Das Bild des »alten Tibet«, wie es, verbreitet über unzählige Bücher und Schriften, heute im Westen geläufig ist, zeigt das eines Paradieses auf Erden – des mythischen Shangri-La –, das den Menschen ein glückliches und zufriedenes Leben in Einklang mit sich selbst, der Natur und den Göttern zu führen erlaubt habe. Mit der Besetzung Tibets durch die Chinesen im Jahre 1950 sei dieses Paradies unwiederbringlich zerstört worden.
Die moderne Geschichtsschreibung weiß längst, dass das »alte Tibet« keineswegs die »friedvolle und harmonische Gesellschaft« darstellte, die der Dalai Lama und seine westlichen Anhänger ständig beschwören. Für die grosse Masse der Bevölkerung bedeutete das Leben tatsächlich jene »Hölle auf Erden«, die zu beenden die chinesische Volksbefreiungsarmee als revolutionäre Verpflichtung und legitimen Grund ansah für den Einmarsch von 1950.
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