Archiv für August 2008

gestern, heute, morgen

am wochenende wars hier ziemlich ruhig. das lag v.a. daran, dass ich echt „viel zu tun“ hatte ;-) : zuerst gabs ne kleine wg-party, dann die fleischerei-abschiedsparty, einen kurzen besuch auf dem sandsationgelände (lahme party und schlecht besucht) und einen längeren in der bar25. dann mußte ich erstmal schlafen, bevor mit nem abstecher beim kontrollverlustefestival eine lustige aber ergebnislose biketour durch rummelsburg begann. im anschluß fand der abend sein vorläufiges ende beim openair an den kletterfelsen (die lichttürme waren der hammer!) und dann startete ich mit disko44 im lokal in die nacht. heute stand erstmal das openair im birkenwäldchen auf dem programm (sehr cool!) und dann noch ein kurzbesuch in kreuzberg (die anlage am mondhügel war allerdings nicht so geil und dann war auch noch der sprit alle und kein kanister zur hand und…).
alles in allem ein gelungenes sommer-abschluß-wochenende, obwohl das doch eigentlich erste nächste woche ansteht! und ab morgen heißt es wieder: LOHNARBEIT :-(

weils im lokal mal wieder alle total gerockt hat, noch das hier für euch:

endlich: playlist zu fallen angels

im mai-juni hatte ich versprochen ne unvollständige playlist zum fallen angels-techno-sommer-2005-video reinzustellen – nun hab ichs endlich geschafft ;-) :

1.)
-mückenschwarm von oliver koletzki

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2.)
- so weit wie noch nie von jürgen paape

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3.)
- body language von mandy vs booka shade

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außerdem auch noch lucien-n-luciano von alain brito oder? ergänzungen sind sehrsehr erwünscht!

edit: danke an konsum:

QUARKS(producer) – ALLEIN (trackname)
remix by sascha funke

UND…
Einmusik – Jittery Heritage
http://www.youtube.com/watch?v=eeEQqo1D9wc

brandenburg…

heute 21 uhr im lokal – lesung mit gorm witte:

„Wie man in Brandenburg aufwächst, ohne abzustumpfen? Das steht in „Metzgers Meisterstück“. Eine Novelle mit Punkrock, Gewalt, Drogen und Nazis. Störche gibt es keine.“

rostenthaler str. 71 (ecke linienstraße) – dirket am rosenthaler platz !

alt aber passend und immer wieder schön:

made my day!

„wie heist´n das reh aus bambi?“

besser als wasserwerfer?

was ist alles dabei? hamburg, rostock…

via

wetten?

bikepunk 089 hat ja ne wette vorgeschlagen und ich hab sie angenommen. nun ist uns aber noch nichts wirklich cooles als wetteinsatz eingefallen. deshalb hier der aufruf an alle – um was können anonyme blogs bei sowas wetten?
außerdem können sich alle berliner_innen auch mal nen kopf machen, was ne passende protestaktion gegen diese christlichen fundametalisten sein könnte. wie wärs z.b. mit ner kissenschlacht – die bilder vom letzten jahr aus leipzig gefallen mir ganz gut:

google-referers

als gläserner bolg will ich euch heute mal meine google-referers der letzten tage und die entsprechenden beiträge präsentieren:

seit einer ewigkeit auf platz eins ist der begriff „feuchtgebiete“ mit verschiedenen zusätzen.

wegen meines gestrigen beitrages gab es auch recht viele mit „Offener Brief Partisanen Litauen“ in verschiedensten variationen.

nicht so oft aber immerhin gab es auch nochmal „flatrave party“, sowie „paul pott“ und „ihr hurensöhne“ – warum auch immer man sowas googelt…

meine beiträge zur volksgesundheit haben „mindestalter für Piercings“ und „rauchverbot im coffeeshop“ zu verantworten und auch „brigitte pick“ und „brokdorf kessel urteil“ wurden gegoogelt.

etwas lustiger wirds bei „technoschnitzeljagd“, denn diesem beitrag habe ich auch „klassensprecher sfe“ zu verdanken.

die „Ringelnattern in Magdeburg“ sind wohl eine kombiantion aus dem und dem hier, während „Whitest Kids – Hitler Rap“ wieder recht eindeutig ist.

auf platz zwei war schließlich „ums ganze bündnis köln“ oder auch „paradise now umsganze“ und ich freue mich schon auf weitere referers.

partisanen in litauen

hat wer bock auf ne wirklich gut gemeinte unterschriftenliste?

