mach ma mellow

heute wurde als startschuß der freiräume-aktionstage ein haus in berlin-mitte besetzt. das haus ist zwar schon wieder geräumt, aber viel schlimmer ist, dass sich während der aktionstage wohl wieder nur im eigenen saft gedreht wird. dabei gäbe es genug möglichkeiten und anlässe die eingetretenen pfade im szene-sumpf zu verlassen und mal wieder zu versuchen gesellschaftlich relevant zu werden und mit leuten in kontakt zu treten, die ganz andere aber eben auch „freiräume“ verteidigen wollen und müssen. so ruft die interessengemeinschaft „hände weg vom mellowpark“ am donnerstag, den 29. mai zu einer demo für den standorterhalt des mellowparks auf…

und kämpfen um den Mellowpark kann nicht falsch sein… denn wie sagte schon Bertolt Brecht: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“ In diesem Sinne brauchen wir Eure Unterstützung!!!!

mellowpark


16 Antworten auf “mach ma mellow”


  1. 1 Wendy 28. Mai 2008 um 11:38 Uhr

    Naja, das ist auch weder originell noch besser als der Szenesumpf. Die Szene versucht wenigstens zu verhehlen, dass sie sich ständig mit Appellen an den Staat wendet.
    Hausbesetzer_innendemos, die zu Bezirksverordnetenversammlungen führen, mit einem anderen Ziel, als diese anzugreifen, möchte ich nie erleben…

  2. 2 im*moment*vorbei 28. Mai 2008 um 23:55 Uhr

    das ist doch quatsch! erstens ist es nicht besser etwas zu verhelen, was man trotzdem macht und zweitens solltest du vielleicht mal nen kurzen realitätscheck vornehmen:
    „wir“ sind grad nicht in der lage eine bvv anzugreifen. „wir“ können ja meist noch nichtmal seitentranspis oder ähnliches auf demos durchsetzen. dein revolutionärer ethos hilft dir vielleicht dich besser und überlegen zu fühlen, ändern tut der aber sicher nichts! und das die skater nicht so toll links und radikal sind wie du läßt sich sicher auch nicht dadurch ändern, ihnen in arogantem ton vorzuwerfen, dass sie apelle an den statt richten. sich einzumischen und versuchen ihnen klar zu machen, dass nicht nur der verbleib des mellowparks das problem ist, das andere auch um ihre „freiräume“ kämpfen und sich sowieso grundsätzlich was ändern muß und es eigentlich keine „freiräume“ in diesem system gibt, ist da sicher der erfolgversprechendere weg…

  3. 3 Wendy 29. Mai 2008 um 1:05 Uhr

    Deswegen supportest du das? Meinetwegen, sollen sie doch ihre Demo da machen, is allerdings ne scheißreformistische und langweilige Angelegenheit.
    „Sich einmischen“ sieht anders aus und das mensch im System nichts ändern kann, sollte denen auch so gesagt werden.

  4. 4 scheckkartenpunk 29. Mai 2008 um 6:12 Uhr

    „versenkt mediaspree“ wendet sich doch auch mit unterschriftensammlungen hilfesuchend an den staat. diese wird ja auch in gewissen szenekreisen gepuscht ohne ende. unter anderem von denjenigen, die zu einer bvv nur dann gehen sollen, um diese anzugreifen. ich hab den eindruck da waren schon welche dort, allerdings nicht in angriffslaune.

    da geht es aber auch um die freiräume, die gegen überfremdung verteidigt werden müssen. bei so einem ziel kann dann mal ein pragmatischer schulterschluß mit der bvv ins auge gefaßt werden. immerhin ist zu vermuten, daß dort einige die überfremdungsangst ganz gut nachvollziehen können.

    aber hier geht es ja um eine skatepark. dafür ist sich ein ordentlicher linker dann doch zu schade. nur weil die staatsfans sich hier nicht hinterm berge halten.

  5. 5 im*moment*vorbei 29. Mai 2008 um 9:03 Uhr

    @wendy
    argumentationsloses beharren auf dem schon gesagten ist auch langweilig – erst recht wenn dein gegenüber den punkt, auf dem du immer so übertrieben aufgesetzt rumreitest, schon selber zugegeben hat. ja, das ist „reformistisch“. aber was ist denn die alternative? ne demo für den kommunismus? würde ich zwar auch hingehen, aber das alleine bringt einfach nichts, außer – und jetzt wiederhole ich mich auch, aber du gehst ja einfach nicht drauf ein – das du „dich besser und überlegen“ fühlen kannst…

    @sparkassenpunkt
    ich hab auch einige kritik an dem mediaspree-versenken-ding, aber den punkt mit der „überfremdungsangst“ verstehe ich nicht bzw. finde ihn einfach zu platt…

  6. 6 Wendy 29. Mai 2008 um 10:05 Uhr

    Demonstrationen und Aktionen sind in der Tat in den allerallermeisten Fällen überflüssige Scheiße. Wenn sich das Ziel gesetzt wird, den Mellowpark zu erhalten, dann kann auch gerne vor die BVV gezogen werden, Briefe geschrieben werden und und und.
    Das ist jedoch erstens weit weg davon, eine (bessere) Alternative zu den inhaltlich auch grauenhaften WBA-Action-Days zu sein und zweitens hat das mit den Zielen, die ich mir gesetzt habe und unter denen ich auch nichts mache, nämlich die Gesellschaft von Staat, Nation und Kapital zu emanzipieren, nichts zu tun.

