massenblockaden, sondern am vorabend bereits eine linksradikale demo und anfang september eine antifa-konferenz. eine kritik an der konferenz findet ihr hier und dort gibts eine lange list mit infoveranstaltungen in verschiedenen städten und die ankündigung: „Auch die beiden momentan wichtigsten bundesweiten linksradikalen Organisationszusammenhänge: Umsganze-Bündnis und die Interventionistische Linke bieten ebenfalls Infovorträge an.“ außerdem ist gerade eine neue jugendantifazeitschrift für nrw erschienen, die ihr hier downloaden könnt.
zum abschluß dann noch dieses coole mobi-video zu den aktionen:

via
be there!