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,
anbei ein offener Brief, mit dem wir bis Anfang September Unterschriften sammeln, um ihn dem litauischen Botschafter in Berlin, dem deutschen Botschafter in Litauen und dem Europaparlament zuzusenden. Bitte schickt/schicken Sie die Zusage für eure Unterstützungsunterschrift an:
Offener-Brief.Litauen@gmx.de

Wir fordern die Einstellung der Ermittlungen gegen ehemalige jüdische Partisanen in Litauen

Seit Anfang dieses Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft in Litauen gegen ehemalige jüdische Partisaninnen und Partisanen , die während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft haben. Die Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass „Hunderte Zeugen befragt wurden“ täuscht über die Tatsache hinweg, dass ausschließlich jüdische Namen in den Medien auftauchen, vor allem die von Yitzhak Arad, Fania Brantsovsky und Rachel Margolis. Sie werden in Zusammenhang mit Partisanenaktionen genannt, bei denen litauische Zivilisten umgekommen sind und als deren Urheber die Justizbehörden „Terroristen“ und „Mörder“ ausgemacht haben. Dies legt die Vermutung nahe, dass die Ermittlungen darauf ausgerichtet sind, die öffentliche Meinung in Litauen dahingehend zu beeinflussen, dass primär Juden für die litauischen Opfer von Partisanenaktionen verantwortlich sind. Auf diese Weise soll die antisowjetische bzw. antirussische Stimmung in Litauen eine antijüdische Stoßrichtung erhalten.
Es sei daran erinnert, dass die jüdischen Anti-Nazi Partisanen zuvor Gefangene in den Ghettos waren, die von den deutschen Besatzern und ihren litauischen Kollaborateuren eingerichtet wurden; sie kämpften bewaffnet gegen die nationalsozialistische Herrschaft in autonomen jüdischen Gruppen oder sowjetischen Partisaneneinheiten und trugen damit zum Sieg der alliierten Streitkräfte gegen Nazi-Deutschland bei.
Aktuell wird in den Massenmedien bewusst das negative Image jüdischer Partisanen konstruiert. Medien und Justiz bedienen sich dabei des gleichen Stereotyps, das in den Jahren der deutschen Besatzung der massenhaften Beteiligung von Litauern am Massenmord an der jüdischen Bevölkerung zugrunde lag: Juden werden mit Kommunismus, dem sowjetischen System und sowjetischen Partisanen identifiziert.
Dem gegenüber wird gegen die litauischen Kollaborateure der deutschen Besatzer, die für die Ermordung von 220.000 Juden in den Jahren 1941 bis 1944 mitverantwortlich sind, nicht ermittelt. In den 18 Jahren der Unabhängigkeit Litauens ist kein einziger Nazi-Kollaborateur belangt worden.
Die litauische Staatsanwaltschaft steht offenbar unter politischem Druck. So wurde Fania Brantsovsky aufgrund der Anfrage eines Abgeordneten der Vaterlands-Partei zur Ermittlungsbehörde vorgeladen.
Die Tatsache, dass die vom Präsidenten der Republik Litauen gegründete „Internationale Kommission zur Ermittlung von Verbrechen des nationalsozialistischen und des sowjetischen Okkupationsregimes in Litauen“ ihr eigenes Mitglied Yitzhak Arad und die anderen jüdischen Anti-Nazi-Partisanen nicht öffentlich verteidigte, ist äußerst befremdlich. Offensichtlich wird derzeit in Litauen in einer antisemitischen Stimmungsmache die Geschichte des Holocaust umgeschrieben und die ehemals Verfolgten werden als Täter verdächtigt.

Wir fordern, die Verfolgung ehemaliger jüdischer Partisanen sofort einzustellen!

Die Europäische Kommission sollte ihren Entschluss, Vilnius, die Hauptstadt Litauens, zur Kulturhauptstadt 2009 zur erklären, überdenken. Einem Land, in dem antisemitische Stimmungsmache in Politik, Justiz und Medien derart breiten Raum einnehmen kann, steht eine solche Auszeichnung nicht zu.

Berlin, den 31. Juli 2008
Erstunterzeichnerinnen/-unterzeichner:
Gudrun Schroeter
Susanne Heim
Dagi Knellessen
Franziska Bruder“

indymedia-dokumentation

seit tagen habe ich referers von indymedia-seiten, die immer wieder ins „versteck“ führen. nun weiß ich warum – denn dieser hier wurde heute über einen verteiler geschickt:

„“Bandbreite“-Artikel auf Indymedia?
Stefan Gerber 23.08.2008 15:30 Themen: Antifa

Der folgende Beitrag wurde bereits vier mal auf Indymedia gepsotet und jedes mal ohne Begründung gelöscht. Warum der Beitrag gegen die Moderationskriterien verstößt wurde nicht erklärt.
„Kunst darf alles!“ meint der Sänger der duisburger Hip-Hop-Band „Bandbreite“. So rechtfertigt er nicht nur einen verschwörungstheoretischen Song der Band, sondern auch einen homophoben Song in dem er sich über Hitler und andere Nazis „lustig“ macht. Trotz allem hat er natürlich den Anspruch ein „Linker“ zu sein und das macht ihn und die Band interessant für diesen Artikel.
Viele haben sicher schon von der Band Bandbreite und ihrem Song „Selbst gemacht“ gehört. In diesem Song geben sie bester verschwörungstheoretischer Manier ihre Sicht auf den 11.September zum Besten. Nicht etwa islamistische Terroristen haben demnach tausende Menschen ermordet, sondern „die Bush-Administration“. „Inhaltliche“ Rückendeckung holen sich die Jungs von der Bandbriete dabei von Filmen wie „Loose Change“ oder „Unter falscher Flagge“. Auch wenn die „Fakten“ dieser Filme oder ihre wahnsinnigen „Schlußfolgerungen“ schon unendliche Male widerlegt wurden, bringt das die Jungs von der Bandbreite nicht etwa zum Nachdenken. Im Zweifelsfall berufen sie sich einfach auf die Meinungsfreiheit und hauen so Sätze raus, wie „Jeder darf glauben was er will!“. Das sie sich damit regelmäßig jeder Kritik entziehen und denken durch glauben ersetzen kommt nicht von ungefähr. Das ist im Milieu der Verschwörungstheoretiker gängige Praxis und kann insofern nicht weiter überraschen.
Überraschen tut allerdings der umgang so mancher linker Gruppen und Initiativen mit diesen Gestalten. Auch hier scheint bei gewissen Themen jedes kritische Denkvermögen auszusetzen. So fand vor einigen Wochen im YAAM in Berlin ein „Festival“ der Verschwörer-Gemeinde statt und die sonst recht fortschrittliche Kampage „Wir Bleiben alle!“ trat als Unterstützer auf. Zu diesem Thema gibt es eine recht gute Zusammenfassung unter: http://immomentvorbei.blogsport.de
Nun haben sich auch die bürgerlichen Medien der Band „Bandbreite“ angenommen und neben einem Spiegel-Artikel gab es anläßlich eines Auftrittes der Bandbreite in Duisburg einen Artikel über deren Songs und ihre ungewollten Fans – nämlich Neonazis. Der Artikel mit dem dummen totalitarismustheoretischen Titel „Von rinks nach lechts“ dreht sich nämlich nicht nur um die Songs selber, sondern auch um deren Außenwirkung. Auf den Vorwurf, dass Neonazis den Song „Selbst gemacht“ abfeiern (wie übrigens auch die erwähnten Filme), kontert die Bandbreite messerscharf, das ja nicht alles was Nazis auch gut finden würden scheiße ist. Das stimmt natürlich, allerdings ist die entscheidende Frage, warum Neonazis was gut finden. Wenn der Grund inhaltliche Überschneidungen sind (wie im vorliegenden Fall), sollte das schon zu denken geben. Aber wer lieber glaubt, dem fällt das kritische Denken offenbar recht schwer.
Ein weiterer Punkt, der in dem besagten WAZ-Artikel angesprochen wird ist der „lustige“ Text des Songs „Kein Sex mit Nazis“. Da rappt die Bndbreite übder den angeblich schwulen Hitler und seine Beziehung zu Hess und „braune Löcher“. Das ganze ist an Stumpfheit kaum zu überbieten und der Bandbreite fällt dazu nur eins ein: „Kunst darf alles!“ Das sie sich mit disem Song nur wenig von homophoben „Schwuchtel“-Reimen anderer Rapper unterscheiden will den Jungs nicht einleuchten, das „glauben“ sie nicht. Doch wie ist es anders zu versthen, wenn man eine Person die man „dissen“ will als schwul barndmarkt und sich damit über sie lustig macht?

Natürlich ließ es sich die „Bandbreite“ nicht nehmen wiedermal eines ihrer berüchtigten „Statement“-Youtube-Videos zu veröffentlichen – hier läßt sich ihre „Argumentation“ gut nachvollziehen. Die „Systemwächter“ bewerfen sie mit Dreck, weil sie „die Wahrheit“ sagen. Wers glaubt wird selig:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com

Und auch eine der wichtigesten bundesdeutschen Neonazi-Seiten altermdedia berichtet über die Kritik an der „Bandbreite“ und die darauf folgende Solidaritäts-Kampagne:
de.altermedia.info

Mit emanzipatorischer Gesellschaftskritik hat der homophobe „Humor“ der „Bandbreite“ genauso viel zu tun, wie ihre „Wahrheit“ über den 11.September – nichts!

Zu dem ganzen Verschwörungs-Mist rund um die mörderischen Anschläge ist im übrigen das hier zu empfehlen – Screw Loose Change – Not Freakin‘ Again edition

edit: damits das layout nicht so zerhaut und wegen der besseren lesbarkeit, hab ich mal die links ordentlich eingebaut!

hätt maria abgetrieben…

am 20.9. findet in berlin eine wirklich interessante veranstaltung statt – “1000 Kreuze für das Leben”: einige hundert menschen mit christlichem hintergrund marschieren durch berlin um gegen abtreibung zu protestieren. nachdem chaze bereits am 1. august auf diese grusel-veranstaltung hingewiesen hat, wagte sich bikepunk 089 am 14. august ganz weit aus dem fenster und bot der „schnöseligen Hauptstadtlinken“ eine wette an. „wir“ würden nicht so viel gegen den dümmlichen kreuzzug hinbekommen, wie die genoss_innen im freistaat bayern. ich nehme hiermit die wette an, obwohl berlin viel schlechtere vorraussetzungen hat. erstens ist an diesem wochenende auch köln und somit sind viele leute einfach nicht da und zweitens scheint es im netz eine verschwörung zu geben: sowohl beim maedchenblog als auch beim BERLINER asb wird zur zeit nur gegen den münchner aufmarsch zwei wochen später mobilisiert. wenigstens hier wird noch auf berlin hingewiesen und so verspreche ich euch trotz widriger umstände eine großartige protestaktion – glaubt mir einfach! ;-)

„– 20. September 2008, 12-14 Uhr: 1000 Kreuze für das Leben. Das wohl heftigste: eine Demo von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern. Wer schon einmal diese Demo gesehen hat, weiß es vielleicht noch: Da laufen vielleicht fünfhundert (vorrangig) schweigende Menschen, die ihre Kinder zu diesem – nun ja – Ausflug mitbringen, mit großen weißen Kreuzen zwischen Rotem Rathaus und St. Hedwigskathedrale entlang. Und die Polizei ist, so die Erfahrung, zumeist eher sehr genervt von jedem Protest und nimmt auch schon mal Leute mit, weil die sich mit einem Transparent an den Rand der Demo stellen. Vorher gibt es Programm mit – oje – christlicher Musik und den Reden, die diese Leute sonst auch halten, nur diesmal öffentlich. Dazu das ganze Propaganda-Zeug dieser Bewegung, dass zwar mit etwas Biologie-Kenntnissen eigentlich von jeder und jedem als Blödsinn erkannt werden müsste, obwohl es trotzdem beängstigend ist.
Veranstaltet wird die Demo von Dachverband dieser – nun ja – Bewegung, dem Bundesverband für Lebensrecht e.V. ( Aufruf hier.) Interessant kann die ganze Sache werden, dass diese Demo von der AUF-Partei (Arbeit Umwelt Familie) mit unterstützt wird. Diese Partei hat sich im Januar von der Partei Bibeltreuer Christen abgespalten und auch von den anderen beiden christlich-fundamentalistischen Kleinstparteien Mitglieder abgeworben. Programmatisch ging es bei der Abspaltung darum, dass die AUF-Partei offensiver in der Öffentlichkeit auftreten möchte, hauptsächlich mit Kampagnen, um damit in die Parlamente zu kommen. Weniger interne Veranstaltungen, mehr Großevents außerhalb der Gebetsräume – so ungefähr der Ansatz. Das scheint die erste größere Aktion zu sein, an der die Partei teilnimmt. Vielleicht wäre es ganz gut (für den Rest der Welt), wenn genau diese erste Veranstaltung grandios scheitert.“
(http://chaze.blogsport.de/)

salzburg
der mob in salzburg

blowjob

leider gabs beim karaoke-abend weder klaus lage noch die münchner freiheit – ich bin ja fast für ne deutschquote bei sowas ;-) .
dazu gabs noch ne absurde unterhaltung:

a zu b (mit bezug auf sein t-shirt): „i wanna suck madonnas dick? we have madonna-songs in the list!“

b: „yes, but you cant sing with a dick in your mouth…“

und nun als passender abschluß noch das hier:

und jetzt erstmal schlafen…

kopfschüsse in neukölln

ich war gestern auf einer sehr interessanten und v.a. unterhaltsamen veranstaltung in neukölln im tristesza. die ehemalige rektorin der rütli-schule, brigitte pick laß mit musikalischer untermalung ihres klampfenquälenden neffen stefan pick aus ihrem buch „kopfschüsse – wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen“. eingebettet waren ihre kurzgeschichten aus dem schulalltag in äußerst sympathische schul- und gesellschaftskritik und angereichert mit interessanten deatils, etwa aus der zeit des großen rütli-skandals. mit dabei war auch momo black, ein ehemaliger rütli-schüler und mitglied des “pisa-rat-pack”, der den abend mit mehr oder weniger gelungenen tracks seiner beginnenden hip hop-karriere abrundete und die witzeleien der ex-rektorin unterstützte. ich hab mir sogar ein buch gekauft und signieren lassen und kann euch nach meinem ersten eindruck nur empfehlen euch auch eins zu besorgen…
kopfschüsse
und heute abend gehts ab ins lokal zum karaoke-abend!

„Moslemhasser und Rassistenfreunde“

ist ein „moslemhasser“ nicht per se schon ein rassist und bringt es dann überhaupt noch was ihn als „rassistenfreund“ zu beschimpfen?
ich geh mal pennen!

„Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus“

nur noch knapp einen monat bis es heißt „köln rocken!“. und in der tat sieht es so aus, als würden wir ein zweites hamburg erleben können – bundesweit gibt es unzählige informationsveranstaltungen, etliche blockadetrainings und auch die eine oder andere vorfeldaktion hat schon von sich reden gemacht.
auf der mobiseite wird außerdem berichtet, dass „die beiden momentan wichtigsten linksradikalen bundesweiten Organisationszusammenhänge das Umsganze Bündnis und die Interventionistische Linke nach Köln“ mobilisieren. und genau darum soll es hier gehen, genauer um die mobilisierung von …ums Ganze!. noch bevor deren aufruf online war, fühlten sich einge blogger_innen bemüßigt über das ug-plakat zu berichten. dabei wurde sich oberkritisch auf einen teil der parole “paradise now! für den kommunismus!” gestürtzt und mit der brücke über den gleichnamigen film z.t. sogar ein antisemitismus-vorwurf konstruiert. neben knes und cosmojl schlägt leider auch der sonst von mir sehr geschätzte schons in die gleiche kerbe. so richtig absurd wirds dann aber spätestens auf dem maedchenblog. eine person namens st_eve leitet den entsprechenden beitrag sinnvoller weise mit folgenden worten ein: „Alter Falter, ich pack’s nicht“. Dem kann ich nur zustimmen und meiner geneigten leser_innenschaft vor der eventuellen lektüre des beitrages den konsum von thc empfehlen, denn anders ist dieser quatsch nicht zu ertragen. nach einer kategorisierung des ug-büdnisses („eine passend zu ihren Schuhen und Sonnenbrillen gelayoutete Mobilisierungs-Kollektion“) gehts wirklich ums ganze: „peinliche Implikationen der Frauenfeindlichkeit und des Antisemitismus wie sie Ums Ganze… forcieren“. Das ist das Urteil und an diesem änderte sich auch nach ca. 70 kommentaren nichts, was wohl v.a. daran liegt, das st_eve´s ausführungen in erster linie einem „flauem Gefühl im Magen“ entspringen. dabei ist sein ganzes geschreibsel ungefähr so stimmig, wie der vorwurf des nationalismus an eine person, die ne deutschlandfahne verbrennt. kommentiert wurde das ganze auch schon recht passend von einblog.
was es sonst so im netz für beiträge und diskussionen zu den aktionen in köln gibt, könnt ihr hier checken. und die berliner_innen unter euch können sich schonmal den 10.9. vormerken – da gibts dann eine veranstaltung im rahmen der mobilisierung gegen den anti-islam-kongress unter dem motto „„Wir“ und die „Anderen“ – Islam, Mehrheitsgesellschaft und Rassismus in Deutschland“ von top-berlin und der gruppe soziale kämpfe.

deutsche zustände

innerhalb weniger wochen sind in diesem land gleich drei menschen von nazis bzw. rassisten umgebracht worden und bis auf kleinere aktiönchen und pressereaktionen passiert nichts.
nachdem bereits am 23.juli in templin ein 55-jähriger mann von zwei neonazis erschlagen wurde und am 6.august ein illegalisierter zigarettenhändler in marzahn seinen stichverletzungen erlag, reiht sich nun mal wieder magdeburg in die liste ein. am 17.august wurde dort ein 20-jähriger in der nähe einer disko totgeschlagen und auch hier ist der vermutliche täter ein neonazi.

es ist wohl mal wieder zeit seinen unmut über diese zustände zu äußern!

„Eingabe: 20.08.2008 – 10:55 Uhr
Von Naziparolen provoziert
Steglitz-Zehlendorf
# 2497

Ein 33-Jähriger, offensichtlich alkoholisiert, grölte gestern Abend gegen 19 Uhr an einem Imbiss im Kronprinzessinnenweg in Zehlendorf Naziparolen. Ein 37-jähriger Gast äußerte seinen Unmut, indem er den schreienden Mann mit der Faust schlug. Polizeibeamte fertigten Anzeigen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Körperverletzung.“