  7. 7 konsum 29. Mai 2008 um 13:26 Uhr

    mancher leute idealismus führt sie aber auch dermaßen in die isolation, dasz sie sich die möglichkeit der nutzung von staatsgeldern irgendwelcher stiftungen für aktionen entgegen deren standpunkt oder die realistischere einschätzung zur hilfe von bezirksleitungen gegenüber nicht radikalen jugendszenen, als gänzlich ‚falsche‘ vorgehensweise zerreisen.

  8. 8 konsum 29. Mai 2008 um 13:27 Uhr

    @ im*moment…

    WORD

  9. 9 turbo 29. Mai 2008 um 13:31 Uhr

    Nicht auf falsche Gedanken kommen. Die Reform ist doch deiner subversiven Tätigkeit zu bevorzugen, Wendy. Oder?

  10. 10 scheckkartenpunk 29. Mai 2008 um 15:02 Uhr

    die polemik der überfremdungsangst bezog sich nicht direkt auf „media spree versenken“ sondern eher auf unterstützende strukturen aus der sogenannten szene, die dann im zuge der vermeintlichen gentrifizierungskritik mit veranstaltungen nicht nur gegen yuppies hetzen sonder die strukturzersetzenden kräfte völkisch sortiert bei den schwaben ausmachen wollen.

  11. 11 im*moment*vorbei 29. Mai 2008 um 18:18 Uhr

    @wendy
    du bist leider mit keinem wort auf meinen beitrag eingegangen. natürlich ist das reformistisch und natürlich bringt ein workshop, eine veranstaltung oder eine konferenz inhaltlich viel weiter und genau da gehört auch deine kritik an staat, nation und kapital hin. aber wie kriegen wir die leute zu solchen veranstaltungen? wie wecken wir deren interesse für solch abgefahrene ideen? wie hast du angefangen politik zu machen? genau das ist der punkt – keine_r kommt als kommunist_in zur welt, oder?

    @scheckkartenpunk
    ok, bei diesen „fuck yuppies“-aktionen kann ich deine „kritik“ schon etwas mehr nachvollziehen, denn in der tat läßt sich z.b. gerade in kreuzkölln ja ganz gut sehen, wer am anfang dieser umstrukturierung steht, nämlich „wir“ mit unseren schicken neuen kneipen und locations und wgs. da ist es in der tat albern sich danach drüber aufzuregen, das „die yuppies die alteingesessenen vertreiben“. und in der tat sind solche aktionen wie am sonntag im mauerpark geplant nur noch peinlich und gehen an allen diskursen der letzten jahre zu dem thema total vorbei. aber, diese leute die aus irgendwelchen dörfern und kleinstädten in hippe berliner bezirke ziehen und dann irgendwann nach der ach so wilden jugend ne familie gründen und alle mit ihrer dämlichen bräsigkeit nerven und die krassesten sicherheits- und ordnungsfanatiker_innen werden sind trpotzdem zum kotzen! ;-)

  12. 12 scheckkartenpunk 30. Mai 2008 um 0:11 Uhr

    zum kotzen find ich sie schon auch. auch wenn ich vermute, daß nicht alle aus dörfern und kleinstädten kommen. ich befürchte auch in berlin gibt es bürgerliche mit „wilder“ jugend und gefolgtem ordnungssinn, die innerhalb der stadt aus angweiligen stadtteilen umgezogen sind. ;)

  13. 13 Tapete 30. Mai 2008 um 9:31 Uhr

    @scheckkartenpunk:
    Ey Atze, machst du mich aufgrund meiner Herkunft an?

  14. 14 Wendy 31. Mai 2008 um 9:57 Uhr

    IMV: Ich fand es gut, wie die Gruppe „Kein Kommentar“ das Problem beim Berliner Schüler_innenstreik gelöst hat: Ein Flugblatt, dass vieles richtiges zur Schule im Kapitalismus und zum Kapitalismus selbst gesagt hat und auf Seite zwei mit „Eure Forderungen sind verkehrt!“ einstieg…
    Wenn der Mellowpark durch Reformismus gerettet wird, geschenkt, das wäre super. Genauso, wie wenn – was weiß ich – ich meinen Arbeitergeber verklagen usw. usf. ABER als Alternative zu den „Action Days“ (und so hattest du das am Anfang formuliert) taugt das mal rein garnichts!

  15. 15 im*moment*vorbei 31. Mai 2008 um 22:49 Uhr

    blödsinn – ich hab mich über das ewige ausschließliche rumgemache im szenesumpf aufgeregt und auf was hingewiesen, was die meisten wohl nicht auf dem schirm haben. es ging um ein „guckt mal da…“ – die möglichkeit für ein weiteres betätigungsfeld, wo mit menschen in kontakt getreten werden kann und ich davon ausgehe, dass es sich auch lohnt! das beispiel was du nennst ist genau aus der richtung, die ich damit aufzeigen wollte. diese schulstreik-geschichte ist ja auch erstmal etwas, was außerhalb der szene läuft, wo aber eben auch viele leute rumrennen, die eventuell ein offenes ohr haben, für „unsere“ inhalte – genau wie einige mellowpark-leute. nicht mehr und nicht weniger hab ich in meinem beitrag gemeint und im ersten kommentar auch nochmal ganz klar geschrieben…

  1. 1 für wendy… « im*moment*vorbei Pingback am 29. Mai 2008 um 22:32 Uhr